Wirtschaft: Metro Manila

Steigende Baukosten auf den Philippinen: Zementhersteller plant Preiserhöhungen

Die Baukosten auf den Philippinen stehen im vierten Quartal 2026 vor einem weiteren Anstieg. Grund für die geplanten Anpassungen sind gestiegene Kosten für Treibstoff, Strom und Rohstoffe. Das Unternehmen Concreat Holdings Philippines, Inc. (CHP), das unter der Leitung von Consunji steht, erwägt eine Erhöhung der Zementpreise um bis zu 40 Pesos pro Sack.

Happy Volunteers Cleaning Up Trash in ParkDragonImages
Symbolbild: Envato

Herbert M. Consunji, Präsident und CEO von CHP, teilte diese Informationen am Dienstag am Rande der SharePHIL Annual General Membership Meeting mit der Presse. Er gab an, dass die Preiserhöhungen in einer Spanne zwischen 28 und 40 Pesos pro Sack liegen könnten. Um die Nachfrage nicht durch eine plötzliche Anpassung zu schwächen, plant das Unternehmen, die Erhöhungen in mehreren Phasen umzusetzen, wobei ein Beginn Mitte November möglich ist. Consunji betonte dabei, dass das Unternehmen die vorgeschlagenen Anpassungen gegen deren potenzielle Auswirkungen auf das Absatzvolumen abwägen müsse, da die Nachfrage nach Zement preissensibel reagiert.

CHP produziert Zement unter den Marken APO, Rizal und Island über die Tochtergesellschaften APO Cement Corp. und Solid Cement Corp. Obwohl das Unternehmen aufgrund langfristiger Lieferverträge derzeit noch nicht in vollem Umfang von den gestiegenen Kosten betroffen ist, sieht es die Preisanpassungen als notwendig an, um den Druck durch höhere Ausgaben für Kohle, Strom und Treibstoff auszugleichen. Die endgültige Entscheidung hängt von der Marktentwicklung und den Preisen der Konkurrenz ab, wobei das Unternehmen zudem die Entwicklungen am Kohlemarkt genau beobachtet. Bereits im März hatte CHP schrittweise Preiserhöhungen von insgesamt etwa 30 Pesos pro Sack, was einem Anstieg von rund 10 Prozent entsprach, um steigende Treibstoff- und Betriebskosten zu kompensieren. Am Dienstag verzeichnete die CHP-Aktie einen Rückgang von 0,91 Prozent auf 1,09 Pesos pro Stück.

Parallel dazu prognostiziert das Beratungsunternehmen Hearn & Hearn für das Jahresende weiter steigende Baukosten. In einem Bericht für das dritte Quartal 2026 verwies das Unternehmen auf mehrere Faktoren: die anhaltenden Störungen im Nahen Osten, die die Ölpreise und die Inflation nach oben trieben, den Wertverlust des Pesos auf Rekordtiefs sowie die Einführung des neuen Mindestlohns in der NCR. Die Inflation beschleunigte sich im September auf 7,2 Prozent, während der Großhandelspreisindex für Baumaterialien in Metro Manila im Jahresvergleich um 3,4 Prozent stieg. Zudem belasteten die Rohölpreise von etwa 109 US-Dollar pro Barrel und der Anstieg der Dieselpreise in Metro Manila von zuvor etwa 55 Pesos auf rund 91 Pesos pro Liter die Branche. Der Verfall des Pesos auf 63,23 gegenüber dem US-Dollar erhöhte zudem den Druck auf die Kosten für importierte Baumaterialien und Geräte.

Besonders betroffen von den Kostensteigerungen seien Projekte, die sich noch in der Planungs-, Ausschreibungs- oder Beschaffungsphase befinden, da hier die Materialpreise und Angebote der Bauunternehmer noch nicht festgeschrieben sind. Hearn & Hearn bezifferte die Baukosten für verschiedene Projektarten: Für mittelhohe Wohngebäude liegen diese zwischen 36.755 und 55.905 Pesos pro Quadratmeter, während Hochhäuser 45.000 bis 80.915 Pesos pro Quadratmeter kosten. Bürogebäude werden mit 42.430 bis 70.065 Pesos, Einkaufszentren mit 27.655 bis 53.515 Pesos und Lagerhallen mit 17.005 bis 35.675 Pesos pro Quadratmeter veranschlagt. Bei Hotelentwicklungen ist die Spanne mit 55.575 bis 136.660 Pesos pro Quadratmeter am breitesten. Das Beratungsunternehmen empfiehlt Entwicklern, ihre Projektbudgets zu überprüfen, aktuelle Angebote der Lieferanten einzuholen und potenzielle Lohn- und Materialkosten in die Zeitpläne und Beschaffungspläne einzukalkulieren.