Region V · Südöstliches Luzon und Inselprovinzen

Bicol Region

Albay, Camarines Norte, Camarines Sur, Catanduanes, Masbate und Sorsogon

Die Bicol Region, amtlich Region V, liegt im Südosten Luzons und umfasst sechs Provinzen: Albay, Camarines Norte, Camarines Sur, Catanduanes, Masbate und Sorsogon. Vier liegen auf der Bicol-Halbinsel, Catanduanes und Masbate sind Inselprovinzen.

Zur Region gehören die Reislandschaften der Bicol-Ebene, die Vulkanlandschaften um Mayon, Isarog und Iriga sowie Küsten an mehreren Meeren. Legazpi ist das Regionalzentrum, Naga ein weiterer Handels-, Bildungs- und Kirchenstandort. Abacafasern aus Catanduanes, Rinderhaltung auf Masbate und Geothermie in Albay und Sorsogon zeigen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Schwerpunkte.

Orte und Landschaften auf der Karte

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40 Orte auf der Karte
  1. 1. Camarines NorteBicol · Provinzreferenz
  2. 2. Camarines SurBicol · Provinzreferenz
  3. 3. AlbayBicol · Provinzreferenz
  4. 4. SorsogonBicol · Provinzreferenz
  5. 5. CatanduanesBicol · Inselreferenz
  6. 6. MasbateBicol · Provinzreferenz
  7. 7. TicaoBicol · Inselreferenz
  8. 8. BuriasBicol · Inselreferenz
  9. 9. Maqueda ChannelBicol · Meeresstraßenreferenz
  10. 10. Lagonoy GulfBicol · Buchtreferenz
  11. 11. Ragay GulfBicol · Buchtreferenz
  12. 12. San Miguel BayBicol · Buchtreferenz
  13. 13. BuhiBicol · Seereferenz
  14. 14. BatoBicol · Seereferenz
  15. 15. Caramoan-HalbinselBicol · Gebietsreferenz im Caramoan National Park
  16. 16. IsarogBicol · Bergreferenz
  17. 17. IrigaBicol · Bergreferenz
  18. 18. MayonBicol · Vulkanreferenz
  19. 19. LegazpiBicol · Stadtreferenz
  20. 20. NagaBicol · Stadtreferenz
  21. 21. PiliBicol · Ortsreferenz
  22. 22. DaetBicol · Ortsreferenz
  23. 23. ViracBicol · Ortsreferenz
  24. 24. Masbate CityBicol · Stadtreferenz
  25. 25. Sorsogon CityBicol · Stadtreferenz
  26. 26. CagsawaBicol · Ruinen
  27. 27. LigaoBicol · Stadtreferenz
  28. 28. DaragaBicol · Ortsreferenz
  29. 29. Peñafrancia-SchreinBicol · Bauwerk
  30. 30. Naga Metropolitan CathedralBicol · Bauwerk
  31. 31. TiwiBicol · Ortsreferenz
  32. 32. Bacon-ManitoBicol · Kraftwerksreferenz
  33. 33. Lamon BayBicol · Buchtreferenz
  34. 34. TabacoBicol · Stadtreferenz
  35. 35. BacacayBicol · Ortsreferenz
  36. 36. Basilica MinoreBicol · Bauwerk
  37. 37. Naga RiverBicol · Flussreferenz an der Mündung
  38. 38. CamaligBicol · Ortsreferenz
  39. 39. Rapu-RapuBicol · Insel-/Gemeindereferenz
  40. 40. Bicol RiverBicol · Flussreferenz an der Mündung

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ortskoordinaten: Camarines Norte · Camarines Sur · Albay · Sorsogon · Catanduanes · Masbate · Ticao · Burias · Maqueda Channel · Lagonoy Gulf · Ragay Gulf · San Miguel Bay · Buhi · Bato · Caramoan-Halbinsel · Isarog · Iriga · Mayon · Legazpi · Naga · Pili · Daet · Virac · Masbate City · Sorsogon City · Cagsawa · Ligao · Daraga · Peñafrancia-Schrein · Naga Metropolitan Cathedral · Tiwi · Bacon-Manito · Lamon Bay · Tabaco · Bacacay · Basilica Minore · Naga River · Camalig · Rapu-Rapu · Bicol River

Bicol: Landschaften, Geschichte und regionale Unterschiede

Eine Halbinsel mit zwei Inselprovinzen

Die Festlandsprovinzen bilden den südöstlichen Ausläufer Luzons. Camarines Norte liegt im nordwestlichen Teil der Halbinsel, Camarines Sur schließt sich nach Süden an. Über Albay setzt sich der Festlandsraum bis Sorsogon fort, das an der Südspitze Luzons den Übergang zu den Visayas bildet.

