Cagayan · Babuyan-Inseln

Calayan und der Babuyan-Inselraum

Calayan und die Babuyan-Inseln

Calayan liegt im Babuyan-Inselraum nördlich von Luzon. In Dadao folgen drei Sandbuchten aufeinander, getrennt durch Felsen und überragt von den Nagudungan Hills mit ihrem Leuchtturm. An anderen Küstenabschnitten geht es in Meereshöhlen und zu Wasserfällen. Weiter im Inselinneren führen Wege durch Reisfelder in den Wald – und damit in den Lebensraum eines Vogels, der nur hier vorkommt: der Calayan-Ralle.

Calayan und der Babuyan-Inselraum auf der Karte

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13 Orte auf der Karte
  1. 1. Calayan · InselreferenzCalayan · Inselbezug für Bataraw, Caanawan und Malangsi; keine Eingangspunkte
  2. 2. Hafen Claveria · TaggatClaveria · Fährhafen
  3. 3. Aparri · OrtsreferenzAparri · Ortszentrum; kein bestätigter Anleger
  4. 4. Buchten von Dadao · Sibang CoveCalayan · Sibang als Referenz für die benachbarte Caniwara Cove
  5. 5. Nagudungan Hills · LeuchtturmCalayan · Leuchtturm als Referenz für das Hügelgebiet
  6. 6. Cababaan CoveCalayan · OSM-Strandfläche, kein Eingangspunkt
  7. 7. Dibay · Ortsreferenz für LusokCalayan · Barangay-Referenz; kein Höhleneingang
  8. 8. Magsidel · Ortsreferenz für den Longog-WaldCalayan · Ausgangspunkt im Barangay; keine Wanderroute
  9. 9. Dilam · Ortsreferenz für KüstenzieleCalayan · Barangay-Referenz für Layag, Tagipuro, Kannaway und Dipari
  10. 10. Babuyan ClaroCalayan · Vulkan
  11. 11. Camiguin de BabuyanesCalayan · Vulkan
  12. 12. Fuga Island · InselreferenzAparri · Inselbezug, kein Anlegepunkt
  13. 13. Bangaan ViewpointCalayan · Aussichtspunkt; Gedenkort im Umfeld

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Ortskoordinaten: Calayan · Hafen Claveria · Aparri · Sibang · Nagudungan · Cababaan · Dibay · Magsidel · Dilam · Babuyan Claro · Camiguin de Babuyanes · Fuga · Bangaan Viewpoint.

Über Claveria oder Aparri nach Calayan

Von Manila aus führt ein Weg zunächst mit dem Bus an die Nordküste Luzons. Beispielsweise fährt GV Florida vom Sampaloc-Terminal über Laoag nach Ballesteros und hält unterwegs in Claveria. Dort wechselst Du am Taggat-Hafen aufs Boot nach Calayan. Für die Anreise über Aparri bietet derselbe Busanbieter ab Sampaloc Verbindungen über Ilagan oder Roxas; auch von Aparri führt ein Seeweg zur Insel.

Die philippinische Schifffahrtsbehörde MARINA verzeichnet auf diesen Seeverbindungen Motorboote und die kommunale MV Eagle Ferry. Eine RoRo-Autofähre ist in der Regionaltabelle mit Stand Dezember 2025 nicht aufgeführt. Beim Besuch des Wild Bird Club of the Philippines dauerte die Überfahrt Aparri–Calayan am 7. April 2024 fünf Stunden.

Übernachten und essen auf der Insel

Als Unterkünfte kommen beispielsweise TPS Homestay und Pagdagusan Homestay infrage. Essen bekommst Du bei Gastgebern und in kleinen Lokalen; möchtest Du selbst kochen, findest Du am Markt Lebensmittel.

Welche Wege über Land und welche übers Meer führen

Vom Zentrum Calayans kommst Du mit dem Tricycle zur Sibang Cove und zu den Nagudungan Hills. Lusok, Bataraw und Magsidel lassen sich auf einer Bootstour verbinden, während der Weg zu den Caanawan Falls weiter ins Inselinnere führt.

Was Du dort erleben kannst

Dadaos drei Buchten: Sibang, Caniwara und Cababaan

Sibang ist die mittlere der drei benachbarten Buchten in Dadao; unter der Schreibweise Cibang findest Du denselben Strand. Ein hoher einzelner Fels trennt sie von Caniwara. Vor Dir liegen feiner heller Sand und aquamarinfarbenes Wasser, eingefasst von Felsformationen – Sand, Meer und Wind geben hier den Ton an. Neben der Bucht erheben sich die Nagudungan Hills mit ihrem Leuchtturm. Wie nah Strand und Hügel beieinanderliegen, zeigt ein Besuchsbericht von 2023: Der Autor erkundete diese benachbarte Gruppe östlich der Poblacion mit dem Motorrad.

