Gesellschaft: Metro Manila

Personalnotstand in philippinischen staatlichen Krankenhäusern: Massive Lücken bei Therapeuten

DOH herrscht ein erheblicher Mangel an spezialisiertem Fachpersonal. Laut einem Bericht der zweiten Kongresskommission für Bildung (EDCOM 2) sind fast acht von zehn Stellen für Logopäden sowie 66 Prozent der Positionen für Ergotherapeuten unbesetzt.

Woman Doctor Examines Young Adult Patient in Hospitalthichas
Symbolbild: Envato

Daten des DOH aus dem September 2026 belegen das Ausmaß der Krise: Von 77 verfügbaren Stellen für Logopäden sind 61 vakant, während bei den Ergotherapeuten 262 der 395 Positionen nicht besetzt sind. Lindsley Jeremiah Villarante, Direktor des Büros für die Entwicklung menschlicher Ressourcen im Gesundheitswesen des DOH, erklärte, dass der Mangel täglich in den Krankenhäusern spürbar sei. Ohne attraktivere Karriereoptionen im öffentlichen Dienst und eine Ausweitung der Ausbildung über Metro Manila hinaus müssten Menschen mit Behinderungen weiterhin auf notwendige Unterstützung warten.

Die Knappheit wird durch eine geringe Zahl an lizenzierten Fachkräften verschärft. PRC zeigen, dass zwischen 2023 und 2025 lediglich 845 Logopäden die staatliche Prüfung bestanden. Im Vergleich dazu passierten im Zeitraum von 2021 bis 2025 insgesamt 2.014 Ergotherapeuten und 8.060 Physiotherapeuten die Prüfungen.

Zudem ist der Zugang zu Therapien außerhalb der Hauptstadtregion stark eingeschränkt. Laut PhilHealth-Daten vom 30. September gab es in nur vier der 18 Regionen des Landes Einrichtungen, die über das Z-Leistungspaket für Kinder mit Entwicklungsstörungen auch Logopädie und Ergotherapie abdeckten. In den restlichen 14 Regionen, in denen sich rund 390.000 Lernende mit Behinderungen befinden, was 74 Prozent der nationalen Gesamtzahl entspricht -, fehlten solche vertraglich gebundenen Einrichtungen vollständig. Besonders betroffen sind Regionen wie Calabarzon mit über 58.000 Betroffenen, gefolgt von Bicol, Zentral-Luzon und der Zamboanga-Halbinsel.

Als Ursache für die schwierige Rekrutierung nennt EDCOM 2 die niedrigen staatlichen Gehälter. Während Berufseinsteiger in der Pflege (Nurse I) bereits in die Gehaltsstufe 15 (Salary Grade 15) eingestuft werden, liegen Logopäden bei Stufe 10 und Ergotherapeuten sowie Physiotherapeuten bei Stufe 11. Die Kommission schlägt vor, alle drei Berufsgruppen auf Stufe 15 anzuheben, was die Einstiegsgehälter für Ergotherapeuten und Physiotherapeuten um 33 Prozent und für Logopäden um 57 Prozent erhöhen würde. Der Personalmangel gefährdet zudem die Umsetzung des Inclusive Education Act (Republic Act 11650), der multidisziplinäre Bewertungen und Therapien in inklusiven Lernressourcenzentren vorschreibt.