Wirtschaft: Landesweit

Philippinen planen Einführung weiterer Impfstoffe gegen Afrikanische Schweinepest bis 2027

Das DA plant, ASF zuzulassen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die verheerenden Auswirkungen der tödlichen Krankheit auf kleine landwirtschaftliche Betriebe einzudämmen.

Village of Bataad and Rice Terraces
Symbolbild: Envato

Landwirtschaftsunterstaatssekretär Constante Palabrica erklärte am Donnerstag am Rande einer Branchenveranstaltung, dass die neuen Impfstoffe aus Europa, Vietnam und Südkorea stammen könnten. Während der Verkauf des vietnamesischen Impfstoffs Avac ASF LIVE bereits läuft und die entsprechenden Richtlinien im November veröffentlicht werden sollen, strebt die Behörde die Genehmigung eines zweiten Präparats an. Konkret geht es dabei um den südkoreanischen Impfstoff Provac, dessen Zulassung noch vor Ende November angestrebt wird, um den Landwirten mehr Auswahlmöglichkeiten zu bieten.

Sollten diese Pläne realisiert werden, könnte die Philippinen bis 2027 über insgesamt fünf verschiedene ASF-Impfstoffe verfügen. Dies markiert eine Abkehr von der im Jahr 2024 eingeführten, staatlich kontrollierten Impfstrategie hin zu einem kommerziellen Verkauf. Die Behörde sieht die Impfung neben verstärkten Biosicherheitsmaßnahmen als eine der wichtigsten Verteidigungslinien gegen die Krankheit an. Dies ist besonders relevant, da bis zu 70 Prozent der Schweineproduzenten im Land Kleinhaltung betreiben, was die Kontrolle im Vergleich zu Großbetrieben erschwert.

Um die Impfung für kleine Betriebe erschwinglich zu machen, hat das Landwirtschaftsministerium grundsätzlich 1 Milliarde Pesos für Subventionen bereitgestellt. Die Impfstrategie ist Teil eines umfassenderen Plans zur Wiederauffüllung der Schweinebestände, der auch Krankheitsüberwachung, Bewegungsbeschränkungen und gezielte Bestandsauffüllungen umfasst. Das Ziel ist es, das Niveau der Schweinepopulation vor dem Ausbruch der Krankheit im Jahr 2019 wieder zu erreichen. BAI zufolge sind bis zum 9. Oktober in 226 Barangays über 24 Provinzen hinweg aktive ASF-Fälle gemeldet, wobei Isabela mit 74 betroffenen Barangays und Nueva Ecija mit 24 Barangays besonders stark betroffen sind.