Verdacht auf Manipulation von Sicherheitsmarkierungen nach Schiffskenterung in Quezon
EditAm vergangenen Freitag geriet das Roll-on/Roll-off-Schiff MV Virgen de Peñafrancia II nur zehn Meter vom Real Port in der Provinz Quezon gefährlich in Schieflage. Alle 58 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten jedoch sicher gerettet werden.
Der Vorfall hat nun den Verdacht auf systematische Manipulationen von Sicherheitsmarkierungen aufgeworfen. Ein Insider, der sich auf die Plattform Nosy Tarsee bezieht, erhob schwere Vorwürfe gegen eine dem Ministerium unterstellte Behörde. Es wird behauptet, dass Plimsoll-Markierungen, die obligatorischen Wasserlinien am Schiffsrumpf, die die maximale sichere Beladungstiefe anzeigen, manipuliert werden, um illegal mehr Fracht und Passagiere befördern zu können. Laut dem Hinweisgeber geschieht dies in vielen Fällen.
Zudem wird behauptet, dass Stabilitätsprüfungen, sogenannte Inclination-Tests, die vor der Registrierung durchgeführt werden müssen, entweder gar nicht durchgeführt oder fast immer manipuliert werden. Dies führe dazu, dass Schiffe, die im Grunde wie flache Lastkähne konstruiert sind, durch nachträglich angebrachte Passagierdecks eine gefährliche Schwerpunktverlagerung erfahren. Solche instabilen Fahrzeuge erhielten dann fragwürdige Genehmigungen für den Passagierbetrieb, die sogenannten "tumba lobo"-Permits. Es wird gewarnt, dass zahlreiche solcher Roll-on/Roll-off-Schiffe unter den Augen der Aufsichtsbehörden operieren.
Als Reaktion auf den Vorfall hat Verkehrsminister Vince Dizon das Sicherheitszertifikat für Passagierschiffe des betroffenen Schiffes vorläufig ausgesetzt. Erste Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Festmacherleine aufgrund der starken Strömung gerissen sein könnte, wobei die Ermittler einigten, dass dies bisher noch kein abschließendes Ergebnis sei. Minister Dizon betonte unterdessen, dass er Rechenschaftspflicht fordere, wenn Fähren Fehlfunktionen aufweisen.





Keine Werbeblöcke mehr mit Supporter-Abo!