Sicherheit: Metro Manila

Philippinische Polizei ermittelt nach Zerschlagung eines Betrugszentrums in Pasay

Bei der Razzia gegen ein vermeintliches Paket-Betrugszentrum in Pasay City wurden insgesamt 159 Personen festgenommen. Darunter befinden sich 128 Indonesier sowie drei mutmaßliche Drahtzieher, darunter ein chinesischer Staatsangehöriger und zwei Malaysier. Die ausländischen Beteiligten waren offenbar als Touristen ohne gültige Arbeitsvisa in die Philippinen eingereist.

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Symbolbild: Envato

Das Syndikat nutzte ein vierstufiges Betrugsschema, um Opfer in Vietnam, China, Malaysia und Indonesien zu täuschen. Dabei wurden Datenbanken mit Namen, Adressen und Telefonnummern verwendet. Die Betrüger behaupteten fälschlicherweise, Pakete für die Opfer enthielten illegale Drogen. Anschließend gaben sie sich als Polizeibeamte aus und drohten mit strafrechtlichen Ermittlungen sowie der Beschlagnahmung von Bankkonten und Vermögenswerten. Ein weiteres Mitglied des Syndikats gab sich als hilfsbereiter Beamter aus, um Geldtransfers zu erschleichen.

Um die Glaubwürdigkeit der Täuschung zu erhöhen, nutzte die Gruppe Uniformen der indonesischen und vietnamesischen Polizei sowie Fotos und Banner von Polizeifunktionären dieser Länder. Die Rekrutierung von Mitarbeitern erfolgte über Telegram und Instagram unter dem Vorwand von Stellen als virtuelle Assistenten. Das Zentrum wurde aufgedeckt, nachdem drei Personen, die mutmaßlich zur Arbeit in der Einrichtung gezwungen worden waren, geflohen und die Behörden informiert hatten.

Die PNP weitet ihre Ermittlungen nach der Zerschlagung des Betrugszentrums aus. Im Fokus stehen dabei mutmaßliche lokale Geldgeber, Rekrutierer und Helfer, die den Betrieb des Syndikats unterstützt haben könnten. Polizeichef General Jose Melencio Nartatez Jr. wies die CIDG an, Personen und Gruppen zu identifizieren, die dem Netzwerk als Komplizen gedient haben könnten.

Die Maßnahme erfolgt auf Anweisung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., der über das Innenministerium unter Jonvic Remulla die Zerschlagung illegaler Betrugszentren und transnationaler krimineller Netzwerke im Land angeordnet hat. Nartatez betonte, dass die PNP nicht zulassen werde, dass ausländische kriminelle Syndikate das philippinische Territorium als Basis für grenzüberschreitende Straftaten nutzen. Die Verfolgung organisierter Betrügereien werde ungeachtet der Nationalität oder des Einflusses der Hintermänner unnachgiebig fortgesetzt.

General Nartatez warnte Arbeitssuchende vor verdächtigen Jobangeboten, die schnelles Geld versprechen. Er riet dazu, jedes Angebot genau zu prüfen und zu bedenken, dass eine rechtmäßige Beschäftigung niemals die Teilnahme an Täuschungen oder illegalen Aktivitäten erfordere.