Wirtschaft: Bataan

Verzögerungen bei philippinischem Zeitplan für Kernenergie möglich

Bis zum Jahr 2032 sollen die Philippinen erste Strommengen aus Kernenergie gewinnen, doch dieser Zeitplan könnte sich verzögern. Die Umsetzung ist komplex, und es ist wahrscheinlich, dass bis 2032 lediglich eine Entscheidung getroffen wird, anstatt den ersten Reaktor in Betrieb zu nehmen.

City Hall Sign On The Side Of A BuildingNaturesCharm
Symbolbild: Envato

Der nationale Energieplan sieht vor, Kernenergie bis 2032 in den Strommix zu integrieren. Dabei sollen zunächst mindestens 1.200 MW bereitgestellt werden. Langfristig ist eine Steigerung auf 2.400 MW bis 2045 und auf 4.800 MW bis 2050 geplant. Um diese Ziele zu erreichen, prüft die Regierung unter anderem die Wiederbetriebnahme des stillgelegten Kernkraftwerks Bataan sowie den Bau kleinerer Reaktoren.

William D. Magwood IV, NEA, einer zwischenstaatlichen Organisation mit Sitz in Frankreich, erklärte am Rande eines Workshops zum philippinischen nuklearen Regulierungsrahmen, dass die Philippinen gut aufgestellt seien, um ihre Ambitionen im Bereich der Kernenergie zu verwirklichen. Allerdings äußerte er Zweifel an dem engen Zeitfenster. Patrick T. Aquino, Direktor des Energy Utilization Management Bureau im Energieministerium, räumte ein, dass die tatsächliche Stromlieferung erst ab 2038 beginnen könnte.

Ein wesentlicher Schritt zur Schaffung der regulatorischen Grundlagen war die Unterzeichnung des Philippine National Nuclear Energy Safety Act (Republic Act No. 12305) am 18. September 2025. Dieses Gesetz sieht die Gründung der unabhängigen Aufsichtsbehörde PhilATOM (Philippine Atomic Energy Regulatory Authority) vor. Die Ernennung der Mitglieder des PhilATOM-Rats durch das Büro des Präsidenten steht jedoch noch aus, was die Umsetzung der Durchführungsverordnungen verzögert.