Sicherheit: Metro Manila

Verletzung des fairen Verfahrens bei Verhaftung von Journalist Philip Lustre Jr. möglich

Bei der Verhaftung des Journalisten Philip Lustre Jr. am vergangenen Wochenende könnte das Recht auf ein faires Verfahren missachtet worden sein. General Richard Anthony Fadullon, der Generalstaatsanwalt (Prosecutor General), räumte am Montag ein, dass Lustre während der Vorermittlungen in einem Verfahren wegen Cyber-Verleumdung möglicherweise keine angemessene Verteidigungsmöglichkeit hatte.

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Symbolbild: Envato

Grund DOJ. Die Dokumente wurden an eine falsche Adresse geschickt, da man sich in den Ermittlungsdaten fälschlicherweise auf eine Verbindung des Journalisten zum Philippine Daily Inquirer verlassen hatte. Dadurch blieb Lustre die Gelegenheit verwehrt, den Vorwürfen in der Vorermittlungsphase zu widersprechen.

Lustre, der das Buch „Kill, Kill, Kill“ über die Anti-Drogen-Kampagne der Duterte-Regierung verfasst hat, wurde in Quezon City festgenommen. Die Haft zum Folge eines Beschlusses des Regionalen Landgerichts (Regional Trial Court) in Davao City erfolgte aufgrund einer Cyber-Verleumdungsklage von Manases Carpio, dem Ehemann von Vizepräsidentin Sara Duterte.

Der Anwalt von Lustre, Dino de Leon, plant, die Anordnung der Verhaftung sowie die Abweisung des Falls anzufechten, da sein Mandant keine faire Prozessführung erfahren habe. Fadullon wies darauf hin, dass Lustre einen Antrag auf Wiederaufnahme der Vorermittlungen stellen könne. Zudem forderte Justizminister Remulla das DOJ auf, den Vorfall zu untersuchen, da es Fälle gebe, in denen Kläger absichtlich falsche Adressen angeben, um eine rechtmäßige Verteidigung zu verhindern.