Sicherheit: Landesweit

Philippinische Polizei verstärkt Sicherheitsmaßnahmen für die Undas-Feiertage

Zur bevorstehenden Zeit der Allerheiligen- und Allerseelenfeiertage, die auf den Philippinen als „Undas“ bekannt sind, werden landesweite Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Die nationale Polizei (Philippine National Police, PNP) hat alle Einheiten angewiesen, Hilfsschalter einzurichten und ihre Präsenz in Friedhöfen sowie Gedenkstätten zu maximieren.

Police, hand and gun with a law enforcement officer standing outdoor in the city while on patrol clYuriArcursPeopleimages
Symbolbild: Envato

Die Hilfsschalter sollen in Zusammenarbeit mit lokalen Regierungen und anderen Beteiligten ein breites Spektrum an Anliegen abdecken, von der Suche nach vermissten Kindern über medizinische Hilfe bis hin zu anderen Notfällen. Zudem sollen die Sicherheitskräfte auf kleinere Streitigkeiten vorbereitet sein, die auf Friedhöfen gewaltsam eskalieren könnten, wie PNP-Chef General Jose Melencio Nartatez Jr. erklärte.

Um die Ordnung auf den Friedhöfen zu gewährleisten, forderte Nartatez strenge Kontrollen an den Eingängen sowie regelmäßige Patrouillen im Inneren. Damit sollen Verstöße gegen Vorschriften, wie etwa Alkoholkonsum oder die Nutzung von Karaoke-Anlagen, unterbunden werden. Die Beamten sollen dabei besonders für Kinder, Senioren und andere schutzbedürftige Gruppen ansprechbar und einsatzbereit sein.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz von Wohnhäusern, die während der Feiertage unbeaufsichtigt bleiben. Die Polizeikommandanten wurden angewiesen, verstärkt in Wohngebieten zu patrouillieren und sich mit den lokalen Barangay-Beamten abzustimmen, um Einbrüche zu verhindern. Die Polizei rät Bürgern zudem, Fenster und Türen zu sichern, Elektrogeräte auszuschalten und Wertsachen außer Sichtweite zu bewahren.

Für die großangelegten Einsätze zur Sicherheit, Verkehrsregelung und öffentlichen Unterstützung wurden insgesamt mehr als 141.000 Einsatzkräfte mobilisiert. Davon entfallen 73.034 auf das Personal der PNP, während 16.560 Mitarbeiter anderer staatlicher Stellen und 51.578 sogenannte Force Multiplier (Unterstützungskräfte) eingesetzt werden. Die Operationen umfassen 5.311 Friedhöfe und Kolumbarien sowie Hauptverkehrsstraßen, Verkehrsknotenpunkte, Gotteshäuser und touristische Ziele.

Angesichts der erwarteten Menschenmassen am 1. und 2. November mahnte Nartatez die Besucher zur Wachsamkeit. Man solle Wertsachen sichern, auf große Mengen Bargeld oder teuren Schmuck verzichten und verdächtige Aktivitäten sofort der Polizei melden. Alle Einheiten der PNP befinden sich von 00:01 Uhr am 30. Oktober bis 00:01 Uhr am 3. November in voller Alarmbereitschaft.