GSMA fordert regionale Zusammenarbeit gegen grenzüberschreitende Online-Betrüger
EditUm die Bekämpfung von Online-Betrug zu intensivieren, hat die GSMA zu einer verstärkten regionalen Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsunternehmen, Technologieplattformen und Regierungen aufgerufen. Laut Jeanette Whyte, Leiterin für öffentliche Politik und externe Angelegenheiten im asiatisch-pazifischen Raum bei der GSMA, stammen etwa 60 bis 70 Prozent der Betrugsfälle aus dem Ausland, in dem die Opfer gezielt angegriffen werden.
Ein entscheidender Faktor zur Identifizierung und Verhinderung betrügerischer Aktivitäten sei der grenzüberschreitende Informationsaustausch. In diesem Zusammenhang nahm die Philippinen eine Vorreiterrolle innerhalb der ASEAN-Staaten ein: In Zusammenarbeit mit dem Anbieter Globe wurde ein Pilotprojekt zum Datenaustausch durchgeführt, das den Informationsfluss mit Ländern wie Thailand und Singapur ermöglicht.
Die regionale Task Force der GSMA gegen Betrug umfasst bereits 39 Unternehmen aus 17 Ländern des asiatisch-pazifischen Raums. Dazu gehören Mobilfunkbetreiber sowie große digitale Plattformen wie Google, Meta und TikTok. Whyte warnte zudem davor, dass Betrüger ihre Methoden anpassen und potenziell künstliche Intelligenz nutzen könnten, um ohne große physische Infrastrukturen betrügerische Aktivitäten durchzuführen.
Die Sorge in der Bevölkerung ist groß. Laut dem ASEAN Consumer Scam Report 2026 äußerten 76 Prozent der befragten philippinischen Verbraucher extreme Besorgnis über Online-Betrug, während 62 Prozent Kontakte oder Transaktionen aus Angst vor Betrug mieden. Julian Gorman, Leiter der GSMA für den asiatisch-pazifischen Raum, betonte jedoch, dass die Bemühungen zur Bekämpfung der Scams noch nicht zum Erfolg geführt haben.




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