Senatorin fordert Medienkompetenz als Schutz gegen Gewalt an Schulen
EditAngesichts einer Zunahme schwerer Gewaltvorfälle an Schulen plädiert die philippinische Senatorin Ana Theresia „Risa“ N. MIL. Ziel sei es, Schülerinnen und Schüler vor Online-Bedrohungen zu schützen, die mutmaßlich mit gewalttätigen Vorfällen im schulischen Umfeld in Verbindung stehen.
Hintergrund der Forderung sind drei Schulschießereien, die sich zwischen Juni und September dieses Jahres ereigneten. Dabei kamen mindestens acht Schüler ums Leben, während über 20 weitere Personen verletzt wurden. Die Behörden untersuchen derzeit, inwieweit sogenannte „Groomer“ über soziale Medien oder Online-Spiele Einfluss auf die gewalttätigen Handlungen der Jugendlichen nehmen könnten. Laut Hontiveros-Baraquel zeigen Untersuchungen zu solchen Vorfällen, dass böswillige Akteure digitale Schutzräume missbrauchen, um nihilistischen gewalttätigen Extremismus (NVE) zu fördern.
Die Senatorin betonte am Rande der Philippine Media and Information Literacy Conference (MILCon) 2026, dass eine proaktive digitale Bildung Kindern helfe, sich sicher im Internet zu bewegen und sich selbst vor Bedrohungen zu schützen. Ein wichtiger Baustein für diesen Schutz sei der geplante Batang Ligtas Act. Dieses Gesetz, das den Senatsentwurf 1819 und den Gesetzentwurf 9461 des Repräsentantenhauses zusammenführt, soll den Schutz vor sexuellem Missbrauch und Ausbeutung im Internet erweitern sowie Werkzeuge zur Bekämpfung von NVE bereitstellen.
Das DepEd hat bereits Maßnahmen ergriffen, indem es die Medienkompetenz nicht mehr nur als Kernfach in der Senior High School unterrichtet, sondern als Thema in verschiedene Kernfächer integriert hat. Diese Änderung erfolgte im Zuge einer Reform des Lehrplans, durch die die Anzahl der Kernfächer von 15 auf fünf reduziert wurde. Zudem wird die Philippinen im Oktober 2027 in Quezon City die globale MIL-Woche der UNESCO ausrichten.




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