Region III · Zentrales Luzon
Central Luzon
Aurora, Bataan, Bulacan, Nueva Ecija, Pampanga, Tarlac und Zambales
Central Luzon liegt nördlich von Metro Manila: eine weite Ebene, eingerahmt von Bergen und mit Küsten auf beiden Seiten Luzons. Reisfelder, Flüsse und Städte prägen die Region ebenso wie die politischen Aufbrüche und Kriege der philippinischen Geschichte. Ihr Verwaltungszentrum ist San Fernando in Pampanga.
Zur Verwaltungsregion III gehören sieben Provinzen. Bulacan, Pampanga, Nueva Ecija und Tarlac liegen ganz oder teilweise in der zentralen Ebene. Zambales begleitet die Westküste, Bataan bildet eine Halbinsel an der Manila Bay. Aurora liegt jenseits der Sierra Madre am Pazifik.
Aurora wurde erst 2002 aus der damaligen Region IV nach Central Luzon überführt. Die beiden hoch urbanisierten Städte Angeles und Olongapo gehören ebenfalls zur Region, sind aber von den Provinzverwaltungen unabhängig.
Central Luzon auf der Karte
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46 Orte auf der Karte
- 1. Aurora · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 2. Bataan · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Halbinsel
- 3. Bulacan · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 4. Nueva Ecija · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 5. Pampanga · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 6. Tarlac · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 7. Zambales · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz der Provinz
- 8. Baler und SabangLuzon · Ortsreferenz Baler, kein genauer Strandeingang
- 9. BalangaLuzon · Ortsreferenz
- 10. MalolosLuzon · Ortsreferenz
- 11. PalayanLuzon · Ortsreferenz
- 12. San Fernando · PampangaLuzon · Ortsreferenz
- 13. Tarlac CityLuzon · Ortsreferenz
- 14. IbaLuzon · Ortsreferenz
- 15. AngelesLuzon · Ortsreferenz
- 16. OlongapoLuzon · Ortsreferenz
- 17. Pampanga River · MündungsraumLuzon · Flussreferenz an der Mündung
- 18. Candaba-SumpfgebietLuzon · Gebietsreferenz
- 19. Mount ArayatLuzon · Bergreferenz
- 20. MarivelesLuzon · Ortsreferenz
- 21. BagacLuzon · Ortsreferenz
- 22. CapasLuzon · Ortsreferenz
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- 24. Muñoz · ReisforschungLuzon · Stadtreferenz, kein Institutseingang
- 25. Betis · GuaguaLuzon · Ortsteilreferenz an der Betis-Kirche
- 26. Sierra MadreLuzon · Gebirgsreferenz
- 27. Zambales-GebirgeLuzon · Gebirgsreferenz
- 28. Manila BayLuzon · Gebietsreferenz der Bucht
- 29. PinatuboLuzon · Vulkanreferenz
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- 31. ClarkLuzon · Gebietsreferenz der Wirtschaftszone
- 32. Subic · WirtschaftszoneLuzon · Gebietsreferenz der Wirtschaftszone
- 33. Subic BayLuzon · Gebietsreferenz der Bucht
- 34. Metro ManilaLuzon · Gebietsreferenz südlich Central Luzons
- 35. Quezon · ProvinzLuzon · Gebietsreferenz außerhalb Central Luzons
- 36. Jaen · ReisfelderLuzon · Ortsreferenz des Bildmotivs
- 37. Caraballo-BergeLuzon · Gebirgsreferenz
- 38. Angat-StaudammLuzon · Bauwerksreferenz
- 39. Ipo-StaudammLuzon · Bauwerksreferenz
- 40. Bustos-StaudammLuzon · Bauwerksreferenz
- 41. Mount NatibLuzon · Bergreferenz
- 42. Mariveles-GebirgeLuzon · Bergreferenz, nicht die Gemeinde Mariveles
- 43. BacoorLuzon · Historische Ortsreferenz außerhalb Central Luzons
- 44. La-Mesa-SpeicherLuzon · Speicherreferenz am Staudamm in Metro Manila
- 45. Balara · WasseraufbereitungLuzon · Standortreferenz am Reservoir der Filteranlage 2
- 46. Manila · StadtLuzon · Stadtreferenz, nicht die gesamte Hauptstadtregion
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Quellen der Ortskoordinaten
