Wirtschaft: Batangas, Palawan

Malampaya-Projekt Phase 4 liefert erstes heimisches Erdgas für Luzon

Das Projekt Malampaya Phase 4 hat mit der Lieferung von neu erschlossenem, heimischem Erdgas in das nationale Produktionssystem begonnen. Damit wird die inländische Energieversorgung der Philippinen gestärkt und die Stromerzeugung für die Insel Luzon unterstützt.

Lush tropical island paradise in siargao, philippines, showing stilt houses and palm trees
Symbolbild: Envato

Nach Angaben des Energieministeriums (Department of Energy, DOE) wurde dieser Meilenstein durch die erfolgreiche Erschließung der zwei Tiefwasserbohrungen Malampaya East-1 und Camago-3 erreicht. Zudem wurde eine neue Unterwasserinfrastruktur installiert, die an die bestehenden Anlagen von Malampaya angeschlossen ist. Das Gas fließt nun über die Shallow Water Platform vor der Küste von Palawan und durch die bestehende 504 Kilometer lange Unterwasserleitung zur Onshore-Gasanlage in Batangas. Von dort aus versorgt es die gasbetriebenen Kraftwerke des Luzon-Stromnetzes.

Das Projekt soll die nationalen Ressourcen um schätzungsweise 222 Milliarden Kubikfuß Erdgas erweitern, was etwa 14 Milliarden Kilowattstunden Strom entspricht. Diese Menge könnte den jährlichen Strombedarf von rund 5,7 Millionen Haushalten decken. Zudem wird erwartet, dass die zusätzliche Gasmenge die Lebensdauer der Malampaya-Produktion um etwa sechs Jahre bis zum Jahr 2034 verlängert.

Energieministerin Sharon S. Garin erklärte, dass die erfolgreiche Lieferung des ersten Gases die heimische Energieversorgung festige und eine zuverlässigere Stromversorgung für Millionen philippinischer Haushalte ermögliche. Sie hob zudem die technische Kompetenz lokaler Fachkräfte hervor. Das Projekt stellt zudem die erste Offshore-Bohrkampagne auf den Philippinen seit mehr als einem Jahrzehnt dar, was neue Möglichkeiten für die Exploration und Investitionen in heimische Erdölressourcen eröffnen könnte.