Neues Gesetz zur Wiedereingliederung ehemaliger Häftlinge geplant
EditEin neuer Gesetzesentwurf im philippinischen Senat könnte ehemaligen Gefangenen den Weg zurück in die Gesellschaft erleichtern. Der sogenannte National Reintegration Act (Senate Bill 2281), der vom stellvertretenden Senatspräsidenten Vicente Sotto III. eingebracht wurde, soll ein landesweites Sicherheitsnetz für Personen schaffen, die ihre Haftzeit verbüßt haben.
Das Bureau of Corrections (BuCor), die zuständige Strafvollzugsbehörde, unterstützt das Vorhaben ausdrücklich. Generaldirektor Gregorio Pio P. Catapang Jr. erklärte, dass die Verantwortung der Behörde über die reine Inhaftierung hinausgehe. Man müsse Menschen auf ein produktives Leben nach der Entlassung vorbereiten, da eine vollzogene Strafe nicht die gesamte Zukunft eines Menschen bestimmen dürfe. Das BuCor engagiert sich bereits durch Initiativen wie das im Jahr 2025 gestartete „Blue, White, and Red Ribbon Program“ für diesen Prozess.
Sotto präsentierte den Entwurf anlässlich der Prison Awareness Week, um auf die massiven Hürden wie soziale Stigmatisierung, zerstörte Familienbande sowie den Mangel an Wohnraum und Arbeit hinzuweisen. Das Gesetz sieht einen ressortübergreifenden Ansatz vor, der unter der Leitung des Department of Social Welfare and Development (DSWD) stehen soll.
Zu den Kernpunkten des Gesetzes gehören die Einrichtung von Zwischenstationen (Halfway Houses) für Unterkunft und Verpflegung sowie gezielte Berufsbildung durch das DOLE und TESDA. DepEd und die Hochschulkommission (CHED) Unterstützung leisten. Um die Beschäftigung zu fördern, sollen Diskriminierung am Arbeitsplatz verboten und private Unternehmen durch Steuervergünstigungen belohnt werden. Ergänzend sollen Gesundheitsleistungen über PhilHealth sowie psychologische Beratung in den ersten sechs Monaten nach der Entlassung bereitgestellt werden.





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