Aurora · Provinz · Bataan · Provinz · Bulacan · Provinz · Nueva Ecija · Provinz · Pampanga · Provinz · Tarlac · Provinz · Zambales · Provinz · Baler und Sabang · Balanga · Malolos · Palayan · San Fernando · Pampanga · Tarlac City · Iba · Angeles · Olongapo · Pampanga River · Mündungsraum · Candaba-Sumpfgebiet · Mount Arayat · Mariveles · Bagac · Capas · Camp O’Donnell · Muñoz · Reisforschung · Betis · Guagua · Sierra Madre · Zambales-Gebirge · Manila Bay · Pinatubo · Barasoain Church · Clark · Subic · Wirtschaftszone · Subic Bay · Metro Manila · Quezon · Provinz · Jaen · Reisfelder · Caraballo-Berge · Angat-Staudamm · Ipo-Staudamm · Bustos-Staudamm · Mount Natib · Mariveles-Gebirge · Bacoor · La-Mesa-Speicher · Balara · Wasseraufbereitung · Manila · StadtCentral Luzon im Überblick
Die Ebene lebt mit ihren Flüssen
Der rund 260 Kilometer lange Pampanga River verbindet die Berglandschaften mit dem Tiefland und der Manila Bay. Sein Einzugsgebiet umfasst Nueva Ecija, fast ganz Pampanga und Teile von Bulacan, Tarlac und Quezon. Es reicht bis an die südlichen Hänge der Caraballo-Berge und die Westhänge der Sierra Madre. Nebenflüsse sammeln dort das Wasser und führen es der Ebene zu. Zwischen dem mittleren und dem unteren Flussbecken erhebt sich der etwa 1.026 Meter hohe Mount Arayat.
Östlich davon liegt das rund 250 Quadratkilometer große Candaba-Sumpfgebiet. Es nimmt Hochwasser aus dem östlichen Flussbecken und überlaufendes Wasser des Pampanga River auf. Während der Regenzeit wird es überflutet, im Sommer ist es vergleichsweise trocken.
Im mittleren und unteren Abschnitt hat der Pampanga River nur wenig Gefälle. Weiter zur Bucht hin verzweigt sich das Flusssystem in ein Delta mit kleineren Armen und Kanälen. Zwischen ihnen liegen Fischteiche; flache Wasserbereiche stehen bereits unter dem Einfluss der Gezeiten.
Quellen: PAGASA: Pampanga River Basin
Vier Provinzen rund um die zentrale Ebene
Bulacan schließt nördlich an Metro Manila an. Im Westen ist die Provinz flach, nach Osten steigt das Gelände über Hügel zur Sierra Madre an. Die Hauptstadt Malolos liegt im Südwesten nahe der Manila Bay. Bulacans Flüsse und Stauanlagen verbinden die Bergregion außerdem mit der Wasserversorgung des benachbarten Ballungsraums.
Dabei haben die Anlagen unterschiedliche Aufgaben. Der Angat-Staudamm liefert Trinkwasser und Energie für Metro Manila und benachbarte Gebiete. Der Ipo-Staudamm leitet Wasser aus den Flüssen Angat und Ipo durch Tunnel zum La-Mesa-Speicher und zur Filtration in Balara. Weiter flussabwärts dient der Bustos-Staudamm der Bewässerung.
Pampanga ist eng mit dem gleichnamigen Flussraum verbunden. Seine Hauptstadt San Fernando ist zugleich Sitz der Provinzverwaltung und Standort regionaler Behörden für Central Luzon.
Weiter im Inneren liegt Nueva Ecija mit der Hauptstadt Palayan und ausgedehnten Reislandschaften. Muñoz ergänzt die landwirtschaftliche Produktion um einen wichtigen Standort der Reisforschung. Westlich davon folgt Tarlac mit der Hauptstadt Tarlac City. Diese Binnenprovinz umfasst neben Ebenen auch Bergland im Westen. In ihrem Alltag treffen mehrere Sprachen aufeinander.
Quellen: Provinz Bulacan: Lage und Landschaft · Stadt San Fernando: Verwaltungszentrum · Central Luzon: Provinzen und Hauptstädte · Tarlac: Geografie · PhilRice: Zentrale Versuchsstation in Muñoz · Provinz Bulacan: Flüsse und Stauanlagen · Provinz Bulacan: Angat-Wasserkraftwerk
Westküste, Halbinsel und Pazifikseite
Zambales zieht sich an der Westphilippinischen See entlang. Die Hauptstadt Iba liegt in dieser Küstenprovinz, deren östlichen Rand das Zambales-Gebirge prägt. Im Süden liegt Olongapo an der Subic Bay. Die Stadt ist von der Provinzverwaltung unabhängig.
