Wirtschaft: Landesweit

Verzögerungen bei Flughafen-Projekt im Wert von 21,64 Milliarden Pesos

Ein umfangreiches Infrastrukturprojekt der philippinischen Regierung zur Entwicklung von drei Flughäfen in Mindanao und auf Luzon stockt aufgrund unvollständiger Unterlagen. Das geplante Vorhaben im Wert von 21,64 Milliarden Pesos wird vorerst aufgehalten.

Travelers Waiting at Airport Near Window with AirplaneMayFayStudio
Symbolbild: Envato

Die Civil Aviation Authority of the Philippines (CAAP) und die Davao International Airport Authority (DIAA) haben es versäumt, die für eine Bewertung erforderlichen Dokumente vollständig einzureichen. Nach Angaben des Public-Private-Partnership Centers (PPP-Center) wurden die Unterlagen der beiden Behörden am 1. September an den Wirtschafts- und Entwicklungsrat übermittelt, am 14. September jedoch mit dem Hinweis auf Unvollständigkeit zurückgewiesen.

Das Paket umfasst die Entwicklung, den Betrieb und die Instandhaltung des Francisco Bangoy International Airport in Davao City sowie des Bicol International Airport über eine Konzessionszeit von 30 Jahren. Zusätzlich ist der Sayak Airport in Del Carmen auf der Insel Siargao für eine Dauer von 15 Jahren vorgesehen. Während die CAAP für die Flughäfen Sayak und Bicol zuständig ist, liegt die Verantwortung für den Flughafen in Davao bei der DIAA. Rizza Blanco-Latorre, die Exekutivdirektorin des PPP-Centers, erklärte am Rande des Mindanao Development Forums im Dusit Thani Hotel, dass die laufende Evaluierung klären soll, ob das Projekt die notwendigen Parameter für die Wirtschaftlichkeit erfüllt. Zudem soll geprüft werden, ob ein Modell auf Basis öffentlich-privater Partnerschaften (PPP) angemessen ist und welche wirtschaftlichen sowie finanziellen Modelle für die Umsetzung dieses Großprojekts infrage kommen.

Sobald die Behörden die Dokumente nachreichen, folgt eine erneute Prüfung auf Vollständigkeit durch die zuständigen Einheiten, ICC eine detaillierte Bewertung vornimmt. Das ICC setzt sich aus dem Exekutivsekretär sowie den Ministern der Ministerien für Haushalt und Management, Wirtschaft, Planung und Entwicklung (DEPDev), Energie, Finanzen sowie Handel und Industrie zusammen. Nach einer positiven Bewertung durch das ICC muss das Projekt dem vom Präsidenten geleiteten Wirtschafts- und Entwicklungsrat zur Genehmigung vorgelegt werden, wobei das ICC eine Empfehlung innerhalb von 120 Tagen abgeben soll. Der DEPDev-Sekretär fungiert dabei als stellvertretender Vorsitzender des Rates.

Nach der Genehmigung durch den Rat muss das Projekt ein sogenanntes Comparative Challenge durchlaufen. In diesem Verfahren hat der ursprüngliche Projektvorschlagsteller das Recht, Angebote anderer Firmen für das Projekt mit den eigenen Angeboten zu matchen. Als ursprünglicher Projektvorschlagsteller wurde am 4. Juni das Philippine Regional Airports Consortium anerkannt, welches sich aus Filinvest Infra-Solutions Ventures Inc., JG Summit Infrastructure Holding Corporation und der Asian Infrastructure and Management Corporation zusammensetzt. Blanco-Latorre betonte, dass das Ziel des strengen Evaluierungsprozesses und des Vergleichsverfahrens darin bestehe, das bestmögliche Geschäft für den Staat zu erzielen.

Das geplante Bauvorhaben sieht für den Flughafen in Davao eine zweiphasige Entwicklung vor. Phase 1, die bis 2041 abgeschlossen sein soll, umfasst die Renovierung des Terminals, Upgrades am Frachtterminal sowie den Bau einer Feuerwache und die Erweiterung von Parkflächen, Zufahrtswegen, dem Vorfeld sowie die Installation eines parallelen Rollwegs. Phase 2 ist bis 2056 geplant und sieht weitere Kapazitätserweiterungen vor, darunter den Bau eines neuen Frachtterminals und die Erweiterung der Straßen für das Bodenabfertigungsgerät. Am Sayak Airport sollen bis 2041 Erweiterungen am Passagierterminal erfolgen, um die Standards der International Air Transport Association (IATA) für den optimalen Servicelevel zu erfüllen. Ziel des Gesamtprojekts ist es, die Kapazitäten für Passagiere und Fracht zu erhöhen, die Effizienz der Flughafenbetriebe zu optimieren, die CO2-Emissionen zu minimieren sowie den Komfort, die Bequemlichkeit und die Sicherheit der Passagiere zu verbessern.