Großprojekt in Pangasinan: Neues Kraftwerk soll Abfall in Strom umwandeln
EditIn der Provinz Pangasinan ist der Bau einer Waste-to-Energy-Anlage geplant, die sowohl die Stromversorgung stärken als auch die Müllproblematik der Region entschärfen soll. Das Projekt in der Stadt Urdaneta sieht vor, täglich mindestens 650 Tonnen kommunalen Festabfall sowie daraus gewonnenen Brennstoff zu verarbeiten und daraus 12 MW Strom für das Luzon-Stromnetz zu erzeugen.
Nach Angaben der North Maharlika Energy Corp. (NMEC) wird für das Vorhaben ein Investitionsvolumen zwischen 2,5 und 3,2 Milliarden Pesos erwartet. Die Anlage soll auf einer Fläche von etwa 3,69 Hektar in den Barangays Nancayasan und Santo Domingo entlang der Urdaneta Bypass Road errichtet werden. Die geplante Betriebsdauer der Anlage beträgt 25 Jahre.
Die Notwendigkeit des Projekts ergibt sich laut Projektbeschreibung aus der schnellen Urbanisierung, schrumpfenden Kapazitäten der Deponien und den Risiken durch Sickerwasser aus offenen Müllentsorgungsstätten. Das Kraftwerk soll Abfall aus Urdaneta City und den umliegenden Kommunen beziehen, um den Druck auf bestehende Deponien zu verringern. Zur technischen Umsetzung sind unter anderem ein 12-MW-Dampfturbinengenerator, ein Verbrennungskessel sowie Systeme zur Emissionskontrolle vorgesehen.
Der Zeitplan sieht vor, dass die Umweltgenehmigungen und Designarbeiten bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Nach der Standortvorbereitung soll der Bau der Infrastruktur im vierten Quartal 2027 beginnen und bis Ende 2028 andauern. Nach der Installation der Ausrüstung im Jahr 2029 wird der kommerzielle Betrieb für das zweite Quartal 2030 angestrebt.
Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Phase der Umweltprüfung (Environmental Scoping). Dabei werden potenzielle Auswirkungen auf Luftemissionen, die Grundwassernutzung, die Ascheentsorgung sowie Lärm und Lkw-Verkehr untersucht. Als Gegenmaßnahmen sind Überwachungssysteme für Emissionen und Pläne für das Verkehrsmanagement geplant. Während der Bauphase könnten zwischen 350 und 500 Arbeitsplätze entstehen, im späteren Betrieb sollen 80 bis 120 dauerhafte Stellen geschaffen werden, wobei lokale Arbeitskräfte bevorzugt werden sollen.






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