Politik: Cebu

Verteidigungsminister Teodoro fordert Einigkeit der ASEAN angesichts regionaler Sicherheitsrisiken

Zum Auftakt der 20. Versammlung der Verteidigungsminister der ASEAN (ADMM) in Lapu-Lapu City, Cebu, hat der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. zu einer stärkeren regionalen Einheit, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten und einer tieferen Verteidigungskooperation aufgerufen.

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Quelle: PIA

Vor Vertretern der zehn ASEAN-Mitgliedstaaten betonte Teodoro, dass sich das internationale Sicherheitsumfeld wandle und dies insbesondere für kleinere sowie archipelagische Staaten wachsende Herausforderungen mit sich bringe. Der Verteidigungsminister skizzierte drei zentrale Prioritäten für den Regionalblock: die Aufrechterhaltung der ASEAN-Einheit, die Stärkung der praktischen Verteidigungszusammenarbeit sowie die Förderung offener Diskussionen über regionale Sicherheitsbedrohungen. Er verwies dabei auf bedeutende Meilensteine, wie das 20-jährige Bestehen der Verteidigungskooperation durch die ADMM sowie das 50-jährige Jubiläum des Vertrags über Freundschaft und Zusammenarbeit in Südostasien.

In einer Zeit, in der die internationale Ordnung zunehmend fragmentiere, sei die interne Stabilität der ASEAN von entscheidender Bedeutung. Regionale Kooperation sei essenziell, um Souveränität, territoriale Integrität und die friedliche Beilegung von Streitigkeiten zu wahren und die Androhung oder Anwendung von Gewalt abzulehnen. In Bezug auf die Spannungen im Südchinesischen Meer forderte Teodoro, dass Differenzen zwischen den Ländern durch friedliche und rechtliche Mittel gelöst werden sollten.

Er begrüßte zudem die Bemühungen von Kambodscha und Thailand, ihr Waffenstillstandsabkommen einzuhalten und eine dauerhafte Lösung für ihren Konflikt zu finden. Seitens der Philippinen bestätigte er die fortgesetzte Teilnahme am ASEAN-Beobachterteam unter Berücksichtigung der Sensibilitäten aller Beteiligten. Im Bereich der Verteidigungskooperation hob Teodoro Fortschritte bei der maritimen Sicherheit, dem Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur und dem Austausch zwischen Verteidigungseinrichtungen hervor.

Er betonte jedoch, dass die Zusammenarbeit in diesen Bereichen beschleunigt werden müsse, um das Vertrauen zwischen den ASEAN-Mitgliedern zu stärken. Zudem verwies er auf die Bedeutung der humanitären Hilfe und der Katastrophenhilfe als sichtbaren Ausdruck regionaler Solidarität. Er drückte dabei seine Dankbarkeit für die Unterstützung aus, die die Philippinen während Naturkatastrophen erfahren haben, und betonte, dass sich die ASEAN-Staaten in Notfällen aufeinander verlassen können. Teodoro regte an, dass neben offiziellen öffentlichen Erklärungen, die oft durch nationale Interessen und diplomatische Erwägungen geprägt sind, insbesondere in bilateralen Gesprächen am Rande der Treffen ein offenerer, vertrauensvollerer und ehrlicherer Austausch stattfinden sollte.

Die Philippinen nehmen in diesem Jahr den Vorsitz der ADMM inne. An der Versammlung nehmen die zehn Mitgliedstaaten Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam teil. Zudem werden Vertreter der acht ADMM-Plus-Dialogpartner erwartet, darunter Australien, China, Indien, Japan, Neuseeland, Südkorea, Russland und die USA.