Nordische Botschafter fordern Wirtschaftsreformen für philippinische Industrialisierung
EditUm die Industrialisierung zu beschleunigen und verstärkt ausländische Investitionen anzuziehen, muss die Philippinen laut nordischen Botschaftern das Geschäftsklima verbessern und internationale Partnerschaften vertiefen. Dies betont der dänische Botschafter Franz-Michael Mellbin am Rande des Nordic Ambassadors’ Forum 2026.
Mellbin erklärte, dass die Philippinen im Vergleich zu ihren Nachbarstaaten bisher keinen vergleichbaren Industrialisierungsprozess durchlaufen haben, was maßgeblich mit dem aktuellen Geschäftsklima zusammenhänge. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen sei die Voraussetzung dafür, dass das Land einen solchen Prozess überhaupt einleiten könne. Ohne tiefgreifende Veränderungen in der Art und Weise, wie Geschäfte auf den Philippinen abgewickelt werden, sei eine großflächige Industrialisierung nicht möglich.
Ein zentrales Problem sei zudem die begrenzte Anzahl an industriellen Nischen, die für spätere Marktteilnehmer noch verfügbar sind. Um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, müsse das Land Technologie und Fertigung enger miteinander verknüpfen. Mellbin verwies auf die Zusammenarbeit Dänemarks mit den Philippinen im Schiffbau, was das Wachstum verwandter Industrien fördern und die industrielle Basis des Landes stärken könnte. Eine solche Entwicklung schaffe Chancen für sekundäre und tertiäre Industriezweige und erlaube es der Wirtschaft, in der Wertschöpfungskette aufzusteigen.
Der norwegische Botschafter Kristian Netland ergänzte, dass internationale Kooperation entscheidend sei, da kein Land alle benötigten Güter effizient im Alleingang produzieren könne. Er verwies auf die Erfahrungen der nordischen Länder und betonte, dass die Zusammenarbeit gleichgesinnter Nationen die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten stärken könne. Bezüglich Bedenken hinsichtlich der Souveränität und ausländischer Einflüsse merkte Netland an, dass Länder Risiken durch die sorgfältige Auswahl von Investitionspartnern und den Schutz strategischer Sektoren minimieren könnten.






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