Kritik an fehlender Industriepolitik auf den Philippinen
EditIn einem aktuellen Beitrag der Daily Tribune wird die wirtschaftliche Entwicklung der Philippinen kritisch hinterfragt. Es wird argumentiert, dass statt einer echten industriellen Basis vor allem drei Sektoren, die sogenannten „3 Gs“, ein Wachstum verzeichnen: der staatliche Sektor (Government), das Glücksspiel (Gaming) und die Unterhaltungsbranche (Glam).
Der staatliche Sektor wird dabei als ein Bereich kritisiert, in dem Budgets eher zweckentfremdet als für Wachstum genutzt würden. Das Glücksspiel, sowohl online als auch in Casinos, wird als ein Sektor beschrieben, der organisierte Kriminalität fördere und Vermögen von einkommensschwachen Schichten abziehe. Die Unterhaltungsbranche hingegen diene eher der Ablenkung als der Produktion.
Obwohl auf dem Papier bereits zehn Gesetze zur Unterstützung der Industriepolitik verabschiedet wurden, zuletzt das Gesetz „CREATE MORE“ (Republic Act 12066) im Jahr 2024 -, fehle es an einer konsequenten Umsetzung. Dies zeige sich in mangelnder heimischer Produktionskapazität, geringer Produktivität und einer schwachen Entwicklung der Lieferketten.
Um eine echte industrielle Entwicklung zu erreichen, werden laut dem Artikel Maßnahmen wie erschwingliche und zuverlässige Energieversorgung, die Stärkung der Stahlproduktion sowie der Ausbau der lokalen Fertigung, des Schiffbaus, der Mineralverarbeitung und einer widerstandsfähigen Landwirtschaft gefordert. Steueranreize allein reichten nicht aus; es bedürfe zudem einer funktionierenden Logistik, qualifizierter Arbeitskräfte und einer berechenbaren Verwaltung.






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