Appell für mehr Bewusstsein für psychische Gesundheit
EditIn einem aktuellen Beitrag der SunStar Philippines setzt sich Engred Kate Dakay von der Cebu Doctors’ University mit der Bedeutung der psychischen Gesundheit auseinander. Sie warnt davor, dass Menschen in einer Leistungsgesellschaft oft versuchen, trotz psychischer Erschöpfung voll funktionsfähig zu bleiben, was langfristig zu Problemen führen kann. Dakay zieht dabei einen Vergleich zum Umgang mit Technik: Während man Mobiltelefone auflädt, sobald der Akku leer wird, wird von Menschen oft erwartet, dass sie auch dann funktionieren, wenn sie innerlich bereits erschöpft sind.
Dakay betont, dass psychische Gesundheit weit über die bloße Abwesenheit von Krankheiten hinausgeht. Sie umfasst vielmehr die Art und Weise, wie Menschen denken, fühlen und mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Ein großes Hindernis für die Betroffenen sei das Schweigen: Viele leiden im Stillen, da sie eine Verurteilung, Missverständnisse oder die Abwertung als „überempfindlich“ befürchten. Sie weist darauf hin, dass nicht jeder Kampf sichtbare Spuren hinterlässt und nicht jeder Hilferuf durch Tränen ausgedrückt wird. Zudem betont sie, dass man eine Wunde nicht heilen kann, wenn man gezwungen ist, so zu tun, als existiere sie nicht.
Die Autorin fordert ein Umdenken in der Gesellschaft. Anstatt nur Produktivität und unerschütterliche Resilienz zu feiern, müsse ein Umfeld geschaffen werden, das psychische Belastungen anerkennt. Sie plädiert dafür, Mitgefühl und Verständnis über Kritik und Stigmatisierung zu stellen und Betroffenen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie ohne Vorurteile gehört werden können. Ruhephasen sollten dabei nicht als Schwäche missverstanden werden. Dakay mahnt zudem, dass das Bewusstsein für psychische Gesundheit mehr sein sollte als nur ein Thema, das man nur bei Tragödien anspricht. In einer Welt, die darauf fixiert ist, stets die beste Version ihrer selbst zu zeigen, müsse man lernen, sich auch um die unsichtbaren Teile der menschlichen Existenz zu kümmern.






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