Gesellschaft: Landesweit

Abgeordneter fordert strengere Hitzeschutzregeln für philippinische Arbeitnehmer

Angesichts extremer Hitze durch das El-Niño-Phänomen fordert der Abgeordnete der Kamanggagawa-Parteiliste, Eli San Fernando, eine parlamentarische Untersuchung der Bereitschaft des Arbeitsministeriums (Department of Labor and Employment, DOLE) zum Schutz der Beschäftigten. Mit der Gesetzesvorlage House Resolution 1566 möchte er den Ausschuss für Arbeit und Beschäftigung dazu bewegen, die Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen sowie die Inspektionskapazitäten des Ministeriums zu prüfen, um Arbeiter vor gefährlicher Hitze in Innen- und Außenbereichen zu schützen.

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Symbolbild: Envato

San Fernando kritisiert, dass das Ministerium sich zu sehr auf unverbindliche Empfehlungen und Appelle an Unternehmen verlasse. Er verwies darauf, dass zwar 19 Milliarden Pesos in das TUPAD-Programm flossen, es jedoch an konkreten, verpflichtenden Schutzmaßnahmen fehle. Laut dem Abgeordneten reiche bloße Hilfe in Krisenzeiten nicht aus, wenn Arbeiter durch Hitzeschläge auf Baustellen, Feldern oder in Fabriken sterben. Er fordert stattdessen verbindliche Standards für Hitzestress sowie eine ausreichende Anzahl an Arbeitsinspektoren, um die Einhaltung zu gewährleisten. Er betonte, dass bloße Appelle an große Unternehmen nicht ausreichen, wenn Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten müssen.

Die Untersuchung soll zudem klären, ob die bestehende Richtlinie DOLE Labor Advisory No. 08 aus dem Jahr 2023 ausreicht, um die Gefahren einer langanhaltenden Hitzeperiode abzufedern. In der Resolution wird die Sorge geäußert, dass ein rein auf Empfehlungen basierender Ansatz unzureichend ist, insbesondere wenn Arbeiter aus wirtschaftlicher Notwendigkeit gezwungen sind, trotz unsicherer Bedingungen weiterzuarbeiten. San Fernando regt an, verbindliche Arbeits- und Ruhezeiten einzuführen, die sich am Hitzeindex orientieren. Dies beträfe insbesondere Sektoren wie das Baugewerbe, die Landwirtschaft, das Transportwesen, die Fischerei sowie die Textil- und Elektronikindustrie. Zudem fordert er einen Einkommensschutz für jene Beschäftigten, deren Arbeitsstunden aufgrund extremer Wetterbedingungen reduziert oder unterbrochen werden müssen.

Ein weiterer Fokus der Untersuchung liegt auf der Umsetzung des Gesetzes zur Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (Republic Act 11058). Dabei soll geprüft werden, wie Arbeitnehmer geschützt werden, die die Arbeit unter unsicheren Bedingungen verweigern, sowie welche Schutzmaßnahmen gegen Repressalien durch Arbeitgeber bestehen. Hintergrund der Forderungen ist eine Prognose der Wetterbehörde PAGASA vom 21. Oktober, wonach ein starkes bis sehr starkes Super-El-Niño-Phänomen im tropischen Pazifik die Auswirkungen bis in die erste Hälfte des Jahres 2027 verlängern könnte.