Bischof kritisiert Schweigen der Kirche angesichts von Desinformation
EditDer katholische Bischof von Balanga, Rufino Sescon Jr., hat eingeräumt, dass das Schweigen der Kirche dazu beigetragen hat, dass sich Desinformation auf den Philippinen verbreiten konnte. Dies betrifft insbesondere die Verzerrung historischer Fakten, etwa im Zusammenhang mit der Ära des Kriegsrechts (Martial Law).
Während seiner Grundsatzrede auf dem ersten Nationalen Laienkongress in Cebu City am 6. November 2026 wandte sich Sescon an mehr als 200 Delegierte. Er erklärte, die Kirche sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass die Wahrheit bereits allgemein bekannt sei. Da man es versäumt habe, die Fakten aktiv zu erklären, zu verkünden oder zu verteidigen, hätten Schweigen und Selbstgefälligkeit dazu geführt, dass sich falsche Narrative durchsetzen konnten.
Sescon betonte, dass die Bekämpfung von Geschichtsfälschungen und Desinformation mittlerweile ein integraler Bestandteil des kirchlichen Auftrags sei. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass es für junge Menschen zunehmend schwieriger werde, zwischen Fakten und Falschmeldungen zu unterscheiden. Er rief die Gläubigen dazu auf, digitale Plattformen zu nutzen, um Desinformation entgegenzuwirken und die Wahrheit in der öffentlichen Debatte zu fördern.
Zudem forderte der Bischof die Laien auf, ihre eigene Berufung und Mission ernst zu nehmen, anstatt sich lediglich als Helfer der Priester oder in der Gemeindearbeit zu sehen. Ein engagierter Laie solle sowohl in der Kirche aktiv als auch als Missionar in der Welt agieren. Sescon plädierte für ein stärkeres Engagement der Laien in den Bereichen soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Bildung und Familienunterstützung. Das Kongressmotto lautete „One Laiko, One Mission, One Church: Gathering, Connecting, and Moving Forward in Synodality“.





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