Kritik am Ibagiw Creative Festival in Baguio City
EditDas neunte Ibagiw Creative Festival, das am 6. November 2026 im Baguio Convention and Cultural Center (BCCC) offiziell eröffnet wurde, steht im Zentrum lokaler Kritik. Während das Festival lokale Künstler, Kunsthandwerker und Kulturvertreter zusammenbringt, äußerten der Film- und Theaterregisseur Ferdinand Balanag Jr. sowie weitere Kritiker und Künstler deutliche Bedenken hinsichtlich der künstlerischen Qualität und der Umsetzung einer zentralen Theaterproduktion.
Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto „RIKUS: A Creative Circular Baguio“. Das Thema bezieht sich auf die Nachhaltigkeit und die Kreislaufwirtschaft und unterstreicht den Status der Stadt Baguio als von der UNESCO anerkannte Stadt für Kunsthandwerk und Volkskunst. Der Begriff „Rikus“ stammt aus dem Ilocano und bedeutet so viel wie sich drehen oder kreisen, während „Ibagiw“ auf die Bewohner von Baguio anspielt. Der Begriff „Bag-iw“ selbst ist ein Begriff aus der Sprache der Ibaloi und bezeichnet Moos, das einst weite Teile der Stadt bedeckte.
Balanag bezeichnete die Produktion mit dem Titel „Rikus“ jedoch als ein großes theatralisches Scheitern. Er kritisierte, dass die Aufführung weit hinter den Standards zurückblieb, die man von einer UNESCO-Schaffensstadt erwarten dürfe. Besonders enttäuscht zeigte er sich über die Reaktion des Publikums und der Organisatoren, die er als verleugnend und übermäßig lobend empfand, anstatt die offensichtlichen Mängel anzuerkennen. Er betonte, dass eine solche Leistung nicht als künstlerischer Triumph gefeiert werden dürfe und nicht bereit für internationale Bühnen sei. Balanag erklärte zudem, er wünsche nicht länger, mit einer lokalen Theaterkultur in Verbindung gebracht zu werden, die Mittelmäßigkeit mit Exzellenz verwechselt.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft den Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Komposition der Musik für die Produktion. Sowohl Balanag als auch andere Kritiker sahen darin eine problematische Abkürzung, welche die Originalität und das echte handwerkliche Geschick gefährde und die Arbeit lokaler Musiker sowie traditioneller Schöpfer untergraben könne. Andere Kritiker, die selbst Künstler sind, teilten diese Frustration und äußerten die Sorge über einen Rückgang der Qualität bei den großen kulturellen Veranstaltungen der Stadt. Sie betonten, dass konstruktive Kritik unerlässlich sei, damit Baguio seinen Ruf als internationales Zentrum für Kreativität behalten kann, da Selbstgefälligkeit und unverdienter Lob das künstlerische Wachstum behindern. Die Kritiker forderten mehr Rechenschaftspflicht, Transparenz und ein verstärktes Engagement für authentische künstlerische Exzellenz in der Theaterlandschaft der Cordillera-Region.






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