Politik: BARMM

Erste Sitzung des Bangsamoro-Parlaments markiert neue Ära der Selbstverwaltung

Eine neue Phase der parlamentarischen Regierungsführung auf den Philippinen hat begonnen: Die BARMM fand am Freitag statt.

President Ferdinand Marcos der Philippinen – am Rednerpult stehend
Quelle: Google

Bei diesem historischen Auftakt rief Präsident Ferdinand Marcos Jr. die Abgeordneten zu Einigkeit, Staatskunst und Zusammenarbeit auf, um den Frieden und den Fortschritt in der Region langfristig zu sichern. Die BTA an, welche die Region seit 2019 verwaltet hat.

Im Rahmen der ersten Sitzung wählten die 80 Parlamentsmitglieder einen Chief Minister sowie einen Parlamentspräsidenten zur Leitung der Exekutive. Unterstützt werden diese durch ein Kabinett und zwei stellvertretende Chief Minister. Mit dieser Struktur erhält die BARMM-Regierung nun die Befugnis, regionale Gesetze zu erlassen, öffentliche Ausgaben zu genehmigen und staatliche Programme zu steuern. Die Sitzverteilung im Parlament zeigt eine diverse politische Landschaft.

Die BFP sicherte sich 16 Sitze über die Parteienliste sowie 15 der insgesamt 32 Distriktmandate. Die United Bangsamoro Justice Party (UBJP), der politische Arm der MILF, erhielt 15 Sitze auf der Liste und neun Distriktmandate. BGC mit acht Mandaten, die Serbisyong Inklusibo Alyansang Progresibo mit sechs, die Raayat Democratic Party mit einem sowie die Progresibong Bangsamoro Party und Al Ittihad-UKB mit jeweils einem Sitz. Zusätzlich wurden sechs Vertreter für spezifische Sektoren bestimmt: Yul Adelfo Olaya und Mary Ann Arnado repräsentieren die Siedlergemeinschaften, Aida Silongan vertritt die Frauen, Sulffy Abbas die Jugend, Muhammad Nadzir Ebil die Ulama und Marjanie Mimbantas-Macasalong die traditionellen Anführer.

Präsident Marcos würdigte in seiner Rede die Vorarbeit der nationalen Regierung und der MILF, die durch Abkommen wie das Comprehensive Agreement on the Bangsamoro und das Bangsamoro Organic Law den Weg für diesen Frieden geebnet hatten. Der Präsident versicherte zudem, dass die nationale Regierung die Autonomie und die demokratischen Institutionen der BARMM weiterhin unterstützen werde. Dies beinhalte auch die Förderung wirtschaftlicher Möglichkeiten in Mindanao und der autonomen Region.