Catanduanes liegt östlich von Camarines Sur, getrennt durch den Maqueda Channel. Die Philippine Sea und der Lagonoy Gulf gehören zu seinen angrenzenden Gewässern. Virac ist die Provinzhauptstadt; die Insel gliedert sich in elf Gemeinden.

Masbate besteht aus den drei Hauptinseln Masbate, Ticao und Burias sowie kleineren Inseln. An die Provinz grenzen im Osten die Samar-See, im Westen die Sibuyan-See und im Süden die Visayan-See. Im Norden liegen Burias Pass und Ticao Pass.

Quellen: Cooperative Development Authority: Profile of the Region · Department of Agriculture, SAAD: Catanduanes · PSA: Masbate, geografischer Hintergrund im Zensusbericht 2000 · PSA: 2024 Regional Social and Economic Trends, Regional Profile

Vom Küstenland zur Bicol-Ebene

Camarines Norte liegt zwischen den Cadig-Labo-Bergzügen und dem Pazifik. Hügel und Bergland gehen dort in eine fruchtbare Küstenebene über. Die Provinz grenzt im Westen an die Lamon Bay, im Osten an Pazifik und San Miguel Bay; ihre südlichen Nachbarn sind Quezon und Camarines Sur.

In Camarines Sur öffnet sich zwischen den Gebirgszügen die Bicol-Ebene. Die Provinz reicht vom Ragay Gulf im Westen bis zum Lagonoy Gulf im Osten; nach Norden liegen San Miguel Bay und Pazifik. Der zentrale Tieflandraum, die Seen Buhi und Bato sowie die bergige Caramoan-Halbinsel gehören zu unterschiedlichen Landschaften innerhalb derselben Provinz. Isarog und Iriga setzen markante Höhenpunkte.

Die Bicol-Ebene wird von Flussablagerungen geprägt; entlang des Bicol River liegen schluffhaltige Böden. An den Küsten von Camarines Sur kommen Mangroven und Nipa-Sümpfe vor. Camarines Sur ist die flächengrößte der sechs Provinzen, Catanduanes die kleinste.

Quellen: Provinz Camarines Norte/DILG: Provincial Profile, Seiten 21–23 · Department of Agriculture, SAAD: Catanduanes · Provincial Government of Camarines Sur: Provincial Profile · PSA: 2024 Regional Social and Economic Trends, Regional Profile

Legazpi und Naga übernehmen unterschiedliche Aufgaben

Legazpi ist das Regionalzentrum Bicolands und zugleich die Hauptstadt Albays. Die PSA verbindet seine Auswahl als Regionalzentrum mit der Lage der Stadt an Albays südöstlicher Küste und ihrer Erreichbarkeit auf dem Land-, Luft- und Seeweg. Legazpi ist außerdem ein bedeutendes Wirtschaftszentrum der Provinz.

Naga ist ein Handels-, Bildungs- und Kirchenzentrum im Raum Camarines Sur. Die Stadt liegt am Zusammenfluss von Naga und Bicol River, umgeben von landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich und für die Fischerei genutzten Gebieten. Als Independent Component City besitzt sie einen provinzunabhängigen Verwaltungsstatus. Den heutigen Stadtstatus erhielt Naga 1948; die Stadtregierung wurde am 15. Dezember desselben Jahres eingeweiht.

Die Hauptstadt von Camarines Sur ist Pili. Die übrigen Provinzsitze sind Daet für Camarines Norte, Virac für Catanduanes, Masbate City für Masbate und Sorsogon City für Sorsogon. Die PSA-Regionalübersicht von 2024 führt insgesamt sieben Städte in Bicol auf.