Caniwara liegt dem Ortszentrum am nächsten, am Fuß von Nagudungan; ihr Sandstrand geht in eine breite, gleichmäßig flache Felsplattform über, die unter Wasser weiterreicht. Zwischen den Steinen vor einem Teil des Strandes wächst Seegras. Ein Fischer erklärte dem Langyaw-Autor 2011, dass sich hier Muscheln, kleine Fische und junge Oktopusse finden lassen. Hinter dem Strand bilden Bäume und andere Pflanzen den Übergang zu den Klippen. Am Buchtrand führt ein steiler Pfad hinauf nach Nagudungan, von wo Du Caniwaras ausgedehnte Uferplattform besonders gut erkennst.

Cababaan liegt hinter Sibang am äußeren Ende der drei Buchten. Hier zieht sich ein langer heller Strand mit feinem, weichem Sand entlang. An seinem fernen Ende steht der von Einheimischen Puraw genannte Fels; seine weiße Gestalt erkennst Du schon vom Aussichtspunkt bei Caniwara. Ein Reisebericht von 2023 nennt ungefähr einen Kilometer von Sibang nach Cababaan und etwa eine Stunde Fußweg von Sibang bis zum Puraw-Fels. 2017 schildert ein Besuchsbericht starke Brandung an den Felsen und eine Rückströmung direkt am Ufer.

Quellen: PIA 2023 · PIA 2024 · NoJuan · Langyaw: Caniwara · LostCrew · KO The Explorer · Miano: Besuch 2023 · MoreDan 2023

Felsformation, Sandstrand und Meer in der Sibang Cove im Gegenlicht
Sibang Cove auf Calayan im März 2024.
BildnachweisJsinglador / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Nagudungan Hills: der Blick über die drei Buchten

Über Caniwara zieht sich Nagudungans Grasland in sanften Wellen dahin, dazwischen stehen vom Wind geneigte Kiefern. Von oben siehst Du Caniwara, Sibang und Cababaan nebeneinander und erkennst ihre unterschiedlichen Ufer. Zur Seeseite bricht das Gelände an steilen Kalkklippen ab; unten trifft die Brandung auf Fels. Unter den Klippen liegen Höhlen und Hohlräume, darunter nahe am Meer eine breite, seichte Felsmulde mit Rillen zur Öffnung hin. Der Leuchtturm gehört zu diesem offenen Hügelbild und ist vom Bereich der Buchten aus zu sehen.

Quellen: Gemeinde Calayan · PIA 2023 · Langyaw: Nagudungan · TuristaBoy 2026

Bangaan Viewpoint: Meerblick und die Erinnerung an ein Schiffsunglück

Am Bangaan Viewpoint in Dadao blickst Du zum Meer und zum Flughafen; ein Besuchsbericht von 2026 beschreibt hier auch den Sonnenuntergang. Das Gelände war abgegrenzt; die Gruppe wurde damals mit ihrem Guide eingelassen. Zum nahen Marinegedenkort führt ein Spaziergang. Der Shrine of RPS Datu Kalantiaw erinnert mit seinem Marker an die Offiziere und Mannschaft des gesunkenen Kriegsschiffs. Am 21. September 1981 drückte Taifun Clara die Datu Kalantiaw gegen die Felsen von Calayan Point, wo sie kenterte. 79 der 97 Besatzungsmitglieder starben; philippinische und US-amerikanische Einheiten begannen am folgenden Tag mit der Rettung und brachten die Überlebenden nach Laoag.

Quellen: Wikivoyage · LostCrew · Maritime Review · TuristaBoy 2026 · KO The Explorer

Lusok Cave: durch Meerwasser in die Grotte

Lusok, auch Lussok geschrieben, öffnet sich an der Felsküste von Barangay Dibay. Der großen Öffnung folgen kleinere Kammern. In einer liegt ein von Meerwasser gespeistes unterirdisches Becken, dessen Lichtreflexe über die Felswände wandern. Ein kleiner Altar gibt der Grotte zugleich eine religiöse Bedeutung. In einer seitlichen kleineren Höhle liegen farbige Steine. Ein Bericht über einen Besuch von 2023 hält außerdem Fledermäuse und Salanganen fest. Die Gemeinde beschreibt den Einstieg durch ungefähr brusthohes Meerwasser; bei dem Besuch von 2023 folgte auf die Bootsfahrt ein Transfer mit Schwimmkörpern.

