Philippinische Agrarproduktion sinkt im dritten Quartal um 5 Prozent
EditDie landwirtschaftliche und fischereiwirtschaftliche Produktion auf den Philippinen ist im dritten Quartal um 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Laut Angaben der staatlichen Statistikbehörde Philippine Statistics Authority (PSA) sank der Produktionswert auf 389,42 Milliarden Pesos, verglichen mit 408,94 Milliarden Pesos im Vorjahr. Dieser Rückgang kehrt das Wachstum von 3 Prozent aus dem Vorjahresquartal um.
Hauptverantwortlich für den Einbruch waren die Sektoren Ackerbau und Fischerei, die unter hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen sowie wetterbedingten Störungen litten. Der Ackerbau, der mehr als die Hälfte des Gesamtwerts der Agrarproduktion ausmacht, verzeichnete einen Rückgang von 9,3 Prozent auf 197,71 Milliarden Pesos. Besonders stark brachen die Erträge bei ungemahlenem Reis (Palay) um 17,8 Prozent und bei Mais um 17,4 Prozent ein.
Auch die Fischerei verzeichnete Verluste. Der Produktionswert sank hier um 8,5 Prozent auf 50,86 Milliarden Pesos. Während die kommerzielle Fischerei mit einem Volumenrückgang von 20,6 Prozent schwer getroffen wurde, konnte die Aquakultur mit einem Zuwachs von 9,5 Prozent einen Teil der Verluste abfedern. Im Gegensatz dazu zeigten die Bereiche Viehzucht und Geflügel ein Wachstum, wobei die Geflügelproduktion um 4,9 Prozent stieg.
Landwirtschaftsminister Francisco Tiu Laurel Jr. erklärte, dass die stabilen Bereiche wie Viehzucht und Geflügel eine Grundlage für eine Erholung bilden könnten, während das Landwirtschaftsministerium die Bauern und Fischer auf das bevorstehende El-Niño-Phänomen vorbereitet. Der ehemalige Landwirtschaftsminister William D. Dar wies darauf hin, dass das dritte Quartal traditionell die schwierigste Zeit sei, verstärkt durch den Südwestmonsun (Habagat), Überschwemmungen und die durch den Nahostkonflikt gestiegenen Kosten für Betriebsmittel.
Kritik kam zudem von der Branchenvereinigung SINAG. Deren Exekutivdirektor Jayson H. Cainglet bezeichnete die unzureichende staatliche Unterstützung und eine zu sehr auf Importe ausgerichtete Politik als demotivierend für die landwirtschaftliche Produktion.





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