Quellen: PSA: 2024 Regional Social and Economic Trends, Regional Profile und Provinztabellen · City Government of Naga: Historical Background · Department of Agriculture, SAAD: Catanduanes

Flusssiedlung, Kolonialstadt und wechselnde Provinzgrenzen

Als Juan de Salcedo 1573 Naga erreichte, bestand dort bereits eine Gemeinschaft am Fluss. Die spätere spanische Stadt Cáceres beziehungsweise Nueva Cáceres entstand neben diesem lokalen Siedlungsraum; beide entwickelten sich im Lauf der Zeit zu einer gemeinsamen Stadt. 1595 wurde Cáceres Bischofssitz. Nueva Cáceres war außerdem Verwaltungssitz von Ambos Camarines und später von Camarines Sur. Unter amerikanischer Herrschaft wurde die Stadt zunächst zu einer Gemeinde herabgestuft; 1919 erhielt sie wieder den Namen Naga.

Die Camarines-Provinzen wurden 1829 erstmals in Norte und Sur geteilt. 1854 folgte eine Wiedervereinigung als Ambos Camarines, 1857 eine erneute Trennung und 1893 wieder eine Zusammenlegung. Diese gemeinsame Provinz bestand auch noch während der Revolution gegen Spanien.

Das Gesetz Nr. 2809 vom 3. März 1919 ermächtigte den Generalgouverneur, Camarines Norte wieder als selbständige Provinz einzurichten. Es bestimmte Daet als Hauptstadt und legte fest, dass das verbleibende Gebiet Camarines Sur heißen sollte. Auch die Aufteilung von Vermögen, Verbindlichkeiten und öffentlichen Mitteln zwischen den beiden Provinzen war im Gesetz geregelt.

Quellen: City Government of Naga: Historical Background · Provinz Camarines Norte/DILG: Brief Historical Background · Act No. 2809 vom 3. März 1919, Volltext bei Lawphil

Cagsawa: Der Vulkan gehört zur Ortsgeschichte

Der historische Marker von Cagsaua, heute meist Cagsawa geschrieben, erinnert an die Zerstörung des damaligen Orts durch den Mayon-Ausbruch am 1. Februar 1814. Die 1940 angebrachte Tafel berichtet von Felsen, Lava und Vulkanasche, die den Ort verschütteten, und nennt ungefähr 1.200 Tote. Diese Opferzahl ist die Angabe des historischen Denkmals.

Am 16. Juli 1814 versammelten sich die örtlichen Behörden in Ligao und beschlossen nach Darstellung des Markers, den Ort nach Daraga zu verlegen. Zum hundertsten Jahrestag 1914 kamen Menschen aus Bicol zu einer Wallfahrt nach Cagsawa zusammen; über den Kirchenruinen wurde eine Messe für die Opfer gefeiert.

Die von den Philippinen bei UNESCO eingereichte Mayon-Kulturlandschaft umfasst neben dem Vulkan auch die Kirchen von Daraga und Camalig sowie die Ruinen von Cagsawa und Budiao. Die Gebäude dokumentieren unter anderem die Verwendung vulkanischen Baumaterials und Ortsverlegungen nach Ausbrüchen. Die Kulturlandschaft steht auf der Tentativliste, der Vorschlagsliste für mögliches Welterbe. Sie ist damit noch keine eingeschriebene Welterbestätte.

Quellen: National Historical Commission of the Philippines: Town of Cagsaua, Marker von 1940 · UNESCO World Heritage Centre: Mayon Volcano Cultural Landscape, Tentative List

Steinerne Kirchenruinen von Cagsawa in Daraga zwischen Bäumen
Kirchenruinen von Cagsawa in Daraga, Aufnahme von 2018.
BildnachweisDaxster16 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Ethnische Zugehörigkeit und sprachliche Vielfalt

Im Zensus 2020 war Bikol/Bicol in fünf Provinzen die häufigste ethnische Zuordnung: In Albay betrug der Anteil 95,6 Prozent, in Catanduanes 94,5, in Sorsogon 92,7, in Camarines Sur 91,6 und in Camarines Norte 85,6 Prozent. In Masbate entfielen dagegen 70,2 Prozent auf Masbateño/Masbatenon. Die Statistik erfasst ethnische Zugehörigkeit, nicht die gesprochene Sprache.