Quellen: Gemeinde Calayan · PIA 2024 · LostCrew · Traveling Light · KO The Explorer · Miano: Besuch 2023

Felsige Küstenhöhle mit blaugrünem Wasser und kleinen Schwimmern im Hintergrund
Lussok Cave auf Calayan im März 2024.
BildnachweisJsinglador / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Bataraw und Caanawan: zwei unterschiedliche Wege zum Wasserfall

Bataraw in Magsidel ist ein kleiner Süßwasserfall, dessen Umgebung von großen Felsblöcken geprägt wird. In den Reiseberichten folgt auf den Lusok-Besuch eine weitere Bootsetappe dorthin. 2017 verhinderten Felsblöcke direktes Anlegen; ein improvisierter Schwimmkörper brachte die Gruppe ans Ufer. Für den anschließenden Fußweg nennt der 2020 veröffentlichte Bericht von Traveling Light fünf bis zehn Minuten. Kurz bedeutet hier nicht eben: Der Zugang führt über Felsen und herabgefallene Äste bis zum Wasserfall.

Caanawan liegt weiter im Inselinneren, ebenfalls in Magsidel; drei Kaskaden fallen dort in ein gemeinsames Becken. Der längere Fußweg führt Dich zunächst durch Reisfelder und anschließend in dichten Wald. Auf dem unebenen Pfad liegen Felsblöcke und gefallene Äste, die den Anmarsch mitprägen. Im letzten Abschnitt geht es unter dem Blätterdach über natürliche Stufen zum Wasser hinunter. Traveling Light beschreibt in seinem 2020 veröffentlichten Bericht, wie ein Motorrad einen Teil dieses Anmarschs verkürzte.

Quellen: PIA-Fälle · Two Monkeys · Traveling Light · LostCrew · Miano: Besuch 2023 · KO The Explorer

Malangsi: wo Süßwasser in die Meereshöhle fällt

Bei Malangsi in Cabudadan treffen Süßwasser und Meer aufeinander: Ein Wasserfall läuft über die Felsen in den Bereich der Küstenhöhle. Die Philippine Information Agency beschreibt den Höhlenraum 2024 als größer und sein Becken als breiter und tiefer als bei Lusok. Davor erscheinen bei Niedrigwasser Felsbecken und verschwinden bei steigendem Wasser wieder. Bei einem Sommerbesuch von 2023 fiel dem Autor eines Reiseberichts der hohe Höhleneingang auf, während der Wasserfall nur wenig Wasser führte. Die Gruppe kam damals mit dem Boot und nutzte für das letzte Stück zur Küste einen kleineren Schwimmkörper.

Quellen: PIA 2024 · PIA-Fälle · LostCrew · Miano: Besuch 2023

Dilams Küste: Layag, Tagipuro, Kannaway und Dipari

Layag White Beach ist eine kleine Sandbucht an Dilams Küste, deren große Felsen flaches Innenwasser einfassen. Während sich darin der Himmel spiegelt, brechen weiter draußen Wellen über dem Riff. Breite Riffplatten tragen kleine natürliche Wasserbecken. We Wander PH zeigt in seinem 2024 veröffentlichten Film die Motorrad-Anreise mit anschließendem Fußweg durch Vegetation und an Häusern vorbei sowie die Küstenverbindung von Kannaway zu Layag zwischen großen Felsen. Der Sprecher beschreibt Layag in diesem Bericht als einen bei den Bewohnern beliebten Badeplatz.

Bei den Tagipuro Islets bestimmen raue dunkle Felsblöcke mit Pflanzen in den Zwischenräumen das Ufer. Riffplatten reichen meerwärts, unterbrochen von kleinen Sandstellen und Wasserbecken; dahinter siehst Du vorgelagerte Inseln. Im 2024 veröffentlichten Film von We Wander PH watet die Gruppe hinüber und findet am Folgemorgen einen höheren Wasserstand vor. Der Sprecher deutet den Namen Taguipuro als Ilocano-Ausdruck für eine kleine Insel. Unter den Felsformen zeigt er zwei nebeneinander aufragende Blöcke mit einer Öffnung dazwischen; auf der Insel beschreibt er bereits angelegte Fußwege.

