Zu Fuß durch Basco, hinaus zu Weidehügeln und Felsküsten

Basco und Nordbatan

Basco, Batanes, Luzon

Am Valugan Boulder Beach hörst Du nicht nur die Brandung. Wenn das Wasser zurückläuft, rollen auch die großen Steine am Ufer. Wenige Kilometer weiter ziehen sich Weiden über die Hügel, während in Basco die Kathedrale und die alte Provinzverwaltung von einer ganz anderen Seite Batanes’ erzählen. Nordbatan verbindet diese kurzen Ortsgänge mit Küsten, Aussichtspunkten und Kunst in den Hügeln von Tukon.

Basco ist Batanes’ Provinzhauptstadt und das Zentrum für Handel, Bildung und Verwaltung. Zusammen mit Mahatao, Ivana und Uyugan gehört es zu den vier Gemeinden auf Batan. Sabtang und Itbayat sind weitere bewohnte Inseln der Provinz.

Nordbatan auf der Karte

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14 Orte auf der Karte
  1. 1. Basco LighthouseBasco · Leuchtturm
  2. 2. Basco Port / Baluarte BayBasco · Hafenbereich
  3. 3. Ehemalige amerikanische TelegrafieanlageBasco · historischer Standort
  4. 4. Vayang Rolling HillsBasco · Weidelandschaft
  5. 5. Mount IrayaBasco · Vulkanreferenz
  6. 6. Valugan Boulder BeachBasco · Küstenabschnitt
  7. 7. Basco CathedralBasco · Kirchenkomplex
  8. 8. Casa RealBasco · Verwaltungsgebäude
  9. 9. Tukon ChapelBasco · Kapellenbereich
  10. 10. Tukon RadarBasco · Stationsgelände
  11. 11. Fundacion PacitaBasco · Hotelgebäude
  12. 12. Chadpidan BayBasco · Küstenabschnitt
  13. 13. DipnaysuhuanBasco · Tunnelbereich
  14. 14. Aman-Dangat-Gedenktafel · Capitol CompoundBasco · Geländereferenz der Provinzverwaltung; kein exakter Tafelstandort

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende. Ortskoordinaten: Provinz Batanes: offizielle Ortskarte · Smithsonian: Iraya · GeoNames / Mapcarta: Basco Port · NHCP: Gedenktafel im Capitol Compound.

Über Clark oder Tuguegarao nach Basco

Dein Zielflughafen ist Basco Airport auf Batan. Als Verbindungen nennt die Provinz etwa Philippine Airlines ab Clark mit 90 bis 105 Minuten Flugzeit und SkyPasada ab Tuguegarao in Cagayan mit 60 bis 90 Minuten. Die Strecke Clark–Basco findest Du auch auf der Buchungsseite von Philippine Airlines.

Kommst Du international in Manila an und fliegst ab Clark weiter, wechselst Du den Flughafen über Land. Clark ist kein weiteres Terminal von Manila. Genesis bietet beispielsweise einen P2P-Bus ab NAIA Terminal 3 an; der Flughafen Clark nennt außerdem Trinoma als Ausgangspunkt. Der Busbereich in Clark liegt vor dem Terminal.

Vor Deiner Anreise musst Du Dich im SMART-System der Provinz registrieren. Die am 14. Juni 2026 bekannt gegebene Pflicht gilt seit dem 15. Juni für alle Besucher, auch bei Geschäftsreisen oder anderen Besuchszwecken. Das offizielle Portal erreichst Du unter https://bookings.breathtakingbatanes.com/. Akkreditierte Veranstalter können Dich bei der Registrierung unterstützen.

Ortskern oder die Hügel von Tukon?

Möchtest Du Kathedrale und Casa Real zu Fuß erkunden, ist der Ortskern von Basco ein passender Ausgangspunkt. Tukon bietet eine andere Lage: Dort liegen die Kapelle, die Wetterstation und Fundacion Pacita über den Feldern in der Hügellandschaft.

Basco zu Fuß, Nordbatan mit dem Tricycle

Naidi kannst Du vom Ort aus zu Fuß erreichen; ab Basco Port sind es etwa 1,2 Kilometer zum Leuchtturm. Für die weiter auseinanderliegenden Ziele Nordbatans kommen Tricycles infrage. Fahrten kannst Du z. B. bei BATODA, dem Verband der Tricycle-Betreiber und -Fahrer in Basco, anfragen. Die Provinz führt den Verband an der La Fuente Street in Kayhuvokan.

