Erzbistum Manila ruft zu Gebeten gegen drohende Dürre durch „Super El Niño“ auf
EditAngesichts der Vorhersage eines sehr starken El-Niño-Phänomens hat das Erzbistum Manila seine Gemeinden dazu aufgerufen, ab kommenden Sonntag in den täglichen Messen für Regen zu beten. Kardinal Jose Advincula ordnete in einem Rundschreiben an, dass nach dem Kommuniongebet ein spezielles Gebet mit dem Titel „Oratio Imperata Ad Petendam Pluviam“ (Verpflichtendes Gebet um Regen) gesprochen werden soll. Die Anweisung gilt bis auf Weiteres und wird sowohl in englischer als auch in philippinischer Sprache verfasst.
Hintergrund der Maßnahme sind die Sorgen vor anhaltenden Dürreperioden und Wasserknappheit, von denen insbesondere arme und besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen betroffen sein könnten. Kardinal Advincula betonte, dass das Gebet auch zu konkretem Handeln anspornen solle. Er rief die Gläubigen dazu auf, sich verstärkt für den Umweltschutz einzusetzen, Wasser verantwortungsbewusst zu nutzen und Verschwendung zu vermeiden. Die Natur solle nicht nur als Ressource betrachtet werden, sondern als kostbares Geschenk, das es zu bewahren gilt.
Die Wetterbehörde der Philippinen bestätigte am Donnerstag, dass im tropischen Pazifik ein sehr starkes El-Niño-Phänomen auftritt, das umgangssprachlich auch als „Super El Niño“ bezeichnet wird. Den Prognosen zufolge könnte dieses Phänomen bis Ende 2026 seinen Höhepunkt erreichen und bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten. Für die Philippinen bedeutet El Niño üblicherweise unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, was das Risiko für Trockenperioden und Dürren deutlich erhöht.






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