USA erhöhen Sicherheitsfinanzierung für die Modernisierung der philippinischen Streitkräfte
EditDie Vereinigten Staaten werden ihre Mittel für die Sicherheitskooperation mit den Philippinen aufstocken. Wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nach einem Treffen mit dem philippinischen Verteidigungsminister Gilberto Teodoro Jr. am 28. Oktober in Cebu bekannt gab, soll die zusätzliche Finanzierung die Modernisierung der philippinischen Streitkräfte (Armed Forces of the Philippines, AFP) beschleunigen.
Ein Ziel der Aufstockung ist es, die Zusammenarbeit zwischen den US-amerikanischen und philippinischen Kräften entlang der sogenannten „First Island Chain“ im Westpazifik zu stärken. Diese strategisch wichtige Inselkette erstreckt sich von Japan über Taiwan und die nördlichen Philippinen weiter nach Süden. Die genaue Höhe der zusätzlichen Mittel, der Zeitpunkt der Bereitstellung sowie die spezifischen Projekte wurden von Washington bisher nicht bekannt gegeben. Die neue Finanzierung soll zudem helfen, bestehende Lücken in Bereichen wie der Luftverteidigung, der maritimen Überwachung, der Kommunikation und der Logistik zu schließen.
Im Rahmen des Treffens vereinbarten beide Seiten den Start einer Initiative namens „Alliance Command and Control Modernization Sprint“. Dieses Programm soll die Echtzeit-Koordination zwischen den Militärs beider Länder verbessern, den Informationsaustausch sowie die Entscheidungsfindung optimieren und die Widerstandsfähigkeit des Bündnisses bei Krisen erhöhen. Zudem begrüßten die Minister die Fortschritte bei der Nutzung von Standorten im Rahmen des EDCA. Dieses Abkommen ermöglicht US-Truppen den rotierenden Zugang zu philippinischen Militäranlagen, wobei permanente US-Stützpunkte nicht erlaubt sind. Im Zuge des EDCA können beide Länder Infrastruktur aufbauen und Ausrüstung vorpositionieren. Aktuell umfasst das EDCA neun Standorte, die sich von Nord-Luzon über das Zentrum des Archipels bis nach Palawan erstrecken und somit näher an potenziellen Konfliktzonen im Südchinesischen Meer liegen. Washington hat bereits erhebliche Ressourcen in die Entwicklung dieser Standorte investiert, während auch Manila in die Infrastruktur investiert.
Die verstärkte Kooperation erfolgt vor dem Hintergrund regionaler Spannungen im Südchinesischen Meer und zeigt eine zunehmend operative Verteidigungsallianz. Die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen basieren auf dem gegenseitigen Verteidigungsvertrag von 1951, dem Visiting Forces Agreement von 1998 und dem EDCA von 2014. Parallel zu der US-Unterstützung plant die Regierung unter Präsident Marcos eine Erhöhung der nationalen Mittel für die AFP-Modernisierung: Für das Budget 2027 wird eine Steigerung von 40 Milliarden Pesos im Jahr 2026 auf 50 Milliarden Pesos vorgeschlagen, was einem Anstieg von 25 Prozent entspricht. Diese nationalen Mittel sind von der angekündigten US-Finanzierung zu unterscheiden.






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