Sicherheit: Metro Manila

Strengere Auswahlverfahren für künftige Polizeikräfte geplant

Die nationale Polizeikommission der Philippinen (Napolcom) plant, die Auswahlverfahren für angehende Polizeibeamte und Kriminologen deutlich zu verschärfen. Im Fokus der Reform stehen dabei nicht nur die fachliche Eignung, sondern vor allem der Charakter, die Werte und die allgemeine Dienstfähigkeit der Bewerber.

Police, hand and gun with a law enforcement officer standing outdoor in the city while on patrol clYuriArcursPeopleimages
Symbolbild: Envato

Anlass für die Forderungen war eine Pressekonferenz im Hauptsitz der Napolcom in Quezon City am Montag. Hintergrund war ein Vorfall, bei dem ein Kriminologie-Praktikant ohne Helm auf einem Motorrad fotografiert wurde. Napolcom-Kommissar Rafael R. Calinisan nutzte diesen Vorfall als Warnung an Bewerber, bereits zu Beginn ihrer Laufbahn Fehlverhalten zu vermeiden. Er betonte, dass es nicht allein um Verkehrsverstöße gehe, sondern um die grundlegende Charakterbildung und die Bereitschaft, das Volk zu schützen. Er stellte klar, dass nicht jeder zum Polizisten geeignet sei und die Kommission die Aufgabe habe, die bestmöglichen Beamten für die philippinische Nation auszuwählen.

Calinisan kritisierte, dass man nicht erst auf missbräuchliches Verhalten warten dürfe, wenn Personen bereits im Dienst seien. Stattdessen müssten Warnsignale bereits während der Hintergrunduntersuchungen erkannt werden. Er hinterfragte, warum Behörden erst dann handeln sollten, wenn eine Person bereits als Polizist missbräuchlich auftritt, anstatt bereits im Vorfeld einzugreifen. Er forderte eine Erweiterung der Prüfprozesse und eine stärkere Vermittlung von Werten in Kriminologie-Schulen sowie eine genauere Überwachung von Vorbereitungskursen. Ziel sei es, die Bewerber nicht nur geistig, sondern auch charakterlich zu vervollständigen. Zudem warnte er davor, dass Uniform, Dienstgrad und Schusswaffen nicht als Symbole der Macht, sondern als Zeichen der Verantwortung verstanden werden müssten. Er betonte, dass eine unzureichende Auswahl und PNP führen könnten.

Die Präsidentin des Philippine College of Criminology (PCCR), Lei Bautista, sicherte der Kommission ihre Unterstützung für diese Reformen zu. In Gesprächen der vergangenen Monate habe man sich intensiv über Verbesserungen in der Ausbildung, den Lehrplänen, den Schulrichtlinien und der Wertevermittlung ausgetauscht. Bautista erklärte, dass die Schule bereits Richtlinien besitze, um Verstöße von Studierenden zu ahnden. So sei beispielsweise die Helmpflicht bereits im Studentenhandbuch verankert, und die Institution reagiere bei Vorfällen umgehend. Sie betonte, dass die Gesetzestreue bereits während der Schulzeit praktiziert werden müsse, wenn man später in den Strafverfolgungsdienst eintreten wolle.

Der betroffene Praktikant zeigte sich nach dem Vorfall reumütig und rief seine Kommilitonen dazu auf, sich Disziplin entgegenzustellen und ihr Verhalten zu ändern, insbesondere jene, die sich der Disziplin widersetzen.