Für eine geführte Runde veröffentlicht die Provinz außerdem ein Verzeichnis DOT-akkreditierter Veranstalter mit Stand vom 1. August 2026.

Was Du dort erleben kannst

Von Baluarte Bay zum Leuchtturm auf Naidi

Basco Port liegt an der Baluarte Bay und empfängt unter anderem Frachtschiffe, die Waren aus Manila bringen. Vom Hafen führt Dich ein etwa 1,2 Kilometer langer Fußweg zu den Hügeln im Barangay San Antonio. Schon im Namen Naidi steckt ein Hinweis auf die Vergangenheit: „Na“ steht für früher, „Idi“ für Siedlung. Der weiße Basco Lighthouse mit seinem roten Laternenaufsatz wurde 2003 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Sein 20 Meter hoher Betonturm verjüngt sich nach oben und steht auf einem Sockel aus Bruchstein. Er hat sechs Geschosse; im fünften liegt die Aussichtsplattform. Daneben greift ein Haus die örtliche Ivatan-Steinbautradition auf. Älter als der Leuchtturm ist die Geschichte des Standorts als Verbindung zur Außenwelt: Eine amerikanische Telegrafieanlage verband Batanes hier mit der Zentralregierung. Japanische Truppen zerstörten sie im Zweiten Weltkrieg.

Quellen: Basco Lighthouse: Bauwerk und Standortgeschichte · Tourismusbehörde Region 2: Batanes · Provinz Batanes: Vayang, Valugan und Dipnaysuhuan

Vayang Rolling Hills: Weiden über der Küste

Bei Vayang, auch Basco Rolling Hills genannt, ziehen sich die Weidehügel bis zur Küste. Unterhalb der Hänge liegt die lange steinige Uferlinie von Chadpidan; landeinwärts steigt der Iraya auf. Auf den offenen Flächen grasen Kühe. Pfade und Zäune durchziehen das Gelände. Bei guter Sicht erkennst Du von den Hügeln aus Batanes’ drei Hauptinseln: Batan selbst, Sabtang im Süden und Itbayat im Norden. Der Blick folgt der Küstenlinie, über die das Gelände in mehreren grünen Rücken abfällt. Der Wind bewegt das Gras, und mit den Wolken wandern helle und dunkle Flächen über die Hügel.

Quellen: Provinz Batanes: Vayang, Valugan und Dipnaysuhuan

Blick von grünen Hügeln über eine lange steinige Küste und das Meer
Küstenblick bei den Vayang Rolling Hills, aufgenommen 2017.
BildnachweisJeremy.alinea / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Mount Iraya: Der Vulkan hinter Basco

Mit seinen 1.009 Metern ist der Iraya der auffälligste Orientierungspunkt im Norden Batans. Sein Gipfel steckt häufig in Wolken; sobald sie aufreißen, wird die Bergform hinter Basco deutlicher sichtbar. Batan ist nur etwa 20 Kilometer lang und liegt in der Luzonstraße zwischen Luzon und Taiwan. PHIVOLCS führt den Iraya als aktiven Vulkan. Das Smithsonian ordnet ihn als Schichtvulkan und als nördlichsten aktiven Vulkan der Philippinen ein. Sein ungefähr 1,5 Kilometer breiter Gipfelkrater wird heute weitgehend von einem jüngeren Kegel ausgefüllt.

Quellen: PHIVOLCS: Vulkane der Philippinen · Smithsonian Global Volcanism Program: Iraya

Der teilweise wolkenverhangene Iraya über der Küste mit einem kleinen Boot im Vordergrund
Mount Iraya auf Batan, aufgenommen 2023.
BildnachweisCharMel Creations / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Valugan Boulder Beach: Wo auch die Steine zu hören sind

Etwa drei Kilometer von Basco entfernt liegt Valugan an der Pazifikseite. Der Küstenstreifen zieht sich ungefähr einen Kilometer entlang; statt eines Sandstrands findest Du große, unterschiedlich gefärbte Vulkansteine. Die Brandung hat ihre Kanten über lange Zeit rund geschliffen. Das Besondere ist nicht nur ihr Aussehen: Läuft eine Welle zwischen die Steine und wieder zurück, mischt sich ihr Rollen in das Rauschen des Wassers. Hinter den Steinen liegen grüne Küstenhänge, davor öffnet sich der Pazifik.