Bei der Erhebung zur gewöhnlich im Haushalt gesprochenen Sprache nannten in Catanduanes 97,7 Prozent der Haushalte Bikol/Bicol und 2,1 Prozent Tagalog. Innerhalb der Insel unterscheidet eine Dialektologiestudie der University of the Philippines Diliman drei größere Varietätenräume: den Norden, den Südosten und den Westen. Sie unterscheiden sich in Wortschatz und Lautsystem und gliedern sich weiter in lokale Untervarietäten.

Die Studie beschreibt eine stärkere Abweichung der nördlichen von den südlichen Varietäten. Südost- und West-Catanduanes weisen größere Ähnlichkeiten auf; dazwischen und zu den anderen Sprachräumen bestehen Übergangszonen. Die Einteilung beruht auf Feldarbeit in allen 315 Barangays der Provinz.

Quellen: PSA Bicol: Ethnicity in Bicol Region, 2020 Census · PSA Catanduanes: Languages Spoken in Local Households, Zensus 2020 · UP Diliman, Department of Linguistics: Catanduanes – A Dialectology

Peñafrancia verbindet Glaubenspraxis und Stadtleben

Die Verehrung der Our Lady of Peñafrancia gehört zu Nagas religiösen Traditionen. Die Gläubigen nennen sie Ina. Ihr historischer Schrein wurde nach Darstellung der Stadtregierung 1711 auf Initiative des Geistlichen Miguel Robles de Covarrubias errichtet und gilt als ursprüngliche Heimat des Bildnisses. Die Stadt verbindet mit Covarrubias die Einführung der Verehrung in Bicol.

Das Fest im September umfasst eine neuntägige Novene, eine Folge gemeinsamer Gebete zu Ehren der Our Lady of Peñafrancia. Die Traslacion eröffnet sie mit der Übertragung des Bildnisses zur Naga Metropolitan Cathedral. Am neunten Tag führt eine Flussprozession das Bildnis über den Naga River zur Basilica Minore zurück.

Bei dieser Prozession stehen die Bildnisse der Our Lady of Peñafrancia und des Divino Rostro gemeinsam mit Geistlichen auf einem geschmückten Boot. Kanus mit ausgewählten Gläubigen, den Voyadores, begleiten die Fahrt. Weitere Gläubige verfolgen die Prozession von den Flussufern. Nach der Ankunft an der Basilika wird eine Messe gefeiert.

Quellen: City Government of Naga: The Historic and Original Home of Ina – Peñafrancia Shrine · ICHCAP, Royce Lyssah Malabonga: Peñafrancia Fluvial Procession Festival, 2018

Fassade des Peñafrancia-Schreins in Naga
Peñafrancia-Schrein in Naga, aufgenommen am 15. April 2023.
BildnachweisPatrickroque01 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Abaca auf Catanduanes, Rinder auf Masbate

Catanduanes erzeugte nach Angaben der PSA 2025 rund 11.257 Tonnen Abacafasern. Das entsprach 20,2 Prozent der philippinischen Gesamtproduktion und 87,5 Prozent der Produktion Bicolands. Die Insel war damit in diesem Bezugsjahr der größte Abacaproduzent des Landes. Der Status als „Abaca Capital“ ist auch gesetzlich in Republic Act No. 11700 verankert.

Masbate besitzt eine bedeutende Rinderwirtschaft. Der nationale PSA-Jahresbericht weist für 2023 eine Produktion von 9.890 Tonnen Lebendgewicht aus. Die Provinz stand damit hinter Bukidnon, Batangas und Pangasinan an vierter Stelle. Lebendgewicht bezeichnet das Gewicht der lebenden Tiere, nicht die Menge verkaufsfertigen Rindfleischs.

Die Tiefebenen von Camarines Sur werden für Reisanbau genutzt, während in den nordwestlichen Gebieten auch Kokos und Mais eine Rolle spielen. Entlang des Ragay Gulf gehört Küstenfischerei zu den Erwerbsgrundlagen. Im Seengebiet um Buhi und Bato kommt Binnenaquakultur hinzu; im Raum der Caramoan-Halbinsel spielen Abacaverarbeitung und Meeresfischerei eine Rolle.

