Gesellschaft: Cagayan

Leptospirose-Fälle auf den Philippinen steigen im Jahresvergleich deutlich an

Die Zahl der Leptospirose-Infektionen auf den Philippinen ist in diesem Jahr massiv gestiegen. Ende September und Anfang Oktober wurde zwar ein Rückgang verzeichnet, doch die Gesamtzahl der Fälle ist deutlich höher als im Vorjahr.

A view of Taal Volcano’s crater/lake about a week before it violently erupted.
Symbolbild: Envato

Im Zeitraum vom 24. September bis zum 7. Oktober meldete das Gesundheitsministerium (Department of Health, DOH) 745 Fälle, was einem Rückgang von 60 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Zeitraum vom 10. bis 23. September entspricht, in dem noch 1.879 Infektionen registriert worden waren. Die kumulative Zahl der Erkrankungen in diesem Jahr liegt bei 13.785 Fällen, was einem Anstieg von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, als es 9.453 Fälle waren.

Die höchste Infektionsrate wurde in sechs Provinzen sowie in stark urbanisierten Städten in den Regionen Cagayan Valley, Mimaropa, Davao und der Cordillera Administrative Region gemeldet. Positiv bewertet das Gesundheitsministerium die Sterblichkeitsrate, die mit 5,43 Prozent deutlich niedriger ausfällt als die 10,31 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Leptospirose wird durch Bakterien übertragen, die über Urin infizierter Tiere wie Ratten, Hunde oder Schweine in Wasser, Boden oder Lebensmittel gelangen. Besonders bei Überschwemmungen besteht ein hohes Risiko, wenn Menschen über verunreinigtes Wasser mit Wunden oder Schleimhäuten in Kontakt kommen. Die Behörden raten dazu, das Durchwaten von Flutwasser nach Möglichkeit zu vermeiden und bei Symptomen nach einer möglichen Exposition umgehend medizinische Hilfe zu suchen.