El Niño verursacht massive Ernteausfälle in der Davao-Region
EditDie durch das El-Niño-Phänomen verursachten Schäden in der Landwirtschaft der Davao-Region sind auf rund 584,68 Millionen Pesos angestiegen. Wie das Landwirtschaftsministerium in Davao (DA-Davao) am Mittwoch, den 28. Oktober 2026, während eines Briefings des Davao Peace and Security Press Corps im Royal Mandaya Hotel mitteilte, sind von der Trockenheit insgesamt 6.205 Landwirte und 6.634 Hektar Anbaufläche betroffen.
Besonders schwer getroffen hat es den Reisanbau. Laut dem Schadensbericht des DA-Davao belaufen sich die Verluste bei Reis auf 390,24 Millionen Pesos, was 3.793 Landwirte auf einer Fläche von 5.362 Hektar betrifft. Im Anschluss folgen hochwertige Nutzpflanzen mit Verlusten von 126,9 Millionen Pesos, wovon primär Früchte in Höhe von 96,22 Millionen Pesos ausmachen. Zudem verzeichnete die Region Verluste von 35,22 Millionen Pesos bei Nutztieren und Geflügel sowie 32,32 Millionen Pesos im Bereich Mais.
Joedel Leliza, der zuständige Beauftragte für Katastrophenrisikomanagement beim DA-Davao, erklärte, dass die aktuellen Zahlen deutlich über dem vorherigen Bericht liegen. Damals wurden noch Schäden in Höhe von etwa 400 Millionen Pesos und 3.900 betroffene Landwirte ausgewiesen. Der Anstieg um rund 200 Millionen Pesos resultiert vor allem aus der jüngsten Schadensvalidierung in Davao del Sur. Da die speziellen El-Niño-Katastrophenfonds noch nicht abgerufen werden konnten, wurden die Schäden vorerst unter der Kategorie „Feuchtigkeitsstress“ erfasst, da die Ernteausfälle bereits im Januar und Februar sichtbar wurden.
Um die Ernährungssicherheit zu gewährleisten, verfolgt das DA-Davao einen Aktionsplan mit einem Budget von 729,11 Millionen Pesos. Ein Großteil davon, nämlich 678,73 Millionen Pesos, soll die Produktion in Gebieten fördern, die weniger anfällig für Trockenperioden sind. Während Davao del Norte und Davao Occidental in diesem Jahr als weniger gefährdet gelten, wird für Davao del Norte ab Februar mit einer höheren Vulnerabilität gerechnet. Dennoch wird dort durch gezielte Maßnahmen ein Anstieg der Reisproduktion um 20 bis 30 Prozent im zweiten Semester erwartet.
Das Ministerium beschafft derzeit Saatgut, Düngemittel und Kunststofffässer im Wert von 66,34 Millionen Pesos für die betroffenen Landwirte. Die laufende Beschaffung umfasst landesweit etwa 12.416 Landwirte. Zudem wurden zusätzliche 274,09 Millionen Pesos an Soforthilfegeldern beantragt. Leliza rief die Landwirte dazu auf, Regenwasser zu sammeln und kleine Speicheranlagen zu bauen, um für die kommenden trockenen Monate gerüstet zu sein.
Die National Irrigation Administration plant zudem eine Wasserrotation, sollte der Pegel in den Bewässerungssystemen um 0,5 bis 0,6 Meter sinken. In Gebieten mit akutem Wassermangel wird den Landwirten empfohlen, auf dürreresistente Kulturen wie Mungbohnen oder Wassermelonen umzustellen. Das Ministerium hat zudem offene Pumpen für bewässerte Reisfelder bereitgestellt. Zur Information und für eine 10-Tage-Wetterprognose für die Landwirtschaft wird auf die Facebook-Seite Agri Info Davao sowie das Agro-Climatic Advisory Portal verwiesen. Die Wetterbehörde Pagasa prognostiziert zudem, dass sich El Niño zu einem sehr starken Phänomen verstärken und bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten könnte.



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