Südlich setzt sich das Bergland in Bataan fort. Die Halbinsel mit der Hauptstadt Balanga schiebt sich zwischen die Westphilippinische See und die Manila Bay und bildet die westliche Seite der Bucht von Manila. Ihre beiden Küsten unterscheiden sich: Im Osten liegt eine schmale Küstenebene, während Bergrücken, Klippen und Landvorsprünge die Westseite prägen. Im Inneren liegen die nördliche Berggruppe um den Mount Natib und weiter südlich das Mariveles-Gebirge.
Auf der anderen Seite Luzons trennt die Sierra Madre Aurora von der zentralen Ebene. Jenseits des Gebirges folgt die Pazifikküste mit der Provinzhauptstadt Baler und ihrem Küstenort Sabang. Auch verwaltungsgeschichtlich kam Aurora auf einem anderen Weg zur heutigen Region: Ein Gesetz vom 21. November 1978 sah die Trennung der damaligen Unterprovinz von Quezon und eine eigene Provinz mit Verwaltungssitz Baler vor. Die Zuordnung zu Central Luzon folgte durch die Executive Order 103 vom 17. Mai 2002.
Quellen: Zambales: Küste und Gebirge · Bataan: Halbinsel an der Manila Bay · Aurora: Geografie · Gemeinde Baler: Hauptstadt und Küstenorte · Executive Order 103 von 2002 · Provinz Bataan: Landschaft und Geschichte · Batas Pambansa 7: Trennung Auroras von Quezon
Malolos und der Entwurf einer Republik
Als ein Krieg gegen die Vereinigten Staaten drohte, verlegte Emilio Aguinaldo die Revolutionsregierung im September 1898 von Bacoor nach Malolos. Dort stand die Barasoain Church, die nach einem Brand von 1884 im Jahr 1885 wiedererrichtet worden war. Ab dem 15. September 1898 tagte in ihr der Revolutionskongress, der bis Februar 1899 hier seinen Sitz hatte. Er beschloss die maßgeblich von Felipe Calderón entworfene Malolos-Verfassung.
Der Text entwarf eine unabhängige Republik, deren Souveränität beim Volk lag. Gesetzgebende, ausführende und richterliche Gewalt sollten getrennt sein und nicht in einer Person zusammenfallen. Vorgesehen waren außerdem Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigung und Petition. Die Gesetzgebung lag bei einer Nationalversammlung. Den Präsidenten sollten die Versammlung und besondere Vertreter wählen; eine direkte allgemeine Präsidentenwahl sah dieses Modell nicht vor.
Am 23. Januar 1899 wurde in derselben Kirche die Erste Philippinische Republik mit Emilio Aguinaldo als erstem Präsidenten eingeweiht. Die Republik blieb kurzlebig. Sie wurde im Krieg gegen die Vereinigten Staaten besiegt.
Quellen: National Historical Commission: Barasoain Church · Stadt Malolos: Erste Philippinische Republik · National Historical Commission: Aguinaldos Regierung in Malolos · Malolos-Verfassung von 1899
Bataan, San Fernando und Capas im Jahr 1942
Nach dem Fall Bataans am 9. April 1942 gerieten mehr als 70.000 philippinische und amerikanische Überlebende der Schlacht in japanische Gefangenschaft. Viele waren bereits krank und von den Kämpfen geschwächt. Japanische Truppen zwangen sie auf den später sogenannten Todesmarsch: Am 10. April begannen die Märsche in Mariveles, am folgenden Tag in Bagac. Die Wege führten durch Bataan nach Pampanga.
Die Gefangenen mussten Tag und Nacht laufen. Wer zurückblieb, wurde brutal behandelt. Tausende starben unterwegs. In San Fernando wurden die Überlebenden in überfüllte Güterwagen gepfercht und nach Capas in Tarlac gebracht. Auch in den Wagen kamen Menschen durch Ersticken ums Leben. Vom Bahnhof in Capas mussten die Gefangenen nochmals sechs Kilometer zu Fuß bis zum Camp O’Donnell zurücklegen.
Die historische Gedenktafel der National Historical Commission erinnert auch an die Hilfe der örtlichen Bevölkerung. Menschen am Straßenrand versuchten, den Gefangenen Essen und Wasser zuzustecken, und brachten dabei ihr eigenes Leben in Gefahr.