Quellen: PSA Catanduanes: Abaca Production in 2025, veröffentlicht am 6. Mai 2026 · PSA: Cattle Situation Report January–December 2023, Abbildung 3 · Provincial Government of Camarines Sur: Provincial Profile

Geothermie und Dienstleistungen ergänzen das ländliche Bild

In Albay liegt das Geothermiekraftwerk Tiwi; Bacon-Manito verbindet Standorte in Albay und Sorsogon. Das Register des Department of Energy führte zum 31. Januar 2024 für Tiwi 234 Megawatt und für das Kraftwerk Bacon-Manito 140 Megawatt installierte Leistung. Beide waren als kommerziell betrieben erfasst. Diese Werte beschreiben die Anlagenkapazität an diesem Stichtag, nicht ihre jährliche Stromerzeugung.

Dienstleistungen stellten nach den PSA-Wirtschaftsdaten für 2024 insgesamt 51 Prozent der regionalen Wirtschaftsleistung, die Industrie 36 Prozent und Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei zusammen 13 Prozent. Zu den Dienstleistungen zählen unter anderem Handel, Verkehr, Bildung und Gesundheitswesen. Der Industriesektor umfasst neben verarbeitendem Gewerbe auch Bergbau, Bauwirtschaft sowie Energie- und Wasserversorgung.

In Catanduanes war die Industrie 2024 mit 47,4 Prozent der größte Wirtschaftssektor. In den fünf anderen Provinzen lagen Dienstleistungen vorne: Ihr Anteil reichte von 43,2 Prozent in Masbate bis zu 58,1 Prozent in Albay. Diese Anteile beziehen sich auf die Wirtschaftsleistung, nicht auf die Zahl der Beschäftigten.

Quellen: Department of Energy: Awarded Geothermal Power Projects, Stand 31. Januar 2024 · PSA: Economic Performance of Regional Economies for 2024, Bicol Region · PSA: Economic Structure of the Provinces in Bicol Region, 2024

Albays Biosphärenreservat: Wälder, Küsten und Handwerk

Albay gehört seit 2016 zum UNESCO-Netz der Biosphärenreservate. Das Gebiet reicht von Küsten- und Meeresräumen bis zum 2.462 Meter hohen Mayon; sein mariner Teil erreicht eine Wassertiefe von 223 Metern. Im Landesinneren liegen offene Lebensräume, Grasland und Wälder; an der Küste wechseln Mangroven mit Städten und landwirtschaftlich genutzten Flächen.

UNESCO nennt für das Reservat 182 Landpflanzenarten, davon 46 endemische. In den Küsten- und Meeresökosystemen sind zwölf Mangrovenarten, 40 Arten von Meeresalgen und zehn Seegrasarten erfasst. Fünf der weltweit sieben Meeresschildkrötenarten kommen in Albay vor. Außerdem sind vier endemische Säugetier- und zwölf endemische Vogelarten verzeichnet, darunter die Luzon-Dolchstichtaube. Bei den Amphibien sind 13 von 17 Arten endemisch.

Zur Kulturlandschaft gehören Ackerbau und Nassreisanbau ebenso wie Fischerei und örtliches Handwerk. Tiwi ist für Töpferei bekannt, Tabaco für die Herstellung von Messern, Bacacay für geflochtene Matten und Daraga für Abacahandwerk. Die auf Rapu-Rapu wachsende Karagumoy-Pflanze liefert außerdem Blätter, aus denen Angehörige der Tabo-Gemeinschaft Taschen flechten.

Quellen: UNESCO Man and the Biosphere Programme: Albay

Vulkan Mayon über Legazpi im Abendlicht
Mayon und Legazpi im Abendlicht, aufgenommen am 9. Mai 2018.
BildnachweisTJBesa3 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Basisdaten

Inselgruppe
Luzon
Unterseiten
6 Subregionen/Provinzen
Seitentyp
Administrative Region
Offizieller Name
Bicol Region
Hauptort / Zentrum
Legazpi
Einwohner
6.064.426 (2024)
Fläche
18.156 km2
Dichte
334 Einw./km2
ISO-Code
PH-05
Koordinaten
13.500, 123.333

Subregionen und Provinzen

Quellen und Lizenzhinweise

Die Texte dieser Seite sind eigenständig formuliert. Wikipedia und Wikidata dienen hier als Daten- und Kontrollquellen; Wikipedia-Fließtext wurde nicht kopiert.

Datenabgleich: 2026-07-14

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