Gesellschaft: Landesweit

Gefälschte Medikamente in Davao City sichergestellt

In der philippinischen Stadt Davao City wurden im laufenden Jahr drei gefälschte Arzneimittel in zwei verschiedenen Betrieben entdeckt. Wie die zuständige Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) bestätigte, handelt es sich dabei um zwei Chargen menschlichen Albumins sowie eine Charge eines Anti-Tollwut-Serums.

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Quelle: PIA

Eba Marie Antonette Inis, die stellvertretende Leiterin des FDA-Clusters Mindanao East, gab diese Informationen am 30. DOH im DOH Davao Center for Health Development bekannt. Die Bekanntmachung erfolgte im Vorfeld der nationalen Woche gegen gefälschte Medikamente, die im November stattfindet. In der gesamten Region Davao wurden insgesamt fünf gefälschte Produkte in vier verschiedenen Betrieben identifiziert. Inis betonte jedoch, dass die Fälle in Davao City im Vergleich zu den Jahren während der Pandemie (2021 bis 2022) zurückgegangen seien. Sie wies darauf hin, dass die Behörde derzeit noch weitere Daten konsolidiert, da zusätzliche Produkte zur Untersuchung eingereicht wurden.

Konkret wurden bei den gefälschten Produkten folgende Details identifiziert: Bei dem menschlichen Albumin handelt es sich um die 25%ige intravenöse Lösung 'Albuminar-25' (50 ml) mit den Chargennummern NGC826348 und PRT279082. Humanalbumin wird aus Blutplasma gespendeter gesunder Menschen gewonnen und dient in Notfällen der Wiederherstellung des Blutvolumens oder der Behandlung niedriger Albuminwerte, etwa bei Verbrennungen. Die FDA warnt ausdrücklich davor, da der Hersteller CSL Behring dieses Produkt nicht mehr produziert und die letzte autorisierte Lieferung bereits im September 2022 abgelaufen war. Das einzige derzeit auf dem philippinischen Markt zugelassene Albumin-Produkt ist 'AlbuRx 25%'.

Zudem wurde eine gefälschte Charge des Anti-Tollwut-Serums 'Equirab' (200 IU/mL, 5 ml Fläschchen) mit der Chargennummer A06825016 festgestellt, deren Ablaufdatum im März 2027 liegt. Laut Weltgesundheitsorganisation wird Anti-Tollwut-Serum nach schweren Expositionen, wie etwa durch Bisswunden, zusammen mit der Wundreinigung und einer Impfung verabreicht. Da Tollwut nach dem Auftreten von Symptomen tödlich verläuft, stellt die Verwendung gefälschter Seren ein massives Gesundheitsrisiko dar. Die Behörde weist darauf hin, dass für diese spezifische Charge ein authentisches Gegenstück auf dem Markt existiert und bereits seit 2021 vor Fälschungen dieses Typs gewarnt wird.

Die FDA nennt mehrere Warnsignale für Verbraucher. Ein deutliches Anzeichen sind ungewöhnlich niedrige Preise, wie etwa Tollwut-Impfstoffe, die statt der üblichen über 1.000 Pesos für nur 600 Pesos angeboten werden. Auch falsche Verpackungen sind Warnsignale, wie etwa beim Tetanus-Präparat 'Tetagam': Während das Original in einer vorgefertigten Spritze geliefert wird, wird die gefälschte Version in einer Ampulle verkauft, sodass Käufer zusätzlich eine Spritze erwerben müssen. Weitere Indikatoren sind Rechtschreibfehler auf der Verpackung, fremdsprachige Etiketten ohne Übersetzung, fehlerhafte FDA-Logos oder optische Mängel wie verfärbte, rissige oder mit Kristallen besetzte Tabletten. Bei Vitamin-C-Tabletten können Verfärbungen zudem auf eine schnelle Oxidation hindeuten.

Die Behörde rät dringend dazu, Medikamente nur in von der FDA lizenzierten Apotheken zu erwerben. Von Käufen über rein virtuelle Online-Apotheken ohne physischen Standort wird abgeraten, da die FDA nur Online-Bestellungen für Verkäufer mit physischen Standorten lizenziert. Auch der Kauf in kleinen Nachbarschaftsläden (Sari-Sari Stores) wird kritisch gesehen. Verbraucher können den Verdacht auf Fälschungen anonym über die Website der FDA melden; die Behörde sichert zu, die Identität der Quellen zu schützen. Gemäß dem Gesetz Republic Act 8203 gelten Medikamente als gefälscht, wenn sie keine Wirkstoffe enthalten, weniger als 80 Prozent der erforderlichen Wirkstoffmenge aufweisen oder falsch hinsichtlich Identität oder Herkunft etikettiert sind. Wer den Verkauf solcher Produkte vorsätzlich betreibt, muss mit Strafen rechnen.