In der Kannaway Cave liegt ein türkisfarbenes Becken unter einer unregelmäßigen Felsöffnung, in einem vergleichsweise kompakten Innenraum. Das einfallende Licht zeigt untergetauchte Steine, während die strukturierten Wände Schatten auf das Wasser werfen. Am Zugang zum Becken liegen scharfe, unebene Felsen. Der Reiseautor Sonnyboy Pacursa führt den Namen in seinem 2023 veröffentlichten Bericht auf große weiße Reiher zurück, die sich seiner Beschreibung nach regelmäßig über der Höhle versammelten. Der ältere Lakwatsero-Reiseführer nennt ein gechartertes Boot als Besuchsart für die auch Kanaway geschriebene Höhle.

Dipari ist eine kleine unbewohnte Insel vor Barangay Dilam. Ein 2024 veröffentlichter Film von We Wander PH zeigt helle Strandabschnitte am Fuß hoher Felswände und darüberliegende Plateaus. Die kerzenartig aufragenden Felsformen heißen laut der Erklärung im Film Kimmandela – eine örtliche Benennung nach ihrer Gestalt. Der Autor besuchte Dipari auf Einladung zusammen mit Bewohnern Dilams und kam mit einem Motorboot dorthin. Zum Besuch gehörten örtlicher Fang von Fisch, Hummern und Schalentieren sowie ein gemeinsames Mittagessen. Auch Sportfischer fahren nach Dipari: Die PIA nennt 2024 private Angelboote und Yachten, die laut einem örtlichen Bootsbetreiber bei gutem Wetter kamen. Der BFAR-Regionalbericht für 2024 führt Dipari außerdem als vorgeschlagenes Meeresschutzgebiet auf.

Quellen: PIA 2024 · RJd: Reise · Pacursa 2023 · Lakwatsero · BFAR 2024 · We Wander: Dilam · We Wander: Dipari · RJd: Dilam

Magsidel und Longog: dem Piding im Wald auf der Spur

Der Piding, die 2004 entdeckte Calayan-Ralle, kommt nur auf Calayan vor. An ihrem dunklen Körper fallen der orangerote Schnabel und die gleichfarbigen Beine auf. Ihr Lebensraum liegt unter anderem am bewaldeten, kuppelförmigen Mt. Bagasol in Magsidel, der teilweise zum Longog Wildlife Sanctuary gehört. Zwischen Dornenpalmen und Lianen leben Stabschrecken, Spinnen und Zikaden; am Boden sucht die Ralle nach Schnecken und Insekten und bleibt im dichten Grün schwer zu entdecken. Der Wald ist zugleich Wassereinzugsgebiet für die Gemeinde.

Die WBCP-Exkursion im April 2024 begann in Magsidel mit zwei steilen Anstiegen; danach folgten lange flache Stücke mit einzelnen Steigungen und ISLA-Monitoringstationen. Nach Stunden gelang eine kurze Sichtung, bevor die Gruppe mit einem Waldwächter im Longog-Wald erfolglos weitersuchte.

Auf die Entdeckung folgte die Erforschung des Lebensraums: Ein Schutzprojekt von 2005 plante Untersuchungen zu Verbreitung und Bestand, Zusammenarbeit mit Inselbewohnern und Bildungsarbeit. Eine Studie von 2018 untersuchte Hauskatzen und stellte fest, dass ihre Streifgebiete über Pufferzonen hinweg in den Lebensraum der Ralle reichten. Für den seltenen Vogel bedeutet das ein mögliches Risiko durch Beutegreifer.

Quellen: WBCP 2024 · Eazy Traveler · CLP 2005 · UPLB 2018

Calayan-Ralle mit dunklem Gefieder, orangerotem Schnabel und orangeroten Beinen am Waldboden
Der Piding, die nur auf Calayan heimische Ralle.
BildnachweisJohntaklob / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Babuyan und Fuga: Calayan im größeren Inselraum

Calayan gehört zum Babuyan-Inselraum, in dem auch die aktiven Vulkane Babuyan Claro und Camiguin de Babuyanes liegen. Camiguin de Babuyanes gehört zu Cagayan und ist nicht die Insel Camiguin bei Mindanao.

In diesem Meeresgebiet sind auch Buckelwale wissenschaftlich dokumentiert: Eine 2007 veröffentlichte Studie wertet Erhebungen rund um die Babuyan-Inseln aus den Jahren 2000 bis 2003 aus. Die Inselgruppe ist dabei nicht mit der Gemeinde Calayan gleichzusetzen, denn Fuga gehört als Insel-Barangay zu Aparri in Cagayan.

Quellen: PIA 2024 · PHIVOLCS · Acebes et al. 2007 · PSA: Fuga

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