Starke El-Niño-Phase droht die Weihnachtszeit auf den Philippinen zu beeinträchtigen
EditDie bevorstehende Weihnachtszeit auf den Philippinen wird voraussichtlich von einer schweren Trockenperiode begleitet, während die Feierlichkeiten landesweit bereits mit Beginn der "Ber-Monate" durch Weihnachtslieder in Einkaufszentren und traditionelle Parol-Laternen an den Häusern eingeleitet werden. Die Saison ist geprägt von Familienzusammenkünften, Partys und vollen Häusern, doch dieses Jahr trifft die längste Weihnachtszeit der Welt auf eine der schlimmsten Trockenperioden seit langem.
Die staatliche Wetterbehörde PAGASA warnt vor den Folgen eines sehr starken El Niño, dessen Auswirkungen laut Prognosen bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 anhalten werden. Das Department of Science and Technology (DOST) geht zudem davon aus, dass bereits im März jede Provinz des Landes von einer Dürre betroffen sein könnte. Wenn die Wasserstände in den Staudämmen sinken, wird sich dies unmittelbar durch eine verminderte Trinkwasserversorgung an den Wasserhähnen der Bevölkerung bemerkbar machen.
Angesichts dieser Aussichten wird dazu aufgerufen, bereits während der Feiertage wie Noche Buena und Media Noche auf einen sparsamen Umgang mit Wasser zu achten, um die Folgen bis weit in das Jahr 2027 hinein zu mildern. Im Haushalt können Maßnahmen wie kürzere Duschzeiten helfen, wobei es empfohlen wird, dies als allgemeine Familienregel statt als persönliche Bitte an Gäste zu kommunizieren. Auch die traditionelle Methode des Badens mit Eimer und Schöpfkelle (Pail-and-Tabo) wird als respektable Alternative genannt. Zudem sollte man tropfende Wasserhähne vor der Ankunft von Besuchern reparieren, da diese unnötig viel Wasser verschwenden.
Beim Abwaschen, etwa bei großen Feiern mit bis zu 30 Gästen, sollte mehr Disziplin walten: Geschirr kann in Becken statt unter fließendem Wasser gespült werden, wobei das Spülwasser anschließend zum Gießen von Pflanzen oder für die Toilettenspülung genutzt werden kann. Traditionelle philippinische Methoden können unterstützen, etwa durch die Verwendung von Bananenblättern als Teller bei einem Boodle-Fight-Essen, was den Abwasch nach einem großen Fest (Handaan) reduziert. Um den Abfall zu minimieren, könnten große Wasserbehälter auf dem Tisch und jeweils ein beschrifteter Becher pro Gast die Nutzung von Plastikflaschen und Gläsern verringern.
Auch in der Küche lässt sich Wasser und Energie sparen. Noche Buena und Media Noche könnten im Potluck-Stil organisiert werden, bei dem jede Familie ein Gericht mitbringt, was die Anzahl der zu spülenden Töpfe reduziert und Lebensmittelverschwendung vorbeugt, wenn man vorab einen Plan für Reste erstellt. Selbst beim Schenken wird zu mehr Achtsamkeit geraten: Praktische Geschenke wie robuste Trinkflaschen, große Wasserbehälter oder Regentonnen könnten im April, wenn die Trockenheit voll zuschlägt, von großem Nutzen sein. Solche Maßnahmen erinnern an die Weisheit der älteren Generationen, die bereits Regenwasser in Trommeln unter Dachrinnen auffingen oder Pflanzen mit dem Wasser vom Reiskochvorgang bewässerten.




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