Quellen: National Historical Commission: Todesmarsch nach Camp O’Donnell
Pinatubo: der Ausbruch von 1991 und seine Folgen
Dampfexplosionen kündigten im April 1991 an, dass der Pinatubo wieder aktiv wurde. Fachleute von PHIVOLCS und dem US Geological Survey überwachten Erdbeben, Veränderungen am Vulkan und austretende Gase. Ihre Vorhersagen ermöglichten die Evakuierung von Bewohnern und der Clark Air Base vor dem Höhepunkt des Ausbruchs am 15. Juni.
An diesem Tag stürzten heiße Asche, Gas und Bims als pyroklastische Ströme die Hänge hinunter. Örtlich lagerten sie Material bis zu 200 Meter dick ab. Nachdem der Vulkan große Mengen Material ausgestoßen hatte, brach sein Gipfel ein. Zurück blieb eine rund 2,5 Kilometer breite Caldera, ein durch diesen Einsturz entstandener Kessel.
Gleichzeitig brachte ein Taifun Regen über Luzon. Durchnässte Asche lastete schwer auf Gebäuden und ließ Dächer einstürzen. Ascheregen und vulkanische Ströme beschädigten Infrastruktur und landwirtschaftliche Flächen.
Mit dem Ende des Ausbruchs war die Landschaftsveränderung nicht abgeschlossen. Noch Monate und Jahre später setzten Regenfälle abgelagerte Asche und anderes vulkanisches Lockermaterial erneut in Bewegung. Diese wasserreichen Ströme heißen Lahare. Sie transportierten das Material durch Flusstäler, trafen Gemeinden und beschädigten über Jahre Brücken, Straßen, Bewässerungskanäle, Ackerflächen und Siedlungen.
Quellen: PHIVOLCS: Ausbruch und langjährige Laharfolgen · US Geological Survey: Pinatubo 1991 · US Geological Survey: Entstehung und Bewegung von Laharen · US Geological Survey: Verlauf, Vorwarnung und Landschaftsveränderung 1991
Bildnachweis
Willie Scott / USGS / Wikimedia Commons, Public Domain (USGS). WebP; verkleinert, unbeschnitten.Sprachen, Handwerk und die Weitergabe von Wissen
In Tarlac gehören Kapampangan, Ilocano, Tagalog und Pangasinan zur Sprachlandschaft. Zur indigenen Bevölkerung der Region zählen unter anderem Ayta-Gemeinschaften in Zambales, Pampanga und Tarlac sowie Dumagat-Gemeinschaften in Aurora und Zambales. Der regionale Sozialbericht des DSWD von 2021 dokumentiert diese Gemeinschaften.
In Betis, einem Teil von Guagua in Pampanga, wird die lokale Holzschnitztradition Dúkit gepflegt. Geschnitzt werden religiöse Figuren und Möbel. Ein Workshop von 2024 vermittelte neben Schnitztechniken auch Holzbestimmung, Holzerhaltung und Skizzieren. Die Gemeinde Guagua dokumentiert außerdem einen Wettbewerb, der jüngere Menschen an die Holzschnitzerei heranführen sollte. Die Philippine Information Agency führt einen Teil dieser Handwerkerfamilien auf den Bildhauer Juan Culala Flores zurück: Er lernte als Jugendlicher bei Bildhauern in Manila, kehrte mit 19 zurück und unterrichtete Jüngere, die das Handwerk wiederum in ihren Familien weitergaben.
In San Fernando entstehen die großen Laternen des Ligligan Parul. Beim jährlichen Wettbewerb treten Barangays mit aufwendig gestalteten Lichtbildern gegeneinander an. Eine große Laterne kann von Grund auf ein Jahr Arbeit benötigen. Ihre wechselnden Muster werden mit Musik abgestimmt: Handgedrehte Rotoren mit elektrischen Kontakten und Kabeln an Stahlzylindern steuern die Lichter. Dafür arbeiten Laternenbauer, Elektriker und Familien zusammen und geben ihr Wissen weiter. Die Philippine Information Agency beschreibt die Familie David: Edmar gestaltet, sein Bruder Edwin übernimmt die Hauptelektrik, die Schwester Angelica baut die Rotoren.
In Malolos hat auch eine Süßigkeitenverpackung eine eigene handwerkliche Form. Beim Pabalat wird Japanpapier für Pastillas-Verpackungen so ausgeschnitten, dass durchbrochene, spitzenartige Muster entstehen. Die verzierten Papierenden hängen über den Rand der Schalen.
