Sicherheit: Landesweit

Philippinische Polizei prüft Disziplinarmassnahmen gegen häusliche Gewalt im eigenen Dienst

Am Dienstag, den 27. Oktober 2026, reichte eine Lehrerin aus Mindanao eine administrative Beschwerde gegen ihren Lebensgefährten ein, einen Polizisten im Rang eines Corporal, der in Camp Crame stationiert ist. Sie warf ihm vor, sie über einen Zeitraum von fast neun Jahren misshandelt zu haben. In einem weiteren Fall suchte eine Frau Unterstützung bei der NAPOLCOM aufgrund von physischer, psychischer und emotionaler Gewalt durch ihren Lebensgefährten, der ebenfalls Polizeibeamter ist. Sie berichtete zudem, dass auch ihr gemeinsames Kind misshandelt wurde.

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Symbolbild: Envato

Die Beschwerdeführerinnen sollen der Kommission Videoaufnahmen von Überwachungskameras als Beweismittel vorgelegt haben. General Jose Melencio Nartatez Jr., der Chef der philippinischen Nationalpolizei (PNP), erklärte, dass jegliche Form von Gewalt gegen Frauen nicht toleriert werde. Dies gelte insbesondere dann, wenn die mutmasslichen Täter Mitglieder des Polizeidienstes seien, die eigentlich zum Schutz der Bevölkerung verpflichtet sind.

Die philippinische Nationalpolizei (PNP) hat eine dringende Überprüfung ihrer Protokolle für Frühwarnsysteme, Meldewege und Disziplinarmassnahmen angeordnet. Ziel der Massnahme ist es, die Rechenschaftspflicht zu stärken und Gewalt gegen Frauen innerhalb der eigenen Reihen zu verhindern. Nartatez wies die zuständigen Einheiten an, eng mit der NAPOLCOM zu kooperieren und während der Verfahren die notwendige Unterstützung zu leisten.

Die Überprüfung der PNP folgt auf eine Anweisung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., die über den Innenminister Jonvic Remulla an die Behörde übermittelt wurde. Nartatez betonte, dass Disziplin innerhalb der eigenen Reihen beginnen müsse und Warnsignale frühzeitig erkannt werden müssten, um weiteren Schaden abzuwenden. Er versicherte, dass Vorwürfe ordnungsgemäss untersucht werden und die verantwortlichen Beamten die gesetzlich vorgesehenen Sanktionen tragen müssen.