Gesellschaft: Landesweit

Philippinen und Australien planen gemeinsame Beschaffung von HIV-Medikamenten

Die philippinische Regierung und Australien prüfen die Möglichkeit einer gemeinsamen Beschaffung von HIV-Medikamenten und medizinischem Bedarf. Wie das Gesundheitsministerium (DOH) am Donnerstag mitteilte, erörterten Gesundheitsminister Edwin Mercado und der australische Botschafter Marc Innes-Brown die Strategie der gebündelten Beschaffung. Ziel dieses Vorgehens ist es, eine effiziente Lieferkette sowie die Bevorratung notwendiger medizinischer Güter für die HIV-Versorgung sicherzustellen.

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Symbolbild: Envato

Australien unterstützt regionale HIV-Initiativen durch Partnerschaften mit UNAIDS und der Organisation Health Equity Matters, zu deren Partnern auch die Philippinen gehören. Diese Kooperationen konzentrieren sich darauf, die Bekämpfung von HIV zu stärken und den Zugang zu lebensnotwendigen Diensten aufrechtzuerhalten. Zudem bietet Australien bereits Schulungsprogramme für philippinisches Gesundheitspersonal an. Die beiden Diplomaten arbeiteten zudem an der Finalisierung eines bilateralen Memorandum of Understanding zur gesundheitlichen Zusammenarbeit.

Im Rahmen der nationalen Gesundheitsagenda „Unified National Agenda for Health“ besprach Minister Mercado zudem die Ausweitung des Yakap-Programms (Yaman ng Kalusugan Program) auf Schulen, Arbeitsplätze und lokale Gemeinden. Die Notwendigkeit verstärkter Maßnahmen wird durch aktuelle Daten des Epidemiologie-Büros des DOH unterstrichen: Zwischen April und Juni 2026 wurden landesweit 2.994 neue HIV-Fälle registriert, was einem Durchschnitt von 33 Neuinfektionen pro Tag entspricht.