Gesellschaft: Eastern Visayas

Untersuchung nach Fund toter Tarsiere in Calbayog eingeleitet

In Calbayog City sind mehrere tote Tarsiere am Straßenrand gefunden worden. Die genaue Todesursache ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Mayon volcano erupts at Philippines countryside aerial. Tropic green forest plants and grasses
Symbolbild: Envato

Das Umweltministerium (Department of Environment and Natural Resources, DENR) in der Region Ost-Visayas hat eine Untersuchung eingeleitet. Arturo Salazar, der Regionaldirektor des DENR, hat das Personal des geschützten Calbayog Pan-as Hayiban Protected Landscape (CPHPL) mit der Ermittlung beauftragt. Bisher liegen jedoch noch keine eindeutigen Ergebnisse vor.

Salazar vermutet, dass Störungen im natürlichen Lebensraum der Tiere oder andere durch den Menschen verursachte Faktoren die möglichen Ursachen sein könnten. In den vergangenen Wochen wurden mindestens vier Tarsiere gefunden. Ein direkter Zusammenhang mit dem geplanten Gemini-Windkraftprojekt, das 304 Megawatt Leistung erbringen soll, kann derzeit nicht hergestellt werden, da die Bauarbeiten noch nicht begonnen haben. Das Projekt sieht die Errichtung von 38 Windkraftanlagen vor, die sich über die Gebirgskämme von 13 Barangays in Calbayog City und San Isidro in Nord-Samar erstrecken sollen.

Das CPHPL umfasst eine Fläche von 5.068 Hektar und beherbergt neben den Tarsieren weitere gefährdete Arten wie das Visayas-Warzenschwein, das Visayas-Spotted-Deer und den Visayas-Hornvogel. Eine im Zeitraum von Februar bis März 2025 durchgeführte Studie dokumentierte zudem 122 Pflanzenarten, von denen fünf auf der Roten Liste der IUCN stehen. Die lokale Bevölkerung profitiert aus dem Gebiet von 130 Waldpflanzenarten als Nahrungsquelle, 79 Arten für den Bau sowie 72 Arten für die traditionelle Medizin. Zudem dient das Tal des Hayiban-Flusses als primäre Wasserquelle für Calbayog. Das Schutzgebiet steht aufgrund eines geplanten Windkraftprojekts im Wert von 19 Milliarden Pesos in der Kritik, da die Platzierung der Turbinen teilweise mit dem Wassereinzugsgebiet kollidiert. Calbayog Citys Bürgermeister Raymund Uy und der Stadtrat lehnten den ursprünglichen Plan ab und forderten eine Änderung der Standorte, um Überschneidungen mit dem kritischen Wassereinzugsgebiet zu vermeiden.

Das DENR hat die Fortsetzung der Wildtierüberwachung sowie die Bewertung möglicher Bedrohungen angeordnet, um Schutzmaßnahmen für die Tarsiere und ihren Lebensraum zu identifizieren. Die Behörde arbeitet eng mit lokalen Regierungen, Barangay-Vertretern und anderen Beteiligten zusammen. Zudem wird die Öffentlichkeit dazu aufgerufen, Sichtungen von verletzten oder toten Wildtieren umgehend zu melden.