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Klimakommission fordert proaktives Handeln zum Jahrestag von Supertyphon Yolanda

Anlässlich des 13. Jahrestages des Supertyphons Yolanda (Haiyan) hat die Klimakommission der Philippinen (Climate Change Commission, CCC) zu einem grundlegenden Wandel in der Klimapolitik aufgerufen. Die Behörde fordert eine Abkehr von rein reaktiven Katastrophenmaßnahmen hin zu einer vorausschauenden Regierungsführung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Ziel sei es, durch präventive Maßnahmen besonders gefährdete Gemeinschaften besser zu schützen.

A view of Taal Volcano’s crater/lake about a week before it violently erupted.
Symbolbild: Envato

Robert E.A. Borje, stellvertretender Vorsitzender und Exekutivdirektor der CCC, betonte, dass nationale Widerstandsfähigkeit nicht mehr daran gemessen werden dürfe, wie schnell nach einer Katastrophe wieder aufgebaut wird. Vielmehr müsse die Effektivität bei der Vermeidung von Verlusten und dem Schutz von Menschenleben im Vordergrund stehen.

Der Supertyphon Yolanda traf am 8. November 2013 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 314 Kilometern pro Stunde auf das Land. Eine Sturmflut von über sechs Metern Höhe überflutete Küstengebiete in der Region Ost-Visayas. Die Folgen waren verheerend: Berichten zufolge gab es 6.300 Todesopfer, 28.689 Verletzte und 1.061 Vermisste. Über vier Millionen Menschen wurden vertrieben, mehr als eine Million Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Der wirtschaftliche Gesamtschaden wurde auf rund 571 Milliarden PHP geschätzt, was etwa 4 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts des Landes entsprach.

Um künftigen Gefahren zu begegnen, setzt die Regierung auf langfristige Reformen durch den Nationalen Anpassungsplan (NAP 2023-2050). Die CCC berichtete zudem, dass 91 Prozent der lokalen Regierungseinheiten (LGUs) ihre lokalen Klimaschutzpläne bereits erstellt haben. Über den People’s Survival Fund (PSF) wurden bereits mehr als 1,4 Milliarden PHP für lokale Anpassungsprojekte in 24 Kommunen bereitgestellt. Zudem arbeitet die Kommission mit dem DBM zusammen, um die Kennzeichnung klimabezogener Ausgaben im nationalen Haushalt zu präzisieren.