Gesellschaft: Metro Manila

Audit deckt Millionenverluste bei Ausrüstung der philippinischen Statistikbehörde PSA auf

Die staatliche Rechnungsprüfungsbehörde der Philippinen (Commission on Audit, CoA) hat bei der Philippine Statistics Authority (PSA) erhebliche Mängel in der Verwaltung festgestellt. Laut dem aktuellen Prüfbericht fehlen Ausrüstungsgegenstände im Wert von fast 13 Millionen Pesos, darunter Registrierungskits für das nationale Identitätssystem PhilSys sowie IT-Equipment wie Laptops, Scanner und Monitore.

Motorcyclist carrying surfboard on sandy beach, Abulug, Cagayan, Philippines
Symbolbild: Envato

Die größten Verluste wurden in der Region der NCR verzeichnet, wo Hardware im Wert von 10,05 Millionen Pesos für PhilSys-Registrierungen nicht auffindbar ist. Zudem meldeten die Region III (Zentral-Luzon) Verluste in Höhe von 130.118 Pesos und die Region IV (Western Visayas) Unregelmäßigkeiten im Wert von 2,8 Millionen Pesos.

Die Prüfer kritisierten, dass das fehlende Equipment nicht ordnungsgemäß in den Büchern der Behörde erfasst wurde und keine Belege über die Übergabe der Vermögenswerte vorlagen. Zudem beantragten verantwortliche Beamte eine Befreiung von der finanziellen Haftung, ohne die erforderlichen Unterlagen einzureichen. Die CoA stellte fest, dass notwendige Untersuchungen, Ermittlungen zur Verantwortlichkeit sowie die formale Anerkennung der Verluste noch nicht durchgeführt wurden.

Die Geschäftsleitung der PSA reagierte mit der Ankündigung interner Untersuchungen, um den Verbleib der Geräte zu klären. Die in Metro Manila vermissten Laptops seien bereits bei den Strafverfolgungsbehörden gemeldet worden, zudem wurde ein Komitee zur Betrugsbekämpfung (Fraud Management Committee) eingerichtet. Dennoch sieht die CoA in den weitreichenden Verlusten ein deutliches Zeichen für Schwächen in den internen Kontrollsystemen der PSA.

Neben den fehlenden Sachwerten bemängelte die CoA weitere finanzielle Unregelmäßigkeiten. So fehlten für Beschaffungsbudgets in Höhe von 341 Millionen Pesos ausreichende Belege zur Marktpreisvalidierung. Zudem wurden 42,74 Millionen Pesos an überhöhten Vorräten sowie 25,49 Millionen Pesos an ungenutzten oder veralteten Vorräten und Geräten identifiziert. Auch unnötige Ausgaben in Höhe von 828.000 Pesos, etwa für Flugumbuchungen oder überhöhte Reisekostenerstattungen, wurden beanstandet.