Ermittlungen gegen Tierkrematorium wegen illegaler Entsorgung ausgeweitet
EditDas National Bureau of Investigation (NBI) weitet seine Untersuchungen gegen das Tierkrematorium Ahjay Paws Aftercare in Bacoor City, Cavite, aus. Grund für die Ausweitung sind neue Funde von mutmaßlichen Deponien für Tierkadaver in der Provinz Bulacan.
Die Ermittlungen werden von der Abteilung für Umweltverbrechen des NBI geleitet. Auslöser waren zahlreiche Beschwerden von Tierbesitzern, die behaupten, dass die Überreste ihrer Haustiere, die zur Einäscherung übergeben wurden, unsachgemäß entsorgt wurden. Zuvor wurden in einem unbebauten Grundstück im Barangay Minuyan Proper in San Jose del Monte City, Bulacan, die Überreste von 25 Hunden und Katzen entdeckt.
Nach den Berichten der Organisationen Luna und Furry Siblings wurden weitere Verdachtsmomente in den Barangays Minuyan 4 und Minuyan 5 in San Jose del Monte gemeldet. Die Freiwilligen schätzen, dass in Minuyan 4 etwa 14 und in Minuyan 5 zwischen 30 und 40 Tierüberreste gefunden wurden. Diese Zahlen müssen von den Behörden noch offiziell bestätigt werden.
NBI-Direktor Melvin Matibag erklärte, dass forensische Untersuchungen durchgeführt werden, um festzustellen, ob die gefundenen Überreste tatsächlich vom Krematorium aus Cavite stammen. Die Ermittler prüfen zudem die Geschäftsgenehmigung, die Kremationsausrüstung, Videoaufzeichnungen sowie die Dokumentation über die Handhabung und Entsorgung der Tierüberreste des Unternehmens. Sollte sich bestätigen, dass Zahlungen für Leistungen erhoben wurden, die nie erbracht wurden, prüft das NBI eine Anklage wegen Betrugs gemäß Artikel 315(2)(a) des Strafgesetzbuches.
Der Bürgermeister von Bacoor, Strike Revilla, hatte die Schließung des Betriebs bereits am 31. Oktober angeordnet. Matibag appellierte an betroffene Tierbesitzer, Belege wie Kremationsquittungen, Zertifikate, Transaktionsunterlagen und die Kommunikation mit dem Betrieb einzureichen, um den Fall zu unterstützen. Vertreter der Philippine Animal Welfare Society und der AKF suchten am Dienstag das NBI-Hauptquartier auf, um Rechenschaft einzufordern und eine tiefergehende Untersuchung, auch hinsichtlich der Rückgabe von Asche, zu verlangen. Die AKF betonte in einem Facebook-Post, dass sie Antworten und Rechenschaft fordere und hofft, dass dies weitere betroffene Familien dazu ermutigt, Anzeige zu erstatten.
Auch die Philippine Veterinary Medical Association (PVMA) verurteilte den Vorfall und kritisierte die mangelnde Verantwortung beim Umgang mit den Überresten geliebter Begleiter. Die PVMA hob in einer Stellungnahme hervor, dass der Vorfall beunruhigende Fragen zur Handhabung, zum Transport und zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Tierüberresten aufwirft. Jedes Tier verdiene es, selbst im Tod mit Würde und Respekt behandelt zu werden, und jegliche Fahrlässigkeit oder Täuschung sei inakzeptabel. Die PNP rief ebenfalls Geschädigte dazu auf, Anzeige zu erstatten und Beweise vorzulegen. Polizeichef General Jose Melencio Nartatez Jr. betonte, dass Täuschung, die das Vertrauen trauernder Menschen ausnutzt, nicht toleriert werde. Er fügte hinzu, dass Betrug nicht nur am finanziellen Schaden gemessen werden könne, sondern auch an dem psychischen Schaden für die Menschen, deren Vertrauen missbraucht wurde.
Politische Akteure forderten ebenfalls Konsequenzen. Senatorin Pia Cayetano kündigte eine Senatsuntersuchung an und erklärte, dass Haustiere wichtige Familienmitglieder seien und Besitzer das Recht hätten, die Einhaltung ihrer Verträge einzufordern sowie Schadensersatz für das erlittene Leid zu suchen. Senator Francis Pangilinan wies darauf hin, dass die illegale Entsorgung gegen das Gesetz zur ökologischen Festabfallwirtschaft (Republic Act 9003) sowie gegen lokale Sanitärverordnungen verstoßen könnte. Er kritisierte zudem scharf, dass aus dem Kummer von Familien profitiert wurde, die für eine würdevolle Bestattung bezahlt hatten. Senatspräsident Sherwin Gatchalian forderte zudem eine landesweite Inspektion und Prüfung aller Anbieter von Tierbestattungsdiensten, um deren Lizenzen, die Einhaltung von Umweltstandards und die Integrität der Betriebe sicherzustellen. Er bezeichnete die Entdeckung von Tierkadavern in Säcken in San Jose del Monte als eklatanten Verstoß gegen Umwelt- und Sanitärgesetze.






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