Brautpaar hält sich vor einer Kirche an den Händen

Ist das 13A-Heiratsvisum Dein Weg zum Daueraufenthalt?

Wenn Du mit einer philippinischen Staatsbürgerin oder einem philippinischen Staatsbürger verheiratet bist und dauerhaft auf den Philippinen leben möchtest, ist das 13A (Einwanderungsstatus für ausländische Ehepartner) häufig der naheliegende Weg. Anders als beim Touristenstatus musst Du damit nicht fortlaufend Verlängerungen beantragen. Entscheidend sind vollständige, widerspruchsfreie Urkunden und die rechtzeitige Umstellung vom vorläufigen auf den dauerhaften Status.

Was musst Du zuerst wissen?

  • Das 13A richtet sich an ausländische Ehepartner philippinischer Staatsbürger.
  • Der Antrag wird häufig auf den Philippinen aus einem bestehenden 9A-Aufenthalt (touristischer Besuchsstatus) oder Balikbayan-Aufenthalt herausgestellt.
  • Das erste 13A wird normalerweise zunächst als vorläufiger Status erteilt.
  • Die spätere Umstellung auf den dauerhaften Status musst Du rechtzeitig beantragen.
  • Zum Status gehören die ACR I-Card (Ausländerausweis für registrierte Ausländer), der Annual Report (jährliche Meldung bei der Einwanderungsbehörde) und bestimmte Ausreiseformalitäten.
  • Dein philippinischer Ehepartner ist aktiv am Verfahren beteiligt.

Für wen ist das 13A gedacht?

Für ausländische Ehepartner einer Person, die aktuell die philippinische Staatsangehörigkeit besitzt.

Wer stellt den Antrag?

Ihr bereitet die Unterlagen gemeinsam vor und nehmt üblicherweise beide an den persönlichen Terminen teil.

Was verzögert das Verfahren?

Unterschiedliche Namensschreibweisen, nicht registrierte Auslandsehen und fehlende Nachweise aus früheren Ehen führen besonders häufig zu Rückfragen.

Welche Fristen und Verfahrensstufen gelten?

  • Im Vergleich zum 9A: Mit dem 13A musst Du nicht alle ein oder zwei Monate eine touristische Verlängerung beantragen.
  • Vor dem Antrag: Dein aktueller 9A- oder Balikbayan-Aufenthalt muss gültig sein. Bereinige offene Overstays (Aufenthalt ohne gültige Erlaubnis), unbezahlte Gebühren und alte Verfahren beim Bureau of Immigration (BI – philippinische Einwanderungsbehörde).
  • Nach dem ersten Antrag: Das BI erteilt das 13A normalerweise zunächst als vorläufigen, auch probationary genannten Status.
  • Vor Ablauf des vorläufigen Status: Beantragt gemeinsam die Umstellung auf den dauerhaften, auch permanent genannten Status. Die Umstellung erfolgt nicht automatisch.
  • Nach der Genehmigung: Halte die ACR I-Card gültig und erneuere sie vor dem aufgedruckten Ablaufdatum.
  • In den ersten 60 Tagen jedes Kalenderjahres: Erledige den Annual Report beim BI.
  • Vor einer Auslandsreise: Prüfe beim BI, ob Du ein Emigration Clearance Certificate B (ECC-B – Ausreise-Freigabe für registrierte Ausländer) und ein Re-Entry Permit (Rückkehrgenehmigung für Deinen Status) benötigst.

Welche Voraussetzungen musst Du erfüllen?

Grafik zum Heiratsvisum mit Eheringen und Visum
  • Gültige Ehe: Deine Ehe muss rechtlich wirksam mit einer Person geschlossen worden sein, die aktuell die philippinische Staatsangehörigkeit besitzt. Ist Dein Ehepartner lediglich philippinischer Herkunft, besitzt die Staatsangehörigkeit aber nicht mehr, muss geprüft werden, ob das 13A passt.
  • Vollständige Urkunden: Namen, Geburtsdaten und Familienstand müssen in allen Dokumenten übereinstimmen. Schon kleine Abweichungen können Rückfragen oder Nachforderungen auslösen.
  • Gültiger Aufenthalt: Viele Antragsteller befinden sich zunächst mit einem 9A-Status oder dem Balikbayan-Privileg im Land. Halte diesen Status bis zur Entscheidung gültig.
  • Mitwirkung des Ehepartners: Dein philippinischer Ehepartner legt Unterlagen zu Identität und Staatsangehörigkeit vor und nimmt üblicherweise persönlich an Terminen teil.

Passt 13A, Balikbayan oder ein Ruhestandsvisum besser?

Das Balikbayan-Privileg ermöglicht bei gemeinsamer Einreise meist einen Aufenthalt von einem Jahr. Es ist unkompliziert, bleibt aber an die jeweilige gemeinsame Einreise gebunden.

Das 13A ist dagegen Dein eigener Aufenthaltsstatus. Es hängt nicht davon ab, dass Ihr gemeinsam reist.

Das Special Resident Retiree’s Visa (SRRV – philippinisches Ruhestandsvisum) kann eine Alternative sein, wenn die Urkundenlage besonders kompliziert ist oder dieses Programm aufgrund Deiner persönlichen Voraussetzungen besser zu Dir passt. Welche Lösung sinnvoller ist, hängt von Eurer Reiseplanung, der Qualität der Dokumente und der gewünschten langfristigen Sicherheit ab.

Welche Unterlagen gehören in die Antragsmappe?

Prüft vor der Beschaffung die aktuelle BI-Checkliste. Typischerweise benötigt Ihr:

  • Reisepass
  • aktueller Aufenthaltsnachweis
  • ausgefülltes BI-Antragsformular
  • Heiratsurkunde
  • Identitätsnachweise des philippinischen Ehepartners
  • Nachweis der philippinischen Staatsangehörigkeit
  • Passfotos
  • Wohn- und Adressnachweise
  • Unterlagen zu mitziehenden Kindern
  • Unterlagen zu früheren Ehen, falls vorhanden

Welche philippinischen Urkunden brauchst Du?

Die Philippine Statistics Authority (PSA – philippinisches Urkundenamt) führt die zentralen Personenstandsregister. Philippinische Geburts- und Heiratsurkunden werden häufig als aktuelle PSA-Ausfertigung verlangt.

Was gilt bei einer im Ausland geschlossenen Ehe?

Wurde Eure Ehe in Deutschland, Österreich oder der Schweiz geschlossen, muss sie häufig zunächst in den philippinischen Registern erfasst werden. Dafür kann ein Report of Marriage (Registrierung einer Auslandsehe) erforderlich sein. Je nach Fall kommen eine Apostille (internationale Urkundenbeglaubigung) und eine Übersetzung hinzu.

Verzögerungen entstehen bei Auslandsehen besonders häufig durch:

  • fehlende Registrierung
  • unterschiedliche Namensschreibweisen
  • unvollständige Unterlagen aus früheren Ehen
  • fehlende Apostillen
  • nicht akzeptierte Übersetzungen
  1. Wann und wo? Beschafft die Personenstandsurkunden vor dem Antrag bei der PSA oder dem zuständigen ausländischen Standesamt. Klärt bei der philippinischen Auslandsvertretung, in welcher Form ausländische Urkunden akzeptiert werden.
  2. Was bringt Ihr mit? Ordnet Originale, erforderliche Kopien, Registrierungen, Apostillen und Übersetzungen in der Reihenfolge der BI-Checkliste.
  3. Was passiert? Das BI prüft die Übereinstimmung der Angaben und fordert fehlende oder widersprüchliche Nachweise nach.
  4. Was hebt Ihr auf? Bewahrt Originale, beglaubigte Fassungen, Übersetzungen und vollständige Kopien gemeinsam auf.

Wie läuft der 13A-Antrag ab?

  1. Wie bereitet Ihr den Antrag vor? Prüft die aktuelle BI-Checkliste und bereitet alle Dokumente im Original sowie in den verlangten Kopien vor.
  2. Wo reicht Ihr den Antrag ein? Geht gemeinsam zu einem BI-Büro, das 13A-Anträge bearbeiten darf. Das BI prüft die Unterlagen formal und stellt anschließend den Order of Payment Slip (behördlicher Zahlungsbescheid) aus. Nach der Zahlung erhaltet Ihr die amtliche Quittung.
  3. Was passiert beim persönlichen Gespräch? Beide Ehepartner erscheinen gemeinsam. Das BI kann Fragen zur Ehe, zum gemeinsamen Leben und zu den eingereichten Unterlagen stellen.
  4. Welche Daten werden aufgenommen? Das BI erfasst Foto und Fingerabdrücke. Gleichzeitig beantragt Ihr die ACR I-Card.
  5. Was passiert nach der Genehmigung? Das Visum wird in den Reisepass eingetragen. Anschließend werden Pass und ACR I-Card ausgegeben.
  6. Was hebt Ihr auf? Bewahrt Antrag, Zahlungsbescheid, Originalquittung, Terminzettel, Genehmigung, Passkopien und Abholbeleg zusammen auf.

Ein vollständig vorbereiteter Antrag ist meist deutlich einfacher als ein Verfahren, bei dem Dokumente nachgereicht werden müssen.

Was kostet das 13A?

Für die Umwandlung in den vorläufigen 13A-Status gelten folgende Gebühren in philippinischen Pesos (PHP – Landeswährung) und Euro (EUR – Vergleichswährung):

  • 8.620 PHP (ca. 133 EUR bei 1 EUR = 65 PHP) für den Hauptantragsteller beziehungsweise einen Ehepartner als Dependent (mitziehende unterhaltsberechtigte Person)
  • 8.370 PHP (ca. 129 EUR bei 1 EUR = 65 PHP) für ein Kind unter 16 Jahren
  • 7.870 PHP (ca. 121 EUR bei 1 EUR = 65 PHP) für ein Kind unter 14 Jahren

Hinzu kommt die Gebühr für die ACR I-Card von 50 US-Dollar für ein Jahr.

Weitere Kosten können durch Urkunden, Apostillen, Übersetzungen, Fahrten, Kopien, notarielle Beglaubigungen und zusätzliche Termine bei unvollständigen Unterlagen entstehen. Verbindlich ist immer der aktuelle Gebührenbescheid des BI.

Wie wechselst Du vom vorläufigen zum dauerhaften 13A?

Das erste 13A wird normalerweise nur vorläufig, also probationary, erteilt. Die spätere Umstellung auf permanent erfolgt nicht automatisch. Nutze die Frist aus der Zeitachse und notiere Dir den Antragstermin unmittelbar nach der ersten Genehmigung.

Für die Umstellung werden viele Unterlagen erneut in aktueller Form benötigt, zum Beispiel:

  • Nachweise zur bestehenden Ehe
  • aktuelle Wohnsituation
  • PSA-Unterlagen
  • gültiger Reisepass
  • ACR I-Card
  • frühere Quittungen und Genehmigungsnachweise
  1. Wann und wo? Reicht den Antrag vor Ablauf des vorläufigen Status bei einem BI-Büro ein, das die Umstellung bearbeiten darf.
  2. Was bringt Ihr mit? Legt die aktualisierten Nachweise, den Reisepass, die ACR I-Card sowie frühere Quittungen und Genehmigungen vor.
  3. Was passiert? Das BI prüft, ob Ehe und Voraussetzungen fortbestehen, und entscheidet über den dauerhaften Status.
  4. Was hebt Ihr auf? Bewahrt Antrag, Zahlungsbescheid, Originalquittung, Genehmigung und neue Statusnachweise zusammen auf.

Wer die Frist versäumt, riskiert unnötige Probleme mit dem Aufenthaltsstatus.

Welche Pflichten gelten nach der Genehmigung?

Wie erledigst Du den Annual Report?

Melde Dich zu dem in der Zeitachse genannten Termin beim BI und bewahre die Quittung auf.

Was gilt für die ACR I-Card?

Halte die Karte gültig und erneuere sie bei Änderungen oder vor ihrem Ablauf.

Was prüfst Du vor einer Auslandsreise?

  1. Wann und wo? Kläre vor dem Abflug beim BI, ob Du ECC-B und Re-Entry Permit brauchst.
  2. Was bringst Du mit? Halte Reisepass, ACR I-Card und Nachweise über erledigte Annual Reports bereit.
  3. Was passiert? Das BI prüft Deinen Status und nennt Dir die erforderlichen Ausreise- und Rückkehrformalitäten.
  4. Was hebst Du auf? Bewahre Genehmigungen und Quittungen auf und führe sie bei Ausreise und Rückkehr mit.

Das Re-Entry Permit sorgt dafür, dass Dein Aufenthaltsstatus bei der Rückkehr erhalten bleibt. Offene Annual Reports oder andere ungeklärte Verpflichtungen können die Ausreise oder Wiedereinreise erschweren.

Welche Unterlagen solltest Du aus Europa mitbringen?

Aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz solltest Du vollständige Personenstandsurkunden mitbringen. Je nach Fall werden benötigt:

  • Heiratsurkunde
  • Geburtsurkunden
  • Scheidungsurteile
  • Sterbeurkunden früherer Ehepartner
  • Apostillen oder andere Beglaubigungen
  • Übersetzungen
  • Nachweise zu Namensänderungen

Bereite diese Dokumente möglichst vor der Ausreise korrekt vor. Eine Nachbestellung aus dem Ausland ist meist aufwendiger.

Was gilt unterm Strich?

Das 13A ist für verheiratete Paare häufig der sinnvollste langfristige Aufenthaltsstatus. Es bietet mehr Sicherheit als fortlaufende Touristenverlängerungen oder eine ausschließlich auf Balikbayan gestützte Planung. Entscheidend ist eine vollständige und widerspruchsfreie Dokumentation der Ehe.

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Welche offiziellen Quellen belegen die Angaben?

Stand: 15. Juli 2026. Gebühren und Anforderungen von BI können sich ändern – vor Antrag oder Verlängerung immer den aktuellen Stand der zuständigen Behörde prüfen. Euro-Richtwert auf dieser Seite: 1 EUR = 65 PHP; Umrechnungen sind gerundet.

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