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Mediziner warnen vor RSV: Früherkennung bei Säuglingen entscheidend

Um schwere Krankheitsverläufe und lebensbedrohliche Komplikationen bei Säuglingen zu verhindern, sei eine frühzeitige Erkennung der Warnsignale sowie eine zeitnahe medizinische Behandlung unerlässlich. Die Symptome von RSV können anfangs einer gewöhnlichen Erkältung ähneln, was die Unterscheidung erschwert. Dr. Ong wies darauf hin, dass sich die Anzeichen von COVID-19, RSV und der Grippe überschneiden können, weshalb man nicht mit Sicherheit sagen könne, um welches Virus es sich handelt.

Police, hand and gun with a law enforcement officer standing outdoor in the city while on patrol clYuriArcursPeopleimages
Symbolbild: Envato

Drei spezifische Warnsignale, auf die Eltern achten sollten, sind schnelle oder erschwerte Atmung, eine verringerte Stillmenge bzw. Nahrungsaufnahme sowie ungewöhnliche Reizbarkeit oder Antriebslosigkeit. Auch pfeifende Atemgeräusche oder andere ungewöhnliche Atemgeräusche seien ernstzunehmende Anzeichen, die auf ein respiratorisches Problem hindeuten. Eltern sollten nicht mehrere Tage abwarten, um die Besserung der Lage abzuwarten, sondern bei Atemnot umgehend ein Krankenhaus aufsuchen, da Verzögerungen dazu führen können, dass sich die Erkrankung verschlimmert.

Medizinische Experten mahnen Eltern und Betreuungspersonen zur Wachsamkeit gegenüber dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV). Diese Aufrufe erfolgten im Rahmen einer Gesundheitsdiskussion unter dem Titel „Ang Bawat Hininga ay Mahalaga“ im EDSA Shangri-La. Die Veranstaltung wurde von Pfizer in Zusammenarbeit mit verschiedenen philippinischen medizinischen Fachgesellschaften organisiert. An der Expertenrunde nahmen Vertreterinnen führender Fachgesellschaften teil: Dr. Anna Belen I. Alensuela vom Vorsitz des Komitees für reproduktive Gesundheit der Philippine Obstetrical and Gynecological Society (POGS), Dr. Martha Aquino von der Philippine Infectious Diseases Society for Obstetrics and Gynecology (PIDSOG), Dr. Catherine Joie Carelle Roux Ong von der Philippine Society of Maternal Fetal Medicine (PSMFM) und Dr. Anna Ong-Lim von der Pediatric Infectious Disease Society of the Philippines (PIDSP).

Da es keine spezifische Heilung für RSV gibt, konzentriert sich die Behandlung auf die unterstützende Pflege. Je nach Schweregrad der Infektion umfasst dies die Aufrechterhaltung einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr sowie die Gabe von zusätzlichem Sauerstoff oder anderer Atemunterstützung. Zur Prävention gehören regelmäßiges Händewaschen, das Abdecken von Husten und Niesen sowie die Vermeidung von Kontakt zu erkrankten Personen. Dr. Alensuela empfahl zudem, während der Schwangerschaft Vorsichtsmaßnahmen ähnlich denen der COVID-19-Pandemie zu treffen, wie etwa das Tragen von Masken, da man nicht vorhersagen könne, wer das Virus in sich trägt.

Ein wesentlicher Schutzfaktor ist die Immunisierung während der Schwangerschaft. Da es derzeit keine RSV-Impfung für Kinder, sondern nur für Erwachsene gibt, können Schwangere durch eine Impfung den Schutz auf ihr Kind übertragen. Die Antikörper der Mutter gelangen über die Plazenta zum Neugeborenen und schützen es in den ersten, besonders vulnerablen Lebensmonaten. Experten empfehlen das Zeitfenster zwischen der 28. und 36. Schwangerschaftswoche für die Impfung. Schwangere sollten das Thema frühzeitig mit ihren Ärzten besprechen und nicht bis zum Ende dieses Zeitraums warten. Dies ist wichtig, um sicherzustellen, dass genügend Zeit für die Entwicklung der mütterlichen Antikörper bleibt und diese an das Baby übertragen werden können, falls es zu einer Frühgeburt kommt. Eltern und werdende Mütter sollten die Verfügbarkeit und den richtigen Zeitpunkt der Impfung basierend auf lokalen Empfehlungen und individuellen Umständen mit medizinischem Fachpersonal besprechen.