Schwere Überschwemmungen in Cebu City: La Paloma unter Wasser
EditAm 30. Juli 2026 kam es in der Siedlung La Paloma im Stadtteil Barangay Tisa in Cebu City zu massiven Überschwemmungen, die das Wasser bis zur Brust in die Häuser der Bewohner drückten. Besonders besorgniserregend ist, dass dieses Ereignis ohne die Einwirkung eines Taifuns eintrat, während die Siedlung während des Taifuns Tino im November 2025 deutlich weniger unter Wasser stand.
Die Überschwemmungen waren umso erstaunlicher, da die Siedlung während des Taifuns Tino im November 2025 deutlich weniger unter Wasser stand, wie Violeta Musngi, Präsidentin der La Paloma Homeowners Association, betonte. Sie erklärte, dass man während des Taifuns Tino keine derart schlimmen Überschwemmungen erlebt habe.
Untersuchungen der Anwohner sowie von Ingenieur Felrem Lor, dem Vorsitzenden der Abteilung für Bauingenieurwesen am Cebu Institute of Technology University, identifizierten mehrere Ursachen für die Flut. Die Drainage-Systeme, die das Wasser aus höher gelegenen Gebieten zum Kinalumsan-Fluss leiten sollen, waren durch jahrelange Ablagerungen von Schlamm, Müll und Betonplatten massiv blockiert. An kritischen Engpässen, etwa am Zusammenfluss von Santa Teresita Village und Tambisan, verengten Abfall und Sedimente die Kanäle erheblich. Zudem wurden im Bereich Upper-to-Lower Tambisan Trümmer und Strukturen gefunden, die den Durchfluss einschränkten.
Die zunehmende Bebauung in den höher gelegenen Gebieten belastet das Entwässerungsnetz zusätzlich. So fließt Regenwasser aus Siedlungen wie Riva Ridge und Paseo Arcenas über Santa Teresita Village und Sacred Heart Village zusammen und dann durch La Paloma Richtung Kinalumsan-Fluss. Erdarbeiten und Bauprojekte in der Nähe der Good Shepherd Bridge und im Bereich Paseo haben natürliche Abflusswege verengt. Durch die Versiegelung von Flächen mit Straßen und Gebäuden fließt das Wasser schneller und unkontrollierter in die tiefer liegenden Gebiete, wie Violeta Musngi erklärte.
Die Stadtverwaltung reagierte auf die Lage und setzte zwischen 400 und 500 Einsatzkräfte ein, um die blockierten Auslässe zu reinigen. Dabei wurden große Mengen Müll, darunter Plastikflaschen, Matratzen, Schaumstoff und sogar Elektrogeräte wie Ventilatoren, sowie Betonhindernisse entfernt. Laut Musngi hatten die Hausbesitzer bereits vor dem 30. Juli selbst Kosten für die Reinigung der Kanäle übernommen und die Stadt um Unterstützung gebeten, doch boten die gereinigten Abflüsse kaum Schutz, solange die Auslässe flussabwärts blockiert blieben.
Seit diesen Reinigungsmaßnahmen führten leichte Regenfälle nicht mehr zu Überschwemmungen, doch die Bewohner bleiben aufgrund der strukturellen Probleme und der Gefahr durch Flussufer-Eingriffe besorgt. Bürgermeister Nestory Archival prüft derzeit Maßnahmen zur langfristigen Problemlösung. Dazu gehört der mögliche Erwerb von Land in Upper Tambisan für den Bau einer Rückhalte- und Wasseraufbereitungsanlage. Zudem plant der Bürgermeister einen Gipfel mit 65 Bauunternehmern, um die Einhaltung von Vorschriften zu Rückhaltebecken und zum Hochwasserschutz zu überprüfen.






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