Quellen: Tourismusbehörde Region 2: Batanes · Provinz Batanes: Vayang, Valugan und Dipnaysuhuan

Große Steine und Brandung am Valugan Boulder Beach vor einer grünen Küste
Valugan Boulder Beach auf Batan, aufgenommen 2018.
BildnachweisGlenn.manalo / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Basco Cathedral: Zwei Namen, eine lange Baugeschichte

Wenn Du in Basco nach Santo Domingo de Guzman und nach der Immaculate Conception Cathedral suchst, landest Du bei derselben Kirche. Der erste Name verweist auf Bascos Schutzheiligen, der zweite auf die Patronin der Provinz. Die Kirchengeschichte beginnt 1783; 1795 folgte der Steinbau. Ihre heutige Gestalt entstand in mehreren Schritten. 1812 entstand die Fassade, gleichzeitig wurde das Kirchenschiff verkürzt. Nach einem Brand im Jahr 1860 wurde die Kirche 1863 wieder aufgebaut und erhielt 1891 ein Dach aus verzinktem Eisen. Die historische Tafel hält außerdem fest, dass sie den Philippinisch-Amerikanischen Krieg und den Zweiten Weltkrieg überstand. In den 1950er-Jahren ließ Bischof Peregrin de la Fuente sie instand setzen. Den Glockenturm beschädigte das Erdbeben von 2000; 2002 wurde er wiederhergestellt.

Quellen: NHCP: Geschichte der Kirche von Basco

Casa Real: Wo die Provinz bis heute verwaltet wird

Von der Kathedrale kannst Du Deinen Ortsgang zur Casa Real fortsetzen, dem Sitz der Provinzverwaltung. Das ursprüngliche Gebäude entstand im 18. Jahrhundert aus Holz. Gouverneur Jose Serra ließ es 1872 in Stein errichten. Als Regierungssitz dient die Casa Real bereits seit der spanischen Zeit. Ihre historische Gedenktafel erinnert zugleich an das gewaltsame Ende dieser Herrschaft: Julian Fortea, der letzte spanische Gouverneur von Batanes, starb hier am 18. September 1898 im Zusammenhang mit dem Angriff der Katipuneros.

Quellen: NHCP: Casa Real

Tukon: Die Steinkapelle und der Wetterradar auf den Hügeln

In Chanarian liegt die Our Lady of Mount Carmel Chapel, meist Tukon Chapel genannt. Tukon bedeutet in der Ivatan-Sprache Berg. Die Kapelle wurde am 3. Mai 2008 geweiht. Joven Ignacio und Cristina V. Turalba griffen für ihren Entwurf die Bauweise traditioneller Ivatan-Steinhäuser auf. Örtliche Handwerker, Steinmetze und Zimmerleute setzten den Bau um. Die Initiative ging von der Familie Abad aus; dahinter stand auch der Wunsch nach einer nahen Kapelle, während die Kathedrale rund drei Kilometer entfernt lag. Innen lohnt sich neben den farbigen Fenstern der Blick zur Decke: Dort sind die Schutzheiligen der sechs Gemeinden Batanes’ jeweils vor ihrer Ortskirche dargestellt. Gemalt wurden sie von Stipendiaten des Pacita Abad Center for the Arts. Zu Tukons Hügellandschaft gehört außerdem die als Tukon Radar bekannte Wetterstation. Betreiber PAGASA führt sie unter Basco Radar als ortsfeste, betriebsbereite Station.

Quellen: Tukon Chapel: Architektur und Geschichte · The Poor Traveler: Baugeschichte und Innenraum der Tukon Chapel, 2014 · PAGASA: Wetterstation Basco Radar

Fundacion Pacita: Von der Künstlerwerkstatt zum Kunsthotel

Fundacion Pacita war das Wohnhaus und Atelier von Pacita Abad. Die 1946 in Basco geborene Künstlerin reiste weit und verband Malerei mit Materialien und Techniken, die sie unterwegs kennenlernte. Besonders bekannt sind ihre Trapunto-Bilder: bemalte Leinwände, die sie unterfütterte und vernähte und mit Glas, Muscheln oder Spiegeln zu reliefartigen Arbeiten ergänzte. Nach ihrem Tod 2004 schenkte ihr Ehemann das Haus ihren Geschwistern. Es wurde umgebaut und Ende 2008 als Fundacion Pacita eröffnet. Heute ist es ein Hotel mit Ivatan-inspirierten Zimmern, in denen Werke etablierter und junger Künstler hängen. Die Zimmer tragen Namen aus dem Ivatan-Wortschatz für Winde. Eigentümerin und Betreiberin ist die Jorge, Aurora, and Pacita Abad Memorial Foundation. Über deren Projekte unterstützt das Haus auch die Bildung junger Ivatan. Dazu gehören Stipendien und Material für Schulen.

Quellen: Fundacion Pacita: Betreiberinformationen · Pacita Abad Art Estate: Biografie und Arbeitsweise · National Museum: Pacita Abad und Trapunto-Malerei · Fundacion Pacita: Geschichte des Hauses und heutiges Hotel · Fundacion Pacita: Stiftung und Entwicklung seit 2008

Chadpidan Bay: Die westliche Felsküste im Abendlicht

Chadpidans lange Felsküste liegt auf der Westseite Batans, unterhalb der Weiden von Vayang. Zwischen dem grünen Hang und der Brandung zieht sich ein schmaler steiniger Ufersaum entlang. Vom erhöhten Gelände aus siehst Du, wie die Küste in weitem Bogen nach Norden führt. Die Tourismusbehörde nennt Chadpidan als Ort für den Sonnenuntergang. Während Valugan auf den Pazifik im Osten blickt, öffnet sich hier die Sicht nach Westen. Das macht Chadpidan zu einem passenden Küstenhalt am späten Nachmittag.

Quellen: Tourismusbehörde Region 2: Batanes

Grüne Weiden oberhalb der langen Felsküste an der Chadpidan Bay
Chadpidans Küste auf Batan, aufgenommen 2016.
BildnachweisJohrabino / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0. WebP; verkleinert, unbeschnitten.

Dipnaysuhuan: Verteidigungsräume unter Tukon

Unter den Hügeln von Tukon liegt das Tunnelsystem von Dipnaysuhuan. Es entstand während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg als Verteidigungsstellung. Fünf Eingänge erschließen eine Folge unterirdischer Räume. Zur Anlage gehören außerdem ein Bunker, der als Beobachtungspunkt diente, und ein Wasserreservoir. Ein Besuchsbericht von 2014 beschreibt vier Räume und einen Wachposten. Er ordnet drei der fünf Eingänge der Seite Richtung Taytay zu und zwei der Richtung Tukon. Die Batanes-Tourismusstudie von 2023 zeigt eine kleine Eingangsöffnung im bewachsenen Felsgelände. Sie erklärt auch die Lage der Stellung: Von hier ließ sich die Umgebung überblicken.

Quellen: Provinz Batanes: Vayang, Valugan und Dipnaysuhuan · Intrepid Wanderer: Besuchsbericht zum Dipnaysuhuan-Tunnel, 2014 · BTHMC: Batanes-Tourismusstudie 2023, Dipnaysuhuan auf S. 5

Aman Dangat: Die Gedenktafel im Capitol Compound

Im Gelände der Provinzverwaltung an der National Road erinnert eine Gedenktafel an Aman Dangat. Aman Dangat stammte aus Malakdang auf Sabtang. Als am 26. Juni 1783 die spanische Verwaltung eingerichtet wurde, war er dort bereits Mangpus, also Datu. Er protestierte gegen die erzwungene Abgabe von Ernteerzeugnissen und Holz; Angehörige seiner Gefolgschaft wurden festgenommen. Der Konflikt eskalierte: Nach dem Text der Tafel töteten mehr als hundert Männer sieben Agenten der Kolonialverwaltung. Aman Dangat wurde anschließend gefangen genommen und im September 1791 hingerichtet. Die Tafel im Capitol Compound wurde 2014 angebracht.

Quellen: NHCP: Aman-Dangat-Gedenktafel im Capitol Compound

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