Polizei in Western Visayas kontrolliert tausende Minderjährige wegen Verstößen
EditZwischen dem 5. Juli und dem 22. Oktober 2026 wurden im Rahmen verstärkter polizeilicher Maßnahmen in der Region Western Visayas tausende Minderjährige wegen Verstößen gegen Verkehrsregeln und lokale Verordnungen ermahnt oder mit Bußgeldern belegt. Insgesamt führte das Regionalpolizeibüro 6 (PRO-6) 3.642 Einsätze durch, um Kinder vor potenziell gefährlichen Situationen zu schützen.
In diesem Zeitraum verzeichnete die Polizeibehörde 2.368 Verkehrsverstöße sowie 929 weitere Verstöße gegen lokale Verordnungen. Von den beteiligten Minderjährigen erhielten 2.102 eine Verwarnung, während gegen 1.374 Personen Bußgelder unter Anwendung geltender lokaler Vorschriften verhängt wurden. Der Polizeibericht machte jedoch keine genauen Angaben dazu, welche spezifischen Verstöße zu den Geldstrafen führten oder ob die Strafen direkt gegen die Jugendlichen oder deren Erziehungsberechtigte verhängt wurden.
Die Einsätze erfolgten im Rahmen der „Safer Cities Initiative“ der PNP unter dem Namen „Oplan Sagip Bata“. Dieses im Juli 2026 gestartete Programm wird in Koordination mit den lokalen Regierungsstellen umgesetzt und soll Kinder vor Risiken bewahren sowie die Einhaltung lokaler Vorschriften fördern. Laut Polizeibrigadiergeneral Randulf Tuaño, dem Polizeichef von Western Visayas, steht nicht die Bestrafung im Vordergrund, sondern die Prävention von Risiken. Er betonte, dass die Hauptverantwortung darin bestehe, ein Umfeld zu schaffen, in dem Kinder sicher, geführt und geschützt sind, anstatt lediglich Verstöße zu sanktionieren.
Tuaño verwies in diesem Zusammenhang auf den Republic Act 10630, der das Gesetz zur Jugendjustiz und zum Wohlergehen (Juvenile Justice and Welfare Act) ergänzt. Demnach dürfen Minderjährige nicht für sogenannte Statusdelikte, wie etwa Verstöße gegen die Sperrstunde, oder bestimmte geringfügige lokale Vergehen bestraft werden; stattdessen sind entsprechende Interventionen erforderlich. Die Polizei appellierte zudem an Eltern und Erziehungsberechtigte, eine aktive Rolle bei der Überwachung des Aufenthalts ihrer Kinder zu übernehmen, insbesondere zu späten Stunden. Zudem wurde die Bevölkerung aufgefordert, im Straßenverkehr besonders auf Kinder zu achten, vor allem in Bereichen, in denen Jugendliche regelmäßig zu Fuß unterwegs sind oder sich aufhalten. Eltern wurden zudem dazu angehalten, sich bei Anliegen bezüglich der Sicherheit und des Wohlergehens ihrer Kinder mit den lokalen Behörden abzustimmen.




Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!