Wirtschaft: Landesweit

Philippinische Energiebehörde prüft Entlastung bei steigenden Strompreisen

Die ERC prüft derzeit Maßnahmen, um die Auswirkungen der anhaltenden Abwertung des Peso auf die Strompreise für die Verbraucher abzufedern. Hintergrund ist die steigende Kostenbelastung für importierte Brennstoffe, die in den Kraftwerken zum Einsatz kommen.

Enthusiastic Volunteers Cleaning in Sunny Urban Parkpaegagz
Symbolbild: Envato

Francis Saturnino C. Juan, Vorsitzender und CEO der ERC, erklärte am Mittwoch am Rande der Singapore International Energy Week, dass die Behörde derzeit untersucht, wie auf die erwarteten Anstiege der Erzeugungskosten durch den sinkenden Wechselkurs reagiert werden kann. Die Abwertung des Peso führt dazu, dass Energieimporte wie Kohle, Erdgas und Diesel teurer werden. Da die Philippinen Nettoimporteur von Energie sind, besteht das Risiko, dass diese Mehrkosten über die monatlichen Stromrechnungen an die Endverbraucher weitergegeben werden.

Der Peso erreichte am vergangenen Dienstag mit 64,17 Pesos pro US-Dollar ein neues Rekordtief, nachdem er bereits am Vortag mit 63,95 Pesos einen historischen Tiefstand verzeichnet hatte. Laut der Bankers Association of the Philippines markiert dies das 38. Rekordtief des Jahres und das neunte innerhalb des Monats Oktober.

Laut Juan werden sich die Währungsschwankungen nicht unmittelbar auf die Verteilungsgebühren auswirken, da diese durch einen festgelegten Anpassungsprozess bestimmt werden. Die direkten Auswirkungen betreffen primär die Kosten der Stromerzeugung. Zu den bereits bestehenden Entlastungen gehören die Möglichkeit, Stromrechnungen in Raten zu begleichen, sowie das Verbot von Stromabschaltungen bei Zahlungsrückständen.

Energieministerin Sharon S. Garin plant, die möglichen Maßnahmen zur Abmilderung der Kostensteigerungen mit der ERC zu besprechen. Sie verwies dabei auf die zusätzliche Belastung durch die Ölkrise, die Währungsabwertung sowie die Auswirkungen von El Niño und den bevorstehenden Sommer.