Nordwestliches Luzon
Ilocos Region
Ilocos Norte, Ilocos Sur, La Union und Pangasinan
Die Ilocos Region nimmt den Nordwesten Luzons ein. Zwischen der Westphilippinischen See und den Bergen der Cordillera zieht sich ein langer Küstenraum nach Süden, bis er sich um den Lingayen-Golf und die Ebene von Pangasinan verbreitert. Zur heutigen Region I gehören Ilocos Norte, Ilocos Sur, La Union und Pangasinan. Alte Handelsstädte, Ilocano-Kultur, Pangasinans eigene Sprachgemeinschaften, Fischteiche und Agrarflächen prägen ihre verschiedenen Teile.
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- 22. Benguet · ProvinzCordillera Administrative Region · Gebietsreferenz der Provinz
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Quellen der Ortskoordinaten
Ilocos Norte · Provinz · Ilocos Sur · Provinz · La Union · Provinz · Pangasinan · Provinz · Lingayen-Golf · San Fernando in La Union · Dagupan · Laoag · Lingayen · Bolinao · Anda · Agno River · Mündung · Cordillera Central · Gebirgsreferenz · Vigan · Altstadt · Hundred Islands · Nationalparkgebiet · Casa Real · Banáan Museum · Old Carcel Museum · RG Jar Factory · Pagburnayan · Bangui Bay · NorthWind · Alaminos · Central Luzon · Region · Benguet · ProvinzDie Ilocos Region verstehen
Zwischen Küstenebene, Cordillera und Lingayen-Golf
Zwischen der Cordillera Central und der Westphilippinischen See bleibt im nördlichen und mittleren Teil der Region eine vergleichsweise schmale Küstenebene. Siedlungen und Felder liegen zwischen Meer und ansteigendem Hinterland. Weiter südlich, in Pangasinan, öffnet sich die Landschaft zur großen Ebene von Central Luzon. Die Provinz reicht weit ins Binnenland und besitzt sowohl eine offene Westküste als auch Küstenabschnitte am Lingayen-Golf.
Der Agno River durchquert Pangasinan und mündet in den Golf. Um Lingayen und Dagupan breitet sich seine Deltalandschaft aus. Flussarme, Mündungsgebiete und das flache Land um den Golf unterscheiden diesen Süden vom schmaleren Küstenraum La Unions und der beiden Ilocos-Provinzen.
Vor Alaminos liegen die Hundred Islands im Lingayen-Golf: bewachsene Kalksteininseln mit felsigen Ufern, kleinen Stränden und Höhlen. Die Inselgruppe gehört zu Pangasinans Küstenlandschaft, während im Osten derselben Provinz bereits ausgedehnte Binnengebiete liegen.
Quellen: National Nutrition Council: geografisches Profil der Region I · Provinz Pangasinan: Lage und Provinzprofil · Stadt Alaminos: Hundred Islands National Park
Bildnachweis
Elmer nev valenzuela / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.Vier Provinzen und ihre Zentren
Von Norden nach Süden folgen Ilocos Norte, Ilocos Sur, La Union und Pangasinan aufeinander. Ilocos Norte mit seiner Hauptstadt Laoag bildet den nördlichen Teil. Südlich schließt sich Ilocos Sur mit Vigan als Hauptstadt an. La Union liegt zwischen Ilocos Sur und Pangasinan; seine Hauptstadt San Fernando ist zugleich das Verwaltungszentrum der gesamten Region I. Zahlreiche regionale Dienststellen nationaler Behörden haben dort ihren Sitz.
Pangasinans Hauptstadt ist Lingayen am gleichnamigen Golf. Im dortigen Kapitol sitzen die Provinzverwaltung und der Provinzrat. Das historische Casa Real war ein früherer Regierungssitz und beherbergt heute das Banáan Pangasinan Provincial Museum.
Das benachbarte Dagupan gehört geografisch zu Pangasinan und zur Ilocos Region. Als Independent Component City ist es von der Provinzverwaltung unabhängig. Geschäfte, Hochschulen und Krankenhäuser machen die Stadt zu einem Handels-, Bildungs- und Gesundheitszentrum für das Umland. In Pangasinan liegen der Sitz der Provinzregierung und dieses städtische Versorgungszentrum somit an zwei verschiedenen Orten.
Quellen: Philippine Statistics Authority: amtliche Regionsgliederung · Provinz La Union: San Fernando als Verwaltungszentrum · Stadt Dagupan: Independent Component City und regionale Aufgaben · Act No. 207, Section 5: Laoag als Hauptstadt von Ilocos Norte · Philippine Information Agency: Vigan als Hauptstadt von Ilocos Sur · Provinz Pangasinan: Lingayen als Hauptstadt und Regierungssitz · Provinztourismus Pangasinan: Casa Real und Banáan Museum
Das historische Ilocos ist nicht die heutige Region I
Die spanische Provincia de Ylocos wurde 1818 in Ilocos Norte und Ilocos Sur geteilt. Das Old Carcel in Vigan, zuvor ein städtisches Gefängnis, diente danach als Provinzgefängnis von Ilocos Sur. Es behielt diese Aufgabe bis 2014 und wurde anschließend zum Museum umgebaut.
La Union entstand am 2. März 1850 durch einen Superior Decreto aus Teilen von Pangasinan, Ilocos und Benguet. Ihr Name bezeichnet die Vereinigung dieser Gebiete. Im Provinzsiegel erinnern drei ineinandergreifende Hände an ihre Herkunft. Die neue Provinz verband Küstengebiete mit Teilen des Berglands.
Diese Provinzgeschichte ist von der heutigen Region I zu unterscheiden. Die Teilung von 1818 betrifft Ilocos Norte und Ilocos Sur; La Union kam als spätere Zusammensetzung hinzu. Pangasinan besitzt eine eigene historische und sprachliche Prägung. Der historische Ilocos-Raum und das heutige Verwaltungsgebiet mit vier Provinzen decken sich daher nicht.
Quellen: National Museum: Teilung der Provincia de Ylocos 1818 · Provinz La Union: Entstehung 1850 und Bedeutung des Siegels · National Museum: Old Carcel als Provinzgefängnis bis 2014
Vigan erzählt von Handel, Basi von kolonialem Widerstand
Vigan in Ilocos Sur war bereits vor der spanischen Kolonialzeit ein wichtiger Handelsort. In seinen historischen Häusern lagen Geschäfte, Büros und Lagerräume im Erdgeschoss, die Wohnräume darüber. Handel und Familienleben teilten sich dasselbe Gebäude. Ziegel, Holz, verschiebbare Capiz-Fenster und die regelmäßige Straßenordnung verbinden chinesische, Ilocano-, weitere philippinische und europäische Einflüsse. Seit 1999 gehört der historische Stadtkern zum UNESCO-Welterbe.
Basi, ein traditioneller Wein aus Zuckerrohrsaft, wurde hergestellt, gehandelt und im gesellschaftlichen Leben verwendet. Über den Austausch bestanden Verbindungen zu benachbarten Bevölkerungsgruppen der Cordillera. 1807 erhoben sich Bauern in Ilocos gegen das Weinmonopol der spanischen Kolonialregierung, das in die örtliche Produktion und den Handel eingriff.
Eine Folge von 14 Ölgemälden hält den Basi-Aufstand in mehreren Szenen fest. Die 1821 entstandenen Bilder werden Esteban Pichay Villanueva zugeschrieben. Sie gehören zum Bestand des National Museum in Vigan und wurden 2009 gemeinsam als National Cultural Treasure anerkannt.
Quellen: UNESCO: Vigan als Handelsstadt und kulturell geprägter Stadtraum · National Museum: Basi-Aufstand und koloniales Weinmonopol · National Museum: Basi und seine kulturellen Beziehungen · National Museum: Villanuevas Gemäldeserie von 1821
Sprachen und Bevölkerungsgruppen
Ilocano gehört zu den prägenden Sprachen und kulturellen Traditionen im Nordwesten Luzons. In Pangasinan leben im zentralen und östlichen Teil Pangasinan-Sprecher. Ilocano-sprachige Bevölkerungsgruppen siedelten sich dort im Zuge historischer Wanderungsbewegungen an.
Der Westen Pangasinans ist angestammtes Gebiet der Sambal-Gemeinschaft. In Bolinao und Anda wird Bino-Bolinao gesprochen. Die Sprachlandschaft reicht damit von den Ilocano-Gebieten im Norden über Pangasinan-sprachige Gemeinden bis zu den örtlichen Gemeinschaften im Westen.
In La Union erfasste die Volkszählung von 2020 neben der großen Ilocano-Bevölkerungsgruppe unter anderem Kankanaey, Bago, Tagalog und Pangasinan.
Quellen: Provinz Pangasinan: Sprachgemeinschaften und historische Zuwanderung · Philippine Statistics Authority: ethnische Zugehörigkeiten in La Union, Zensus 2020
Abel-Weberei und Burnay-Töpferei
Abel Iloko ist eine regionale Webtradition. Mit Holzgeräten wird das Garn vorbereitet, anschließend werden Baumwollfäden auf Rahmenwebstühlen verarbeitet. Die verschiedenen Webtechniken erzeugen unterschiedliche Muster. Aus den Stoffen entstehen Kleidung, Decken und Handtücher; manche Textilien dienen rituellen Zwecken. Traditionell werden sie auch als Erbstücke weitergegeben. Das National Museum dokumentiert sowohl die Werkzeuge als auch gefärbte Fäden und fertige Gewebe.
In Vigan ist die Burnay-Töpferei beheimatet. Die bauchigen Steinzeugkrüge haben eine enge Öffnung und einen flachen Boden. Sie dienen als Behälter für Wasser und Lebensmittel und wurden auch zur Verarbeitung von Zuckerrohrwein, Essig und anderen fermentierten Erzeugnissen verwendet. Die Technik brachten chinesische Zuwanderer im späten 18. und im 19. Jahrhundert nach Vigan.
Quellen: National Museum: Abel-Iloko-Weberei, Muster und Verwendung · National Museum: Burnay-Krüge und ihre Herstellungsgeschichte
Landwirtschaft, Fischerei und Windenergie
Pangasinans weite Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. In den Küstenorten kommen Fischerei und Fischzucht hinzu. Dagupan ist für Bangus, den Milchfisch, aus seinen Fischteichen bekannt. Zahlreiche Flüsse und kleinere Wasserläufe durchziehen das Stadtgebiet.
In Ilocos Norte wird Wind zur Stromerzeugung genutzt. Die Turbinen des NorthWind-Projekts stehen direkt an der Bangui Bay. Der Windpark ergänzt die Landwirtschaft und andere örtliche Erwerbszweige um die Erzeugung erneuerbarer Energie.
La Unions Provinzsiegel hält ältere wirtschaftliche Grundlagen fest: Baumwolle und Tabak stehen für Landwirtschaft, ein Spinnrad für das Textilhandwerk. Das Steuerrad verweist auf Schifffahrt, Fischerei und den Hafen von San Fernando als Verbindung zum internationalen Handel.
Quellen: Provinz Pangasinan: Landwirtschaft und Küstenwirtschaft · Stadt Dagupan: Bangus aus Teichen und städtische Dienstleistungen · ACEN: NorthWind an der Bangui Bay · Provinz La Union: wirtschaftliche Motive im Provinzsiegel
Basisdaten
- Inselgruppe
- Luzon
- Unterseiten
- 4 Subregionen/Provinzen
- Seitentyp
- Administrative Region
- Offizieller Name
- Ilocos Region
- Hauptort / Zentrum
- San Fernando
- Einwohner
- 5.342.453 (2024)
- Fläche
- 13.013 km2
- Dichte
- 411 Einw./km2
- ISO-Code
- PH-01
- Koordinaten
- 16.617, 120.317
Subregionen und Provinzen
Ilocos Norte
Nord-Luzon mit Wind, Küsten, Sanddünen, alten Kirchen und starker regionaler Identität.
Ilocos Sur
Koloniales Erbe, Vigan, Kopfsteinpflaster, Kutschen, alte Häuser und Küstenprovinz.
La Union
Surfküste, junge Reiseszene, kleine Städte und ein gut erreichbarer Norden.
Pangasinan
Große Provinz mit Stränden, Inseln, Fischerei, Reisfeldern und starkem lokalem Alltag.
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