Sicherheit: Bulacan

Polizei ermittelt gegen Tierkrematorium wegen Entsorgung von Tierüberresten

Auf einem unbebauten Grundstück in San Jose del Monte, Bulacan, wurden die Überreste von 29 Hunden und Katzen gefunden, nachdem Anwohner Beschwerden eingereicht hatten. Die Entdeckung erfolgte in Barangay Minuyan Proper.

Police, hand and gun with a law enforcement officer standing outdoor in the city while on patrol clYuriArcursPeopleimages
Symbolbild: Envato

Die PNP hat daraufhin Ermittlungen gegen ein Tierkrematorium aus Bacoor City eingeleitet, das mutmaßlich in die illegale Entsorgung der Tiere verwickelt ist. Die Ermittler untersuchen derzeit die Betriebsgenehmigungen, die Ausrüstung, Überwachungsaufnahmen sowie die internen Abläufe des Krematoriums, insbesondere die Handhabung der Tiere, die der Einrichtung anvertraut wurden.

Um festzustellen, ob die gefundenen Überreste tatsächlich zu den Kunden des Unternehmens gehören und ob die an die Besitzer zurückgegebenen Ascheproben echt sind, sollen forensische Untersuchungen durchgeführt werden. Zudem wird versucht, die Route eines weißen Transporters zurückzuverfolgen, der mutmaßlich für das Abladen der Überreste genutzt wurde. Hierzu hat PNP-Chef General Jose Melencio Nartatez Jr. die Polizeidienststellen angewiesen, eng mit den Barangay-Vertretern und lokalen Regierungsstellen zusammenzuarbeiten, um verfügbares CCTV-Material zu sichern und zu prüfen.

General Nartatez forderte die betroffenen Tierbesitzer am Dienstag, den 3. November 2026, dazu auf, formelle Strafanzeigen gegen das Unternehmen zu erstatten. Den Verantwortlichen drohen laut Nartatez Anklagen wegen Betrugs (Estafa) gemäß Artikel 315(2)(a) des Revised Penal Code sowie syndizierter Betrug. Zudem stehen mögliche Verstöße gegen das Sanitärgesetz der Philippinen (Code on Sanitation of the Philippines), das Gesetz über das ökologische Abfallmanagement (Ecological Solid Waste Management Act) und das Verbraucherschutzgesetz (Consumer Act of the Philippines) im Raum.

Nartatez betonte, dass die Ausnutzung des Vertrauens trauernder Tierbesitzer inakzeptabel sei und mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werde. Er erklärte, dass Betrug nicht nur am entwendeten Geld gemessen werde, sondern auch am Schaden, der den Menschen durch den Vertrauensbruch zugefügt wird. Betroffene Kunden haben zudem die Möglichkeit, zivilrechtliche Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Die Polizei versicherte zudem, die Rechte der Betroffenen zu schützen und mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.