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Cebu City: Wiederaufbau nach Taifun Tino dauert an

Ein Jahr nach den verheerenden Überschwemmungen durch den Taifun Tino steckt der Wiederaufbau in Cebu City noch mitten im Prozess. Während die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen für die Betroffenen Schätzungen zufolge bereits zu 95 Prozent abgeschlossen ist, hinkt der Wiederaufbau von Wohnraum mit einem Stand von 60 bis 70 Prozent hinterher. Der Bürgermeister gab an, dass die Stadtverwaltung die Verteilung der Hilfsmittel für die von Tino betroffenen Bewohner bereits abgeschlossen hat, jedoch weiterhin andere Gruppen im Blick behält, die Unterstützung benötigen.

The aerial view shows the flood-affected areastravellersnep
Symbolbild: Envato

Der Wiederaufbau von Wohnraum ist besonders wichtig, da einige Familien zwar bereits Grundstücke erhalten haben, dort aber noch keine Häuser errichtet wurden. Bürgermeister Nestor Archival erklärte am Mittwoch, den 4. November 2026, dass die Stadtverwaltung weiterhin an den Schwachstellen arbeitet, die die Katastrophe offengelegt hat, insbesondere in den Bereichen Flutüberwachung, Notfallreaktion und Evakuierungsmöglichkeiten. Er betonte, dass es keine perfekte Vorbereitung gebe, man jedoch versuche, aus den Erfahrungen früherer Taifune zu lernen und Verbesserungen zu finden.

Um die Frühwarnung zu verbessern, plant die Stadtverwaltung eine Zusammenarbeit mit benachbarten Kommunen wie Mandaue City und Liloan. Ziel ist die Installation von Sensoren zur Flussüberwachung, die steigende Wasserstände frühzeitig erkennen sollen. Archival verwies auf die Situation im Barangay Bacayan während des Taifuns am 4. November 2025 als Beispiel für die Notwendigkeit einer schnelleren Erkennung. Das System soll den Behörden mehr Zeit verschaffen, Bewohner zu warnen und Einsatzteams zu entsenden, bevor das Wasser gefährliche Pegel erreicht. Bisher stehen jedoch weder ein konkreter Zeitplan noch die Kosten oder der genaue Standort für die Sensoren fest.

Ein weiteres Vorhaben ist der Bau eines speziellen Evakuierungszentrums sowie einer Einrichtung für vorübergehende Unterbringungen. Derzeit werden vertriebene Familien oft in öffentlichen Schulen untergebracht, was den Schulbetrieb stört. Das geplante Zentrum soll Schutz bieten, Lagerkapazitäten für Hilfsgüter und Notfallausrüstung bereitstellen und über eine Notstromversorgung durch Generatoren oder Solarpanele verfügen. Auch für dieses Projekt wurden bislang noch kein Standort, kein Budget und kein Zeitplan für den Bau festgelegt.

Zusätzlich zur Infrastruktur strebt die Stadtverwaltung weitere Verbesserungen bei der Katastrophenvorsorge an, darunter die Beschaffung zusätzlicher Notfallausrüstung sowie bessere Trainings für das Personal der Notfallreaktion. Gleichzeitig forderte Archival die Bewohner in Hochrisikogebieten wie Küsten- oder Flussnähe auf, Warnungen ernst zu nehmen und sich bereits vor dem Einsetzen gefährlicher Fluten zu evakuieren, da manche Bewohner erst bei unmittelbarer Gefahr das Haus verlassen wollen. Zum Jahrestag der Katastrophe gedachte der Bürgermeister zudem der Todesopfer und dankte den Rettungskräften, Regierungsmitarbeitern und benachbarten Kommunen für ihre Unterstützung.