Region XII · Südliches Zentralmindanao

SOCCSKSARGEN

Cotabato, Sarangani, South Cotabato, Sultan Kudarat und General Santos

SOCCSKSARGEN verbindet im südlichen Zentralmindanao weite Flussebenen mit Hochlandseen, Vulkanbergen und der Küste an der Celebessee. Landwirtschaft und Fischerei prägen die Region ebenso wie die Geschichte der Maguindanaon, indigene Gemeinschaften und die Zuwanderung aus anderen Teilen der Philippinen. Koronadal ist ihr Verwaltungszentrum, General Santos ihr wichtigstes Handels- und Industriezentrum.

Der lange Name setzt sich aus South Cotabato, Cotabato, Sultan Kudarat, Sarangani und General Santos zusammen. Dahinter stehen vier Provinzen und eine von den Provinzverwaltungen unabhängige Großstadt. Bei der Volkszählung zum 1. Juli 2024 lebten in der Region 4.462.776 Menschen.

Wenn Du SOCCSKSARGEN auf der Karte einordnest, helfen zunächst die großen Landschaftsräume: Im Binnenland liegen das Cotabato-Becken und die Täler von Allah und Koronadal, weiter südlich die Hochländer und die Sarangani Bay. Die Flüsse verbinden diese Räume über heutige Provinz- und Regionsgrenzen hinweg.

SOCCSKSARGEN auf der Karte

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46 Orte auf der Karte
  1. 1. KoronadalSouth Cotabato · Ortsreferenz
  2. 2. General SantosSOCCSKSARGEN · eigenständige Stadt · Ortsreferenz
  3. 3. Cotabato CityBARMM · unmittelbarer Regionsrand · Ortsreferenz
  4. 4. KidapawanCotabato · Provinz · Ortsreferenz
  5. 5. IsulanSultan Kudarat · Ortsreferenz
  6. 6. TacurongSultan Kudarat · Ortsreferenz
  7. 7. AlabelSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  8. 8. GlanSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  9. 9. MalapatanSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  10. 10. MalungonSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  11. 11. KiambaSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  12. 12. LebakSultan Kudarat · Ortsreferenz
  13. 13. KalamansigSultan Kudarat · Ortsreferenz
  14. 14. PalimbangSultan Kudarat · Ortsreferenz
  15. 15. BagumbayanSultan Kudarat · Ortsreferenz
  16. 16. TupiSouth Cotabato · Ortsreferenz
  17. 17. TampakanSouth Cotabato · Ortsreferenz
  18. 18. PolomolokSouth Cotabato · Ortsreferenz
  19. 19. MagpetCotabato · Provinz · Ortsreferenz
  20. 20. MakilalaCotabato · Provinz · Ortsreferenz
  21. 21. SurallahSouth Cotabato · Ortsreferenz
  22. 22. Lake Sebu · SeeSouth Cotabato · Gewässerreferenz
  23. 23. MatutumSouth Cotabato / Sarangani · Gebietsreferenz
  24. 24. Mount Apo · Natural ParkCotabato / Davao del Sur / Davao City · Gebietsreferenz
  25. 25. Allah ValleySouth Cotabato / Sultan Kudarat · Gebietsreferenz
  26. 26. Allah RiverSouth Cotabato / Sultan Kudarat · Gewässerreferenz
  27. 27. Pulangi RiverBukidnon / Cotabato · Gewässerreferenz
  28. 28. Buluan RiverCotabato / Maguindanao del Sur · Gewässerreferenz
  29. 29. Lake BuluanCotabato / Sultan Kudarat / Maguindanao del Sur · Gewässerreferenz
  30. 30. Libungan RiverCotabato · Provinz · Gewässerreferenz
  31. 31. Malitubog RiverCotabato · Provinz · Gewässerreferenz
  32. 32. Liguasan MarshCotabato / BARMM · Feuchtgebiet · Gebietsreferenz
  33. 33. Sarangani · ProvinzSarangani · Gebietsreferenz
  34. 34. Cotabato · ProvinzSOCCSKSARGEN · Gebietsreferenz
  35. 35. South Cotabato · ProvinzSouth Cotabato · Gebietsreferenz
  36. 36. Sultan Kudarat · ProvinzSultan Kudarat · Gebietsreferenz
  37. 37. Davao del Sur · unmittelbare ParkgrenzeDavao Region · angrenzender Mount Apo-Parkraum · Gebietsreferenz
  38. 38. Davao City · unmittelbare ParkgrenzeDavao Region · angrenzender Mount Apo-Parkraum · Ortsreferenz
  39. 39. Sarangani BaySarangani / General Santos · Gewässerreferenz · Gewässerreferenz
  40. 40. Kabacan RiverCotabato · Gewässerreferenz · Gewässerreferenz
  41. 41. MaasimSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  42. 42. MaitumSarangani · Provinz · Ortsreferenz
  43. 43. T'boli · GemeindeSouth Cotabato · Ortsreferenz
  44. 44. Lake Sebu · GemeindeSouth Cotabato · Gemeinde, nicht See · Ortsreferenz
  45. 45. Lake LahitLake Sebu · South Cotabato · Gewässerreferenz
  46. 46. Lake SelotonLake Sebu · South Cotabato · Gewässerreferenz

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Ortskoordinaten: SOCCSKSARGEN administrative and geographic references · Mount Matutum coordinates · Allah River and Allah Valley · Lake Sebu coordinates · Lake Buluan coordinates · Ligawasan Marsh geographic reference · Sarangani Bay Wikidata P625 · Kabacan River Wikidata P625 · Maasim coordinates · Maitum coordinates · T'boli coordinates · Lake Sebu municipality coordinates · Wikidata: Lake Lahit · OpenStreetMap: Lake Seloton (Gewässer)

SOCCSKSARGEN im Überblick

Eine Region zwischen Beckenland, Bergen und Meer

Im Norden grenzt SOCCSKSARGEN an Bukidnon, im Osten an die Davao-Region. Nordwestlich und westlich schließen Gebiete der autonomen Region Bangsamoro an. Die Küsten im Südwesten öffnen sich zur Celebessee, die Du auch unter dem Namen Sulawesisee findest. Die Sarangani Bay schneidet weiter südöstlich tief in die Küste ein.

Das Cotabato-Becken ist ein ausgedehnter Tieflandraum, den Gebirgszüge auf mehreren Seiten umrahmen. Hier sammeln sich Flüsse aus dem umliegenden Hochland. Südlich des Beckens trennt Bergland die Ebenen von der Küste. Zu den auffälligen Bergen gehört der Vulkan Matutum in South Cotabato.

Auch die beiden wichtigsten Städte haben verschiedene Aufgaben. Koronadal in South Cotabato ist Provinzhauptstadt und Sitz der regionalen Verwaltung. Die Executive Order 304 bestimmte die Stadt 2004 ausdrücklich zum Regionalzentrum. General Santos liegt an der Sarangani Bay und ist eine eigenständige hoch urbanisierte Stadt, keine Stadt der Provinz South Cotabato.

Quellen: SOCCSKSARGEN: geografische Übersicht · Executive Order 304: Koronadal als Regionalzentrum · PSA: aktuelle Provinzen und Städte der Region · Proclamation 552: Mount Matutum Protected Landscape

Der bewaldete Kegel des Mount Matutum unter einem blauen Himmel
Mount Matutum in South Cotabato, aufgenommen am 23. Februar 2020.
BildnachweisWilborne Ian Lustre / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Cotabato ist nicht überall dieselbe Verwaltungseinheit

Der Name Cotabato begegnet Dir als Provinzname, Stadtname und Bezeichnung eines viel größeren historischen Raumes. Die heutige Provinz Cotabato gehört zu SOCCSKSARGEN. Cotabato City dagegen gehört zur autonomen Region Bangsamoro, kurz BARMM.

Eine weitere Besonderheit ist die Special Geographic Area. Nach dem Plebiszit von 2019 gingen 63 Barangays aus sechs damaligen Gemeinden der Provinz Cotabato an Bangsamoro über. Diese räumlich verstreuten Gebiete wurden 2024 zu acht Gemeinden zusammengefasst. Sie gehören ebenfalls nicht zu Region XII.

Das ist auch beim Lesen von Statistiken wichtig: Die Volkszählungsangabe für die Provinz Cotabato schließt die 63 Barangays ausdrücklich aus.

Quellen: PSA: Volkszählung 2024 und Abgrenzung der Special Geographic Area · COMELEC: 63 Barangays und acht neue Gemeinden der Special Geographic Area · National Historical Commission: Cotabato City in BARMM

Die Flüsse verbinden das Binnenland mit den Feuchtgebieten

Der Mindanao River, auch Rio Grande de Mindanao genannt, bildet das große Entwässerungssystem des Cotabato-Beckens. Zu ihm gehört ein Netz aus Zuflüssen, Seen und den Feuchtgebieten des Ligawasan-Marsh-Komplexes. Ein erheblicher Teil dieses Landschaftsraums liegt jenseits der heutigen Regionsgrenze in Bangsamoro.

Von Norden kommt der Pulangi aus dem Hochland Bukidnons. Kabacan, Maridagao und Malitubog gehören zu seinen kleineren Zuflüssen. Auch der Libungan ist in dieses System eingebunden und liefert Wasser für die Bewässerung. Aus dem Süden erreicht Wasser über den Ala-a beziehungsweise Allah River, den Kabulnan und den Maganoy den Mindanao River. Der Buluan River wiederum führt Wasser aus dem Lake Buluan in die Feuchtgebiete.

Damit hängen die bewässerten Felder der Ebenen und die Wasserläufe im Hochland unmittelbar zusammen. Die Feuchtgebiete sind zugleich Lebensräume mit offenen Wasserflächen, Sumpfvegetation und verbliebenen Sumpfwäldern. Was oberhalb im Einzugsgebiet geschieht, beeinflusst Wasser und Sedimente weiter unten im Becken.

Quellen: DENR: Flüsse, Einzugsgebiete und Lebensräume des Ligawasan-Marsh-Komplexes

Cotabato: von den Agrarräumen bis zum Mount Apo

Cotabato ist die große Binnenprovinz der Region; ihre Hauptstadt heißt Kidapawan. Der weiterhin geläufige Name North Cotabato erinnert an eine frühere Verwaltungsbezeichnung. Die heutige Provinz verbindet landwirtschaftlich genutzte Ebenen und Flussräume mit dem ansteigenden Gelände zum Mount Apo.

Das Bergmassiv gehört nicht nur zu Cotabato. Der Mount Apo Natural Park erstreckt sich laut Schutzgebietsgesetz über Magpet, Makilala und Kidapawan auf der Cotabato-Seite sowie über Gebiete von Davao del Sur und Davao City. Der Park umfasst damit eine Berglandschaft über die Grenze von SOCCSKSARGEN hinaus.

Das Gesetz schützt neben der biologischen Vielfalt ausdrücklich auch die dort lebenden indigenen Gemeinschaften und ihre Lebensweise. In den tieferen Lagen der Provinz treten dagegen die Landwirtschaft und ihre Verbindung zu den Flüssen des Beckens stärker hervor.

Quellen: Presidential Decree 341: North Cotabato und Hauptstadt Kidapawan · PSA: heutiger Provinzname Cotabato · Republic Act 9237: Mount Apo Natural Park und lokale Gemeinschaften · DENR: Fluss- und Bewässerungsräume

South Cotabato: Täler, Hochlandseen und vulkanisches Gelände

South Cotabato liegt im Inneren des südlichen Mindanao. Zur Provinz gehören die Ebene um Koronadal, das Allah Valley und das Hochland um Lake Sebu und T'boli. Lake Sebu und T'boli sind dabei zwei verschiedene Gemeinden.

In der Gemeinde Lake Sebu liegen die drei Seen Sebu, Lahit und Seloton. Ihre Bedeutung reicht über die Landschaft hinaus: Sie tragen zur Fischerei und zum Lebensunterhalt der örtlichen Bevölkerung bei. Ein Provinzbericht vom Februar 2026 beschreibt gemeinsame Pflegearbeiten an den Seen. Am Lake Lahit wurde übermäßiger Wasserpflanzenbewuchs entfernt, der Wasserbewegung und Sauerstoffhaushalt beeinträchtigen kann.

Das Allah Valley verbindet South Cotabato mit Sultan Kudarat. Schon ein älteres gemeinsames Projekt von Umweltbehörde und Bewässerungsverwaltung bezog Lake Sebu, Surallah und T'boli sowie Bagumbayan in der Nachbarprovinz ein.

Im südöstlichen Teil des Provinzraums prägt der Matutum die Landschaft. Sein Schutzgebiet umfasst Teile von Tupi, Tampakan und Polomolok in South Cotabato sowie Malungon in Sarangani. Der Schutz gilt der biologischen Vielfalt und dem Einzugsgebiet des Berges.

Quellen: Provinz South Cotabato: Lage und Landschaft · Provinz South Cotabato: Seenpflege in Lake Sebu, Februar 2026 · DENR: Allah Valley Watershed Development Project · Proclamation 552: Mount Matutum Protected Landscape

Lake Sebu in einer bewaldeten Hochlandlandschaft
Lake Sebu in South Cotabato, aufgenommen am 11. Januar 2020.
BildnachweisYenMontiague / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Sultan Kudarat reicht vom Tal bis an die Westküste

In Sultan Kudarat liegen Isulan und Tacurong im landwirtschaftlich geprägten Binnenland. Isulan ist die Provinzhauptstadt, Tacurong das wichtige Handelszentrum. Weiter westlich steigt das Gelände zum Bergland an und fällt schließlich zur Küste ab. Lebak, Kalamansig und Palimbang sind Küstengemeinden an der Celebessee.

Diese Spannweite gehört zum Charakter der Provinz: Auf der einen Seite stehen die Agrarräume um das Allah Valley, auf der anderen die Fischerei und die Siedlungen an der Westküste. Dazwischen liegt bergiges Hinterland.

Die Provinz entstand 1973, als das damalige Cotabato in North Cotabato, Maguindanao und Sultan Kudarat geteilt wurde. Ihr Name erinnert an den Maguindanao-Sultan Muhammad Dipatuan Kudarat und damit an eine Geschichte, die deutlich älter ist als diese Verwaltungsgrenze. Zur heutigen Sprachlandschaft gehören neben Maguindanaon unter anderem Hiligaynon, Cebuano und Ilocano.

Quellen: Sultan Kudarat: Landschaft und Küstengemeinden · Presidential Decree 341: Provinzteilung von 1973

Sarangani und General Santos teilen eine Bucht

Sarangani umfasst große Teile der Küste rund um die Sarangani Bay und weiter westlich an der Celebessee. Die Provinzhauptstadt ist Alabel. Zur Provinz gehören außerdem Glan, Malapatan, Malungon, Maasim, Kiamba und Maitum. Sie wurden 1992 von South Cotabato abgetrennt.

General Santos liegt am nördlichen Rand der Bucht und bleibt administrativ eigenständig. In Tambler befindet sich der Fish Port Complex. Dort werden Thunfische angelandet, gewogen und nach Qualität für den Export sortiert.

Die Bucht und Teile der angrenzenden Küstengewässer wurden 1996 als Sarangani Bay Protected Seascape ausgewiesen. Das Schutzgebiet schließt Gewässer vor mehreren Gemeinden Saranganis und vor General Santos ein. Küstenressourcen, Fischerei und Stadtwirtschaft berühren sich damit in einem gemeinsamen Meeresraum, obwohl an Land verschiedene Verwaltungen zuständig sind.

Quellen: Republic Act 7228: Sarangani und Hauptstadt Alabel · General Santos City Tourism: Fish Port Complex in Tambler · Proclamation 756: Sarangani Bay Protected Seascape

Sultanate, Zuwanderung und neue Provinzen

Lange vor den heutigen Provinzen war der weitere Cotabato-Raum von Maguindanaon-Herrschaftszentren und indigenen Gemeinschaften geprägt. Sultan Dipatuan Kudarat regierte nach der historischen Gedenktafel der National Historical Commission von 1619 bis 1671. Er verband muslimische Herrscher miteinander, schloss ein Bündnis mit dem Sultanat Sulu und widersetzte sich spanischen Vorstößen. Ein Friedensvertrag von 1645 brachte eine mehrjährige Ruhephase.

Im 20. Jahrhundert veränderte die Zuwanderung aus Luzon und den Visayas die Bevölkerungsstruktur. Die Chronik South Cotabatos nennt Ansiedlungen in Glan ab 1914, Ilocano-Siedler in Kiamba ab 1920 und die Ankunft einer von Paulino Santos geführten Gruppe an der Sarangani Bay 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Zuwanderung erneut zu.

Das war keine Besiedlung eines menschenleeren Landes. Bereits ansässige muslimische und indigene Gemeinschaften lebten in diesen Räumen. Historische Forschung beschreibt, wie staatliche Siedlungsprogramme und private Migration Landbesitz, Verwaltung und Machtverhältnisse veränderten, auch zum Nachteil indigener Bewohner. Eine Studie der University of the Philippines Visayas verfolgt die Ilonggo-Zuwanderung nach Tacurong in den 1950er- und 1960er-Jahren.

Die Verwaltungsgebiete wurden später mehrfach geteilt: South Cotabato wurde 1966 von Cotabato getrennt, 1973 folgte die Dreiteilung des verbliebenen Cotabato. Sarangani entstand 1992 aus dem südlichen Küstenraum South Cotabatos. Familiengeschichten und kulturelle Verbindungen verlaufen deshalb oft quer zu den heutigen Grenzen.

Quellen: National Historical Commission: Sultan Dipatuan Kudarat · Provinz South Cotabato: historische Chronik · Nobutaka Suzuki: Mindanaos Siedlungsgeschichte im frühen 20. Jahrhundert · University of the Philippines Visayas: Ilonggo-Migration nach Tacurong · Republic Act 4849: Schaffung South Cotabatos · Presidential Decree 341: Teilung Cotabatos · Republic Act 7228: Schaffung Saranganis

T'boli-Webkunst und Blaan-Flechtarbeit

Am Lake Sebu gehört T'nalak zur Kultur der T'boli. Für diesen Stoff werden natürlich gefärbte Abakafasern auf einem Rückengurt-Webstuhl verarbeitet. Ein Band am Rücken der Weberin hält die Arbeit unter Spannung. Die typische Farbwelt verbindet helle Muster mit roten Akzenten auf dunkelbraunem oder schwarzem Grund.

Eine bedeutende Meisterin war Lang Dulay aus Lake Sebu. Das Nationalmuseum beschreibt ihre feinen, gleichmäßigen Fäden und die präzise ausgearbeiteten Muster. Zu ihren Motiven gehörten Wolken, Schmetterlinge, Krokodile und Blumen aus der umgebenden Landschaft. Sie hielt auch dann an anspruchsvollen traditionellen Entwürfen fest, als die kommerzielle Nachfrage Herstellungsweisen und Werkzeuge veränderte. Lang Dulay starb 2015; Teile ihres Werkes bewahrt das Nationalmuseum.

Eine andere Handwerkstradition zeigt das Werk der Blaan-Meisterin Estelita Tumandan Bantilan aus Malapatan in Sarangani. Ihre Matten heißen igêm und entstehen aus ausgewählten, getrockneten und in Streifen geteilten Pandanusblättern. Erst danach folgen Färben und Flechten. Das Nationalmuseum dokumentierte 2022, wie sie mit Unterstützung ihrer Tochter jüngere Blaan-Weberinnen unterrichtete.

Auch hier sind Muster mit der Umgebung verbunden: Das zweifarbige Wellenmuster sulif nimmt das Schwimmen, Untertauchen und Wiederauftauchen auf. T'nalak und igêm sind damit unterschiedliche Materialien, Techniken und Wissensbestände.

Quellen: IPOPHL: T'nalak Tau Sebu, Material und Rückengurt-Webstuhl · Nationalmuseum: Lang Dulay und ihre Webkunst · Nationalmuseum: Estelita Bantilan und Blaan-Matten · Nationalmuseum: Textilien und Webstuhltypen

Eine T'boli-Weberin arbeitet an einem Tnalak-Webstuhl
T'boli-Weberin bei der Arbeit an einem Tnalak-Webstuhl in South Cotabato, aufgenommen am 12. Juli 2025.
BildnachweisHydztemple / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Landwirtschaft und Fischerei tragen weit über ihre Orte hinaus

Wie stark Anbau und Fischerei die Region prägen, zeigt die Produktionsstatistik der Philippine Statistics Authority. Für 2025 lag der Wert der Landwirtschafts- und Fischereiproduktion bei 127,04 Milliarden Pesos, gerechnet zu konstanten Preisen von 2018. Der Pflanzenbau stellte 60,3 Prozent dieses Wertes, die Fischerei 17,4 Prozent. Hinzu kamen Geflügel- und Viehhaltung.

Dabei entwickelten sich die Bereiche unterschiedlich. Gegenüber 2024 sank die gesamte Produktion real um 2,0 Prozent. Die Fischerei ging um 13,0 Prozent zurück, während Pflanzenbau und Geflügelproduktion zulegten.

Quellen: PSA Region XII: Landwirtschafts- und Fischereiproduktion 2025

Basisdaten

Inselgruppe
Mindanao
Unterseiten
4 Subregionen/Provinzen
Seitentyp
Administrative Region
Offizieller Name
Soccsksargen
Hauptort / Zentrum
Koronadal
Einwohner
4.462.776 (2024)
Fläche
22.513 km2
Dichte
198 Einw./km2
ISO-Code
PH-12
Koordinaten
6.500, 124.850
Offizielle Website
www.pia.gov.ph/pia12/main.htm

Subregionen und Provinzen

Quellen und Lizenzhinweise

Die Texte dieser Seite sind eigenständig formuliert. Wikipedia und Wikidata dienen hier als Daten- und Kontrollquellen; Wikipedia-Fließtext wurde nicht kopiert.

Datenabgleich: 2026-07-14

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