Bulacans kulturelles Erbe umfasst ebenso Literatur, Musik und Bildhauerei. Aus der Provinz stammen der Dichter Francisco Balagtas, der Komponist Nicanor Abelardo und der Bildhauer Guillermo Tolentino.
Quellen: Tarlac: Sprachen und Mehrsprachigkeit · DSWD Field Office III: Sozialbericht 2021, indigene Gemeinschaften · Gemeinde Guagua: Holzschnitzerei in Betis · Philippine Information Agency: Laternenbauer in San Fernando · Provinz Bulacan: Künstler und kulturelles Erbe · Philippine Information Agency: Dúkit-Holzschnitzerei in Pampanga · Stadt Malolos: Pabalat-Papierschnittkunst
Reisforschung und die zivile Nutzung früherer Militärflächen
Die Reisfelder der Ebene gehören zu Central Luzons wirtschaftlichen Grundlagen. In Maligaya in der Science City of Muñoz liegt außerdem die zentrale Versuchsstation von PhilRice. Seit März 1990 führt und koordiniert sie die landesweite Reisforschung und -entwicklung.
Ein konkreter Arbeitsbereich ist das Reis-Informationssystem PRiSM. Central Luzon gehörte 2014 zu seinen sieben Pilotregionen. Radar-Satellitenbilder und Beobachtungen am Boden werden miteinander verbunden, um Reisanbauflächen, Pflanzzeitpunkte und Wachstumsstadien zu kartieren. Feldteams erfassen Anbauverfahren, Pflanzenentwicklung und Erträge und befragen dazu auch Bauern. Daraus entstehen Ertragsschätzungen und Einschätzungen, welche Flächen von Hochwasser oder Dürre betroffen sind. Solche Daten helfen, erwartete Produktionsausfälle und Hilfsmaßnahmen zu beurteilen. Seit 2018 besteht bei PhilRice eine feste Einheit für Daten, Karten, Feldarbeit und die zentrale Datenbank.
Einen anderen wirtschaftlichen Wandel durchliefen die früheren amerikanischen Luftwaffen- und Marinestützpunkte Clark und Subic. Der Republic Act 7227 von 1992 schuf wesentliche Grundlagen für ihre zivile Nutzung, darunter die Bases Conversion and Development Authority und die Subic Bay Metropolitan Authority. Die BCDA koordiniert die Umwandlung, die SBMA verwaltet die Subic-Zone. Das Gesetz verbindet alternative produktive Nutzungen mit wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung, Umweltstandards und Abstimmung mit den Kommunen. Zur zivilen Nutzung gehören Wirtschaftszonen, Flughäfen und Hafenanlagen.
Quellen: PhilRice: Zentrale Versuchsstation · Republic Act 7227 von 1992 · Cooperative Development Authority: Wirtschaft Central Luzons · PhilRice: Aufbau des Reis-Informationssystems PRiSM · PhilRice: Satellitenkarten und Feldbeobachtung
Basisdaten
- Inselgruppe
- Luzon
- Unterseiten
- 7 Subregionen/Provinzen
- Seitentyp
- Administrative Region
- Offizieller Name
- Central Luzon
- Hauptort / Zentrum
- San Fernando
- Einwohner
- 12.989.074 (2024)
- Fläche
- 22.015 km2
- Dichte
- 590 Einw./km2
- ISO-Code
- PH-03
- Koordinaten
- 15.467, 120.750
Subregionen und Provinzen
Aurora
An der Pazifikküste östlich der Sierra Madre. Hauptstadt ist Baler.
Bataan
Bergige Halbinsel zwischen Westphilippinischer See und Manila Bay. Hauptstadt ist Balanga.
Bulacan
Nördlich von Metro Manila, vom Tiefland bis zur Sierra Madre. Hauptstadt ist Malolos.
Nueva Ecija
Landwirtschaftlich geprägte Binnenprovinz mit Reisforschung in Muñoz. Hauptstadt ist Palayan.
Pampanga
Provinz am Pampanga River; ihre Hauptstadt San Fernando ist zugleich Regionalzentrum.
Tarlac
Binnenprovinz mit Ebenen und westlichem Bergland. Hauptstadt ist Tarlac City.
Zambales
Küstenprovinz an der Westphilippinischen See mit dem Zambales-Gebirge im Osten. Hauptstadt ist Iba.
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