Politik: Cebu, Iloilo

Alimodian verschärft Finanzkontrollen nach Prüfung teurer Cebu-Reise

Die Lokalverwaltung von Alimodian in der Provinz Iloilo hat angekündigt, ihre Finanzkontrollen und administrativen Abläufe zu verschärfen. Hintergrund sind Beobachtungen der staatlichen Rechnungsprüfungsbehörde Commission on Audit (COA) bezüglich einer Kapazitätsentwicklungs- und Benchmarking-Aktivität in Cebu, die im März 2025 stattfand. Bürgermeister Ian Kenneth Alfeche räumte am Samstag, den 31. Oktober, die Prüfung ein und erklärte, dass die Gemeinde bereits Korrekturmaßnahmen umsetze. Dazu gehöre die Behebung von Unstimmigkeiten bei der Dokumentation sowie bei den Teilnehmerlisten. Zudem sollen administrative Verfahren überprüft werden, um Wirtschaftlichkeit, Effizienz und die Einhaltung von Vorschriften bei künftigen staatlich finanzierten Aktivitäten zu gewährleisten.

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Quelle: PIA

Die fünftägige Reise fand vom 11. bis zum 15. März 2025 statt und verursachte Kosten in Höhe von 2,701 Millionen PHP. Die COA prüfte dabei insbesondere die Notwendigkeit, die Angemessenheit und die Rechtmäßigkeit dieser Ausgaben. Die Reise nach Cebu trug maßgeblich zu einem massiven Anstieg der jährlichen Ausgaben für Mitarbeiterschulungen in Alimodian bei. Während die Gemeinde im Jahr 2024 noch 1,22 Millionen PHP für Schulungen aufwendete, stiegen diese im Jahr 2025 auf insgesamt 4,38 Millionen PHP an. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,16 Millionen PHP bzw. etwa 258 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Laut Alfeche war die Reise Teil des Kapazitätsentwicklungsplans (CapDev) für den Zeitraum 2023 bis 2025, der als dreijähriger Fahrplan zur Stärkung der institutionellen Fähigkeiten der Verwaltung und zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen dient. Vor der Durchführung der Reise hatte die Gemeinde eine Reisegenehmigung des Department of the Interior and Local Government (DILG) eingeholt und die erforderlichen Unterlagen bei den zuständigen Aufsichtsbehörden eingereicht. Der Bürgermeister betonte zudem, dass die Benchmarking-Aktivität einen sogenannten Re-entry-Plan beinhaltete. Dieser soll das in anderen Kommunen gewonnene Wissen und die dortigen Praktiken in konkrete Verbesserungen der lokalen Regierungsführung überführen. Die Umsetzung dieses Plans sei bereits im Gange, wobei Fortschritte dokumentiert und die Auswirkungen auf die öffentliche Verwaltung bewertet werden.

Der Bürgermeister stellte klar, dass die COA zwar Beobachtungen zu den Unregelmäßigkeiten gemacht habe, jedoch bisher keine formelle Ablehnung der Ausgaben, eine sogenannte Notice of Disallowance (ND), ausgesprochen wurde. Er wies darauf hin, dass Audit-Beobachtungen Defizite aufzeigen, die eine Erklärung der Behörde erfordern, während eine Notice of Disallowance Ausgaben ganz oder teilweise offiziell zurückweist. Er versicherte den Bürgern, dass die Gemeinde die Bedenken hinsichtlich der Nutzung öffentlicher Gelder ernst nehme und weiterhin eng mit der COA zusammenarbeite, um die offenen Punkte zu klären. Ziel sei es, sicherzustellen, dass die Investitionen in die Weiterbildung der Mitarbeiter einen messbaren Nutzen für die Bevölkerung von